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Ostprignitz-Ruppin Baustellenfrust in Temnitzquell
Lokales Ostprignitz-Ruppin Baustellenfrust in Temnitzquell
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00:17 04.06.2017
Die L 18 ist wegen der Bauarbeiten bei Storbeck und Katerbow schon ab dem Abzweig am Kuhburgsberg gesperrt. Quelle: Celina Aniol
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Rägelin

Schlicht satt haben die Einwohner von Temnitzquell die ewige Rumfahrerei. Seit Monaten sind sie wegen der beiden Baustellen auf der Landesstraße 18 bei Katerbow gezwungen, lange Umwege in Kauf zu nehmen – oder ihre Fahrzeuge auf einer kürzeren, aber ziemlich schlechten Umfahrung zu ruinieren. „Mir und vielen anderen ist die Plattenweggeschichte mittlerweile aber zu löchrig geworden“, sagt Bürgermeister Johannes Oblaski. Zumal die inoffizielle Abkürzung zwischen Katerbow und Walsleben von vielen rücksichtslosen Fahrern genutzt werde, die die anderen Verkehrsteilnehmer bedrängen. „Jetzt reicht es langsam mit den Baustellen“, sagt deshalb Johannes Oblaski. „Wir rechnen die Tage runter, bis die Vollsperrungen aufgehoben werden.“

Seit Mitte September ist die Straße bei Katerbow dicht. Ende November sollten die Bauarbeiten beendet sein. Weil der Boden unter der Fahrbahn aber weicher war als erwartet und die Baufirma andere Geräte erst später beschaffen konnte, gab es dort einen Baustopp vor dem Winter. Die Arbeiten gingen erst wieder im Frühjahr los, was auf Unverständnis in der Bevölkerung stieß. Die Menschen kritisierten, dass auf der Baustelle nichts passiert, die Sperrung aber bleibt, sie die Straße nicht nutzen dürfen und stattdessen Umwege fahren müssen (die MAZ berichtete). Im März wurde auf der L 18 dann eine weitere Baustelle eingerichtet: Das Land saniert seitdem auch noch den Abschnitt zwischen Storbeck und Waisenkrug.

Ende Juni sollen beide Vollsperrungen nun aufgehoben sein, kündigt Frank Schmidt vom Landesbetrieb Straßenwesen an. Johannes Oblaski hofft sehr darauf, dass dieser Termin tatsächlich eingehalten wird. Schließlich fängt die Netzebander Theatersommer-Saison, zu der wieder viele Besucher von außerhalb erwartet werden, schon am 23. Juni an.

Ein Ende der Baustellen-Quälerei in Temnitzquell bedeutet das aber nicht. Eher ein kurzes Aufatmen. Das gilt zumindest für die Rägeliner: In ihrem Dorf, ebenfalls an der L 18 gelegen, soll ab Juli die Ortsdurchfahrt saniert werden. „Wir haben aber gehört, dass sich auch da wieder was verschiebt“, sagt Oblaski. Sprich: dass die Bauleute erst im Herbst anrücken. Das will Frank Schmidt vorerst nicht bestätigen. Er dementiert aber auch nicht. Erst in der kommenden Woche werde er vermutlich erfahren, wann der Baustart in Rägelin ist, sagt Schmidt.

Für Oblaski ist die Vorstellung, dass sich der Baubeginn hinauszögert, schlimm. Er befürchtet, dass die Baustelle eröffnet wird und dort dann wegen der Kälte lange Zeit nichts mehr passiert. Auf eine Winterbaustelle können die Temnitzqueller aber verzichten, so der Bürgermeister. Zumal Betriebe wegen der diesjährigen Sperrung im Winter bereits Einbußen gehabt haben. Noch ein schwaches Jahr wäre für sie existenzbedrohend. „Dann soll der Landesbetrieb doch lieber gleich im Frühjahr anfangen.“

So einfach sei das aber nicht, sagt Frank Schmidt. Schließlich sollen die Bauarbeiten dort anderthalb Jahre dauern. „Rägelin wird definitiv eine Winterbaustelle.“ Immerhin will der Landesbetrieb dafür sorgen, dass es im Winter, wenn auf der Baustelle nichts mehr los ist, keine Vollsperrung gibt. „Klar, dass die Autofahrer dann mit anderen Bedingungen rechnen müssen als sonst“, so Schmidt. Immerhin soll der Verkehr aber über die Straße in Rägelin zu dieser Zeit wieder rollen dürfen.

Von Celina Aniol

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