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Ostprignitz-Ruppin Beckersmühle-Makler kritisiert Baubehörde
Lokales Ostprignitz-Ruppin Beckersmühle-Makler kritisiert Baubehörde
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00:17 28.08.2016
Erste Häuser stehen schon in der Feriensiedlung von Beckersmühle. Der Bau der nächsten werde unnötig verzögert, kritisiert der Makler. Quelle: Celina Aniol
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Flecken Zechlin

Egal ob an der Ostsee oder im Harz: Der Bau von neuen Häusern in ausgewiesenen Feriensiedlungen sei eigentlich unproblematisch – nur in Brandenburg, und ganz besonders im Landkreis Ostprignitz-Ruppin sei das ein schwieriges Unterfangen. „Es ist ehrlich gesagt eine mittelschwere Katastrophe, hier ein Ferienhaus zu bauen“, sagt Heinz-Peter Brinkmann, der als Geschäftsführer der Immobilienfirma Remax aus Lüneburg im gesamten Bundesgebiet Feriendörfer entwickelt und seit 2013 die Feriensiedlung in Beckersmühle bei Flecken Zechlin vermarktet. Monatelang müsse er sich im Ruppiner Land abplagen. Drei Wochen dauere es normalerweise vom ersten Kontakt mit der Baubehörde bis zum Okay für die Errichtung eines Ferienhauses. „In Ostprignitz-Ruppin brauche ich drei Monate und aufwärts, bis ich eine Baugenehmigung bekomme.“

Baugenehmigung statt Bauanzeige kostet Zeit und Geld

Ursache sei zum einen die Landesbauordnung. In den meisten Bundesländern braucht man für den Bau eines Ferienhauses auf einem im Bebauungsplan als Feriendorf ausgewiesenem Areal lediglich eine Bauanzeige, so Brinkmann. Die märkische Regelung erlaube das nicht. Stattdessen wird eine Baugenehmigung verlangt. „Und die kostet wahnsinnig viel Geld und Zeit.“

Bürokratische Hürden in Ostprignitz-Ruppin besonders hoch

Die bürokratischen Hürden, um die Bauerlaubnis zu bekommen, seien zudem in Ostprignitz-Ruppin besonders hoch. „Man hat das Gefühl, dass die Behörde nicht versucht, die bürokratischen Vorgänge zu beschleunigen, sondern zu behindern. Es ist einfach nur nervig“, so der Makler. „Wenn in dem Antrag ein Punkt nicht richtig gesetzt ist, dann bleibt der Antrag drei Wochen liegen.“ Zum anderen sei die Baubehörde nicht bemüht, nach praktikablen Lösungen zu suchen, kritisiert er. So weigere sich der Landkreis, eine Baugenehmigung zu erteilen, nur weil die Baulast für eine kleine Stichstraße nicht eingetragen war. „Anderswo regelt man so etwas dann einfach über eine Auflage, hier geht dann gar nichts mehr, was das ganze Projekt gefährdet oder zumindest verschleppt.“

Der Landkreis wehrt die Vorwürfe ab

Die Antwort der Kreisverwaltung zu den Vorwürfen fällt mit Verweis auf ein laufendes Verfahren knapp aus. „Der Landkreis ist stets an einer sowohl sorgfältigen wie auch zügigen Bearbeitung der Anträge interessiert“, heißt es vom Pressesprecher Christian Damm. Wie die Bearbeitungsdauer im Vergleich zu anderen Behörden ausfällt, das könne die Verwaltung in Ostprignitz-Ruppin nicht beurteilen.

Seit Monaten wartet der Makler auf die Baugenehmigung

Die Auswirkungen der schleppenden Bearbeitung: Die Feriendorfentwickler können den Sommer nicht zum Bauen nutzen, wissen nicht, ab welchen Zeitpunkt sie ein Haus vermieten können. „Das ist wirklich nicht schön“, sagt Brinkmann. Drei Häuser stehen mittlerweile dennoch auf dem Areal am Großen Zechliner See. „Beim vierten kämpfen wir seit Monaten um die Baugenehmigung.“ Rund 15 Grundstücke sind in dem Gebiet, auf dem einmal etwa 75 Ferienhäuser stehen sollen, mittlerweile verkauft. „Die Vermarktung ist nicht so einfach, wie wir gedacht haben.“ Denn Interessenten aus Westdeutschland wollen an der Ostsee, nicht aber im Ruppiner Land investieren. Die Ostdeutschen seien indes vor allem an Flächen für eine eigene kleine Datsche interessiert – und dafür seien die als Kapitalanlage gedachten Flächen meist zu teuer. Daran ändern lasse sich aber jetzt nichts mehr, da der B-Plan längst beschlossen ist, sagt der Makler, der erst später in die Vermarktung eingestiegen ist.

Von Celina Aniol

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