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Beethoven trifft E-Gitarre

Wittstock Beethoven trifft E-Gitarre

Bei „Jugend in Concert“ in Wittstock zeigten am Samstag viele junge musikalische Talente ihr Können. Acht Einzelinterpreten und zwei Gruppen traten ans Mikrofon. Sie sangen und spielten im voll besetzten großen Rathaussaal. Die Jury vergab dreimal das Prädikat „Hervorragend“.

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Klassik mal ganz modern: Richard (vorn) und Daniel Theus spielten das Stück „Virus“ von Ludwig van Beethoven.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Beethoven und E-Gitarre, geht das? Ja, sogar „hervorragend“, befand die Jury am Samstagvormittag im Wettbewerb „Jugend in Concert“ in Wittstock, nachdem sie Richard Theus (Begleitung: Daniel Theus) gehört hatte. Er entlockte dem Stück „Virus“ des Klassik-Altmeisters ganz neue Töne.

Bereits zum 26. Mal waren junge Leute bis zu einem Alter von 21 Jahren aufgerufen, ihren Talenten freien Lauf zu lassen. Acht Einzel- und zwei Gruppenbeiträge bekam das Publikum im voll besetzen großen Saal des Wittstocker Rathauses zu hören. Die Kleinsten begannen.

Die jüngste Teilnehmerin war Almut Pietrusky

Die jüngste Teilnehmerin war Almut Pietrusky.

Quelle: Björn Wagener

Nesthäkchen des Wettbewerbs war die siebenjährige Almut Pietrusky, die tapfer ungarische Volkslieder auf ihrer Violine spielte. Darauf folgte Norah Mittelstädt (10), die am Klavier die Stücke „Kleines Feuerwerk“ und „Der verzauberte See“ von Anne Terzibaschitsch darbot. Poppiger wurde es mit Ed Sheeran’s „I see fire“, gesungen von der 13-jährigen Vanessa-Marie Brigzinsky. Laura Lembke (12) entschied sich für einen Song in deutscher Sprache: „Ich möchte mehr vom Leben“. Die Begleitung an der Gitarre übernahm Andreas Weiß. Es folgte Arvid Vetter (16), der am Klavier ein Stück von Frederic Chopin spielte; gefolgt von Cecile Altrock (17) mit „True Colors“ von Cyndi Lauper und Max Zauft mit „High Hopes“ von Kodaline, bevor die Theus-Brüder das Feld der Einzelinterpreten beschlossen. In der Gruppenwertung folgten „Flexemble“ (Antonia und Arvid Vetter, Annalena Meyer, Cecile Altrock und Hendrik Gröger) mit dem Folksong „Pasttime with good Company“ und „A thousand years“ von Christina Perri sowie Max Zauft und Jonas Rahn mit „Through the Valley“ von Shawn James.

Die Juroren

Die Juroren: Michaela Ermonies (l.), Wolfgang Zander, Julia Kanzler.

Quelle: Björn Wagener

Zur Jury gehörten mit Andreas Leddin, Michaela Ermonies, Julia Kanzler und Wolfgang Zander erfahrene Musiker und Instrumentalisten. „Wir haben großen Respekt vor den Teilnehmern“, sagte Wolfgang Zander. Er mache Musik, seit er acht Jahre alt ist – zuerst im Chor, später Tanzmusik. Bühnenerfahrung hat auch Jury-Kollegin Julia Kanzler. „Ich weiß, wie sich die Teilnehmer fühlen“, sagt sie. Mit sechs Jahren fing sie an, Klavier zu spielen. „Unsere ganze Familie könnte eine eigene Band gründen. Der eine spielt Gitarre, der andere Klavier und viele weitere Instrumente.“ Die freiberufliche Musikpädagogin Manuela Ermonies ist eine versierte Trompeterin und Pianistin.

Die Jury hatte Teilnehmer in unterschiedlichsten musikalischen Entwicklungsstufen zu bewerten – von der kleinen Almut Pietrusky, die „mit großem Spaß“ seit einem Jahr Violine spielt, bis zu erfahrenen jungen Musikern wie Arvid und Antonia Vetter, die schon mehrmals beim Wettbewerb dabei waren – ebenso wie die Theus-Brüder mit dem Beethoven-Stück zur E-Gitarre.

Cecile Altrock (17, am Klavier Arved Vetter (16)

Cecile Altrock (17, am Klavier Arved Vetter (16).

Quelle: Björn Wagener

„Erstaunlicherweise lassen sich viele solcher Klassiker gut nachspielen. Ich komponiere sie etwas um und performe diese Lieder auf meine Art und Weise“, sagt Richard Theus (19), der seit 13 Jahren Gitarre spielt.

Durch die Veranstaltung führten Musikschulleiter Uwe Lippert und Kulturamtsleiterin Dorothea Stüben. „Ich bin ganz begeistert davon, wie viel Musik und Rhythmus in unserer Jugend steckt“, sagte sie und gab mit Blick auf all die jungen Musiker ihrer Hoffnung Ausdruck, diese in den kommenden Jahren bei „Jugend in Concert“ in Wittstock wieder zu sehen.

Von Björn Wagener und Laura Burgard

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