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Begehrt: neuer Rheinsberger Jahresbecher

Exklusive Sammelobjekte Begehrt: neuer Rheinsberger Jahresbecher

Die 6. Auflage des Rheinsberger Jahresbechers gestaltet die Keramikerin Katharina Link. Die Künstlerin hat in diesem Jahr beim „Keramikpreis Rheinsberg“ den zweiten Platz gewonnen und wird nun die Jahresbecher für 2016 in limitierter Anzahl für das Rheinsberger Keramikhaus anfertigen. Ab 1. Januar werden sie dort zu sehen sein.

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Christel Titze-Manigk vom Keramikhaus bewundert die grafischen Details auf den neuen Jahresbechern.

Quelle: Cornelia Felsch

Rheinsberg. Zarte Engoben, hauchdünn mit dem Pinsel aufgetragen, hüllen die Trinkbecher von Katharina Link ein, lassen sie zerbrechlich und kostbar wirken. Die Sgraffito-Technik hat es ihr bereits vor vielen Jahren angetan. Entdeckt hat die Keramikerin die Technik auf ihren Reisen nach Italien. Das italienische Wort „sgraffiare“ bedeutet kratzen. In Italien ist diese Technik seit der Renaissance bekannt und wurde oft zum Dekorieren von Häuserfassaden benutzt. Durch Abkratzen von Teilen einer Oberflächenschicht wird eine darunterliegende Schicht in kontrastierendem Farbton sichtbar.

Katharina Link war von der Wirkung dieser Technik begeistert und entschloss sich, sie für die Gestaltung ihrer Tonkunstwerke zu nutzen. Den dunklen Mangan-Ton, den sie zum Drehen ihrer Gefäße verwendet, überzieht sie mit leicht eingefärbten Engoben. In diesen angetrockneten Tonbrei ritzt sie dann Linien, so dass die dunkle Farbe des Tons wieder zum Vorschein kommt. So entstehen abstrakte, zarte Insekten und Landschaften auf den Bechern.

Christel Titze-Manigk vom Keramikhaus Rheinsberg ist begeistert von den Kunstwerken der Keramikerin. „Sie bleibt konsequent bei ihrer Technik und entwickelt sie ständig weiter“, sagt sie. „Dabei entwickelt sie eine bewundernswerte Vielfalt an Dekoren.“ Liebevoll dreht sie einen der Becher in der Hand. „Ihre grafischen Figuren geben den Keramiken eine bemerkenswerte Leichtigkeit und die besondere Abschlussbehandlung. Das spürt man erst, wenn man über die Oberfläche streicht.“ Nach dem Brand bei 1100 Grad Celsius schleift die Künstlerin die Flächen mit besonders feinkörnigem Schleifpapier.

Jeder Becher wird  in einem künstlerisch gestalteten Karton verpackt

Jeder Becher wird in einem künstlerisch gestalteten Karton verpackt.

Quelle: Cornelia Felsch

Katharina Link ist 1974 in Weimar geboren. In der Kunstschmiede ihres Großvaters entdeckte sie die Liebe zum Handwerk und zur Kunst. Nach einem zweijährigen Musikstudium entschied sie sich schließlich endgültig für die Keramik. In verschiedenen Werkstätten ließ sie sich ausbilden und arbeitete schließlich als freie Keramikerin in Berlin. Seit 2015 hat sie ihre Werkstatt in Müncheberg. Sie erhielt bereits mehrere Keramikpreise und ist in öffentlichen Sammlungen vertreten.

Beim Rheinsberger Töpfermarkt wurden die Arbeiten der Keramikerin in diesem Jahr besonders geehrt. Im Wettbewerb um den „Keramikpreis Rheinsberg“ gewann sie mit ihrem Keramik-Memory „Tucholsky – ein Bilderbuch für Verliebte“ den zweiten Preis. Vom Keramikhaus Rheinsberg erhielt sie den Auftrag für die sechste Auflage der Rheinsberger Jahresbecher. Ab Januar 2016 werden die Becher der limitierten Sammler-Edition in einer speziellen Ausstellung im Keramikhaus vorgestellt. Dann können sie auch gekauft werden.

Der Jahresbecher wird in jedem Jahr von einem anderen Künstler des Metiers in limitierter Auflage kreiert. Den ersten durfte der Rheinsberger Keramiker Karl Fulle gestalten. Eines ist allen bereits erschienenen Bechern gemeinsam: Sie tragen den Schriftzug Rheinsberg im Dekor und die Signatur mit Jahreszahl im Boden des Bechers.

„Mittlerweile gibt es zahlreiche Liebhaber, die sich für Keramik aus Rheinsberg interessieren“, sagt die Chefin des Hauses. „Viele kommen regelmäßig und besuchen unseren Töpfermarkt. So entsteht auch eine besondere Beziehung zur Stadt Rheinsberg.“ Das ist Christel Titze-Manigk wichtig, denn mit ihrer Liebe zu den Tonkunstwerken will sie auch Akzente für Rheinsberg setzen. „Wenn jemand einen Jahresbecher bei uns kauft, fragen wir immer, wo der Becher hingeht“, sagt sie. Schloss und Kammeroper sorgen für internationales Publikum in der Stadt. Kein Wunder, dass auch die Jahresbecher mittlerweile auf allen Kontinenten vertreten sind.

Hinweis: Die Jahresbecher werden ab 1. Januar in einer besonderen Ausstellung in der Rhinstraße 1 präsentiert. Sie können zu einem Preis von 27 Euro erworben werden. Zum neuen Jahr gibt es auch eine neue Schau der „100 schönsten Tassen“.

Von Cornelia Felsch

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