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Behelfsdach für Bahnhofsgebäude

Wittstock Behelfsdach für Bahnhofsgebäude

Der Wittstocker Bahnhofsbereich soll zur Landesgartenschau in Wittstock eine wichtige Rolle spielen und gleichzeitig zu einem Gesundheitszentrum hergerichtet werden. Die Bestandssicherung ist daher wichtig. Die Stadt investierte jetzt in ein Notdach für das ehemalige Empfangsgebäude des Bahnhofensembles.

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Das alte Empfangsgebäude am Bahnhof.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Das ehemalige Empfangsgebäude des Bahnhofs in Wittstock erhielt jetzt ein Notdach. 7000 Euro habe die Stadt dafür investiert, teilt Eckhard Gericke vom Bauamt mit. Diese Maßnahme sei nötig gewesen, um das Gebäude vor weiteren Schäden zu schützen und die vorhandenen Probleme nicht noch größer werden zu lassen. Denn es habe seit Jahren bereits durchgeregnet.

Aushängeschild zur Laga 2019

Die Stadt hat zurzeit das gesamte Bahnhofsensemble im Blick. Schließlich wird es zur Landesgartenschau 2019 eine wichtige Rolle spielen. Es wird das Aushängeschild der Schau werden, denn dort bekommen Bahnreisende ihren ersten Eindruck von Wittstock und der Laga. Darüber hinaus ist dort der sogenannte Gesundheitsbahnhof geplant. Ziel des Projektes ist es, den Bahnhof und seinen Vorplatz als Mobilitätszentrum und Anker im Bereich der medizinischen Versorgung sowie der Gesundheitsprävention zu entwickeln und gleichzeitig einen repräsentativen Eingangsbereich zur Altstadt zu schaffen. Schon jetzt liefen bereits erste Gespräche mit möglichen künftigen Nutzern aus dem medizinischen Bereich, bestätigt Stadt-Sprecher Jean Dibbert. Er schließt es nicht aus, dass sie bereits im Jahr der Laga einziehen könnten.

Bis dahin aber gibt es noch viel zu tun. Das Haupt- und die beiden Nebengebäude stehen seit langem leer und sind daher sanierungsbedürftig. Doch bevor Handwerker anrücken können, gab es seit September in dem gesamten Gebäudekomplex immer wieder Überprüfungen, die klären sollten, inwieweit Gebäudeschadstoffe vorhanden sind – etwa im Putz oder im Fliesenkleber. „Die Arbeiten sind seit Freitag abgeschlossen“, sagt Edgar ­Boeckmann, Prokurist der ausführenden Firma KWS-Geotechnik in Wittstock. Wenn die Laborergebnisse vorliegen, könne entschieden werden, wie mit der Situation umzugehen ist, das heißt, ob diese Teile des Interieurs entfernt und entsorgt werden müssen oder ob es genügt, sie abzudecken.

Schäden weniger gravierend als erwartet

Auch wenn die Ergebnisse noch ausstehen, so ist Eckhard Gericke doch zumindest nicht unzufrieden mit dem baulichen Zustand der Gebäude. Zwar gebe es Hausschwamm im alten Empfangsgebäude und Öle und Asbest seien festgestellt worden, aber „ich hatte befürchtet, dass die Schäden noch schlimmer sind“, sagt er.

Im Hauptgebäude des Bahnhofs wurde die Unterführung bereits vor Jahren zugeschüttet. Das könnte sich nun als Nachteil erweisen. Denn es sei geschehen, ohne zuvor geprüft zu haben, ob das Verfüllen Auswirkungen auf verwendete Baumaterialien in der Unterführung haben könnte, die seither nicht mehr durchlüftet werden.

Von Björn Wagener

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