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Behelfsweg am Verkehrsknotenpunkt in Kyritz

Für die Arbeiten in der Holzhausener Straße wird die Kreuzung davor gesperrt Behelfsweg am Verkehrsknotenpunkt in Kyritz

Der Kyritzer Verkehrknotenpunkt rund um die Johann-Sebastian-Bach-Straße wird vorraussichtlich ab der kommendenen Woche gesperrt. Allerdings haben sich die Straßenplaner eine gute Alternative ausgedacht. Mitten über ein Eckgrundstück verläuft nun eine Behelfsstraße. Auf der Holzhausener Baustelle geht es indes voran.

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Die Ausweichstrecke in Kyritz wurde bis Donnerstag fertiggestellt. Die Alternative wäre eine Sperrung des gesamten Bereichs gewesen.

Quelle: André Reichel

Kyritz. Von der Johann-Sebastian-Bach-Straße zur Prinzenstraße in Kyritz ist an den vergangenen Tagen eine Baustraße entstanden. Sie verläuft über das freie Eckgrundstück. Voraussichtlich ab der kommenden Woche soll der Verkehr über diese Baustellenumfahrung von der Bachstraße in die Prinzenstraße rollen. Dann wird der Knotenpunkt daneben, der auch in die Holzhausener Straße führt, gesperrt. Nicht nur für die Autofahrer gibt es Einschränkungen. Auch die Fußgänger werden neben der Behelfsstraße an der Baustelle vorbeigeführt. Wie lange die Baustraße zu nutzen sein wird, das konnte Rathaus-Pressesprecherin Doreen Wolf gestern noch nicht sagen. "Auf unbestimmte Zeit", lautete ihre Auskunft.

Alternative wäre nur eine Vollsperrung

Noch in dieser Woche soll hingegen auf der Baustelle in der Holzhausener Straße mit dem Herstellen der Tragschichten begonnen werden, damit der Zeitplan eingehalten werden kann, teilt Doreen Wolf mit. Das Verlegen des neuen Regenwassersammelkanals hat den Kreuzungsbereich bereits erreicht. Dort sind nun weitere Tiefbauarbeiten erforderlich. Die Alternative für die Baustraße wäre eine Vollsperrung des gesamten Bereiches gewesen.

Einschränkungen in der Waldkolonie

  • Einschränkungen im Straßenverkehr gibt es am kommenden Montag auch in der Kyritzer Waldkolonie.
  • Dann beginnt der Neubau des Finkenweges und des Kuckucksweges mit Beleuchtung.
  • Bis Ende November sollen die Straßen fertiggestellt werden.
  • Beeinträchtigungen sowie eine Vollsperrung der beiden Straßen sind für das Gewährleisten einer kurzen Gesamtbauzeit in der Waldkolonie nicht zu vermeiden.
  • Anwohner dürfen in der Zeit zum Parken die Nebenstraßen nutzen.
  • Die Begehbarkeit der Grundstücke wird während der Bauzeit eingeschränkt garantiert. Das gilt nicht für die Befahrbarkeit. Die Anwohner sollten sich mit der Baufirma darüber abstimmen.
  • 554 000 Euro soll der anliegerfinanzierte Straßenbau mit Regenentwässerung, Straßenbeleuchtung und Planungsleistungen kosten, heißt es dazu aus dem Kyritzer Rathaus.

Die Tiefbauarbeiten des ersten Bauabschnitts der Holzhausener Straße begannen Ende Mai termingerecht. Dort wurde zunächst der neue Regenwassersammelkanal verlegt, und zwar von der Stadtmauer bis zur Prinzenstraße. Archäologen legten die vorab vermuteten Funde an der Stelle frei und dokumentierten diese. Dabei traten auch mittelalterliche Mauerreste zutage. Außerdem wurde ein alter hochkant stehender Holzstamm freigelegt und gesichert. Im Kreuzungsbereich der Prinzenstraße entdeckten die Archäologen unvollständige Reste einer Holzlagenstraße und legten sie für eine Dokumentation frei. Um den Archäologen die Arbeiten zu ermöglichen, hat die Straßenbaufirma bereits mit der Vorverlegung der Regenwasserhausanschlüsse begonnen. "Damit sollten Ausfallzeiten minimiert werden", war aus dem Rathaus zu erfahren.

Auf Mitte Juni terminiert das Bauamt der Stadt den Abriss des westlichen Gehweges. Der gegenüberliegende Bürgersteig bleibt jedoch offen und ist während der Bauarbeiten eingeschränkt benutzbar, heißt es.

Falsche Fundamente fordern sensiblen Umgang im Straßenbau

Im Verlauf der Bauarbeiten hatte sich zudem herausgestellt, dass Wohnhäuser in der Holzhausener Straße fehlerhaft gegründet worden waren. Ihre Fundamente bestehen entweder nur aus Ziegel- oder Feldsteinen und befinden sich in geringer Tiefe oder sind teilweise gar nicht vorhanden. Untersuchungen haben das ergeben. Ein Haus ist sogar nur auf bloßem Sand auf Höhe des Gehwegs gebaut worden. Diese Tatsachen bedürfen spezieller Maßnahmen innerhalb des Straßenbaus. Erschütterungen durch Verdichtungsgeräte müssen in den Bereichen unbedingt vermieden werden. Deshalb kann dort teilweise nur noch per Hand verdichtet werden.

Von Sandra Bels und André Reichel

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