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Ostprignitz-Ruppin Beim Doppelfest stark aufgespielt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Beim Doppelfest stark aufgespielt
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11:57 18.09.2016
Zum Glück blieb es am Sonnabend zum Festumzug trocken.
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Läsikow

Wusterhausens Bürgermeister Roman Blank hatte von vornherein ein gutes Gefühl: „Als ich wusste, dass Läsikow Ausrichter wird, musste ich mich nicht sorgen.“ Blank meinte das Erntefest der Großgemeinde Wusterhausen, um dessen Gestaltung sich Ortsvorsteher Burkhard Brandt namens „seiner“ 62 Einwohner erfolgreich beworben hatte. Bei der Eröffnung am Sonnabend erinnerte der Chef des Rathauses in der Dossestadt an frühere Treffen, die stimmungsvoll und gut organisiert waren.

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Ein bunter Umzug, allerlei Vorführungen und jede Menge Spaß - das wurde den Besuchern des Festes geboten.

So war es auch diesmal, wenngleich das kleine Rundlingsdorf gleich das ganz große Rad drehte. Schließlich wollten die Einheimischen mit den vielen Gästen aus den anderen Ortsteilen, den benachbarten Dörfern und von weiter her gleich noch ein Jubiläum begehen: Läsikow wurde vor 525 Jahren erstmalig urkundlich erwähnt. Ganz klar, dass nach feierlicher Andacht mit Pfarrerin Gundula Reinshagen, Ausführungen von Dorfchronist Klaus Kraatz und einem mitreißenden Konzert des Chores „Querbeet“ am Freitag in der vollbesetzten Kirche tags darauf ein Festumzug der Extraklasse folgen sollte.

Das klappte. In mehr als 40 Schaubildern, von Nackel her kommend aufgereiht, erinnerten zum einen die Einheimischen an wichtige Daten aus ihrer Geschichte. Zum anderen trugen auch Abordnungen aus dem gesamten Gemeindegebiet zum Flair bei, das einem echten Erntefest eigen sein sollte. Der Plan ging auf. Auf dem Läsikower Ring herrschte den ganzen Tag über ein buntes Treiben. Die Kinderprogramme, zum Teil von kleinen Tänzerinnen selbst gestaltet, kamen an. Unschlagbar allerdings war die Stimmung bei Friedwandel, dem Frettchenmann. Die Erwachsenen erwartete Vielfalt. Imker, Seiler, Messerschleifer boten Einblicke in alte Handwerke, die bis heute benötigt werden. Hier wurde gezeigt, wie in grauer Vorzeit gebuttert wurde, da brutzelte ein ausgewachsenes Schwein am Spieß. Es wurde gehandelt, verkostet, gegessen und getrunken. Am Stand der Pufferbäcker gab es kaum eine Pause.

Im Festzelt standen an die 70 Torten und Kuchen bereit, um verputzt zu werden. Sie kamen nicht nur von den Hausfrauen aus dem Rundling, sondern auch aus anderen Dörfern wie Dreetz, Wutzetz (auch ein Rundlingsdorf), Segeletz, Nackel und Dreetz. Offene Höfe luden zum Schauen ein, ebenso Bilderwände in der Kirche mit Aufnahmen des Läsikower Fotografen Otto Seibt und eine Fotodokumentation über Siegfried Matthus. Der bekannte Künstler kam nach dem Krieg als Halbwüchsiger mit seiner Familie aus Ostpreußen ins Dorf und hält bis heute engen Kontakt zu seiner zweiten Heimat. Zu den Gästen beim Doppel-Fest zählte eine starke Abordnung aus dem polnischen Przytochna, Partnerstadt von Wusterhausen. Der Wunsch, zu erleben, wie ein zünftiger Umzug zum Erntefest auf die Beine gestellt werden kann, ging überzeugend in Erfüllung.

Von Wolfgang Hörmann

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