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Beim Dorffest in Werder ging es um den Spaß

Fliegende Seifenkisten und rückwärts rollende Rasentrecker Beim Dorffest in Werder ging es um den Spaß

Im Rückwärtsgang Slalom um 15 Kegel fahren? Auch für hartgesottene Rasentreckerfahrer eine knifflige Angelegenheit. Die Kegel fielen dabei so oft, wie auf der regulären Kegelbahn nebenan. Um Sekunden ging es auch beim Seifenkistenrennen mit vier Flitzern am Start. Das Dorffest in Werder, organisiert vom Verein „Freunde der Feuerwehr“, kam gut an.

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„Non ready“ in Siegerform: Jeannine Szillat (r.) aus Karwe – hier mit Töchterchen Vanessa – triumphierte in der Altersklasse 16 plus.

Quelle: Buddeke

Werder. „Dürfen die Frauen nicht einfach zweimal vorwärts fahren, statt einmal rückwärts?“, fragt Aranka Schulz angesichts des nicht gerade einfachen Parcours für das Rasentrecker-Geschicklichkeitsfahren. „Sonst nimmt mir die Polizei gleich den Führerschein weg“, erklärt sie und äugt zu den Beamten, die ein paar Meter weiter Fahrräder codieren. Doch die Regeln stehen fest und somit bleibt es an Ehemann Andy hängen, die Rasentrecker-Familienehre zu verteidigen. Auch den Männern passiert es, dass beim Rückwärts-Slalom um gut 15 Kegel diese nur so ins Purzeln kommen. Ungeachtet dessen ist der Spaßfaktor hoch. Von den fünf Startern, die am Sonnabend bei der Werderaner Dorfsause den rasenden Rasenritter geben, siegt am Ende Nico Poschmann.

Ritter der Rasentrecker

Ritter der Rasentrecker. Nico Poschmann (l.) siegte am Ende.

Quelle: Buddeke

Zuvor startet das nicht weniger spannende Seifenkistenrennen. Vier fliegende Kisten sind in drei Altersklassen am Start, darunter die „Non ready IV“ der Familie Szillat aus Karwe. Non ready bedeutet soviel wie „nicht fertig“ – will heißen, dass an der Seifenkiste immer wieder neu getunt wird. Kann aber auch ein Fingerzeig an die Konkurrenz sein: Ihr könnt uns nicht fertig machen. Oder: Wir sind noch lange nicht fertig mit euch. Wir – das sind Vater Stefan, Mutter Jeannine und die Töchter Anna und Vanessa. Anna hat aufgrund etlicher Rennen schon eine Favoritenposition am Start. „Scharfe Konkurrenzkiste“, sagt Stefan Szillat und äugt zum Mobil des gastgebenden Vereins „Freunde der Feuerwehr Werder“. „Aber die fürchten wir nicht“, sagt er.

Dominik beim Abwurf

Dominik beim Abwurf.

Quelle: Buddeke

In der Tat räumt Anna in der Altersklasse 5 bis 10 Jahre den ersten Platz ab – so wie ihre Mutter in der Altersklasse 16 plus. Die windschnittige Kiste der Gastgeber rollt unter Damian Müller als schnellste von der Rampe ins 150 Meter entfernte Ziel. „Wir machen das Seifenkistenrennen jetzt hier zum dritten Mal“, erzählt Vereinschef Tino Scholz. „Tendenz steigend“, vermerkt er zu den Teilnehmerzahlen. Das Rasentreckerrennen hingegen ist eine Premiere – kommt bei Akteuren und Publikum aber genauso gut an.

Dominik rollt und rollt

Dominik rollt und rollt.

Quelle: Buddeke

Währenddessen tummelt sich das Dorf noch um etliche andere Attraktionen, die sich die Organisatoren ausgedacht haben. Beim Bierglasschieben gewinnt Andy Schulz, beim Milchkannenweitwurf hat Steffen Berger die Nase – respektive Kanne – am weitesten vorn. Das gute Stück wiegt immerhin zehn Kilo. Daneben wird gekegelt und geschminkt, um Aal gewürfelt und das Gewicht dreier Karpfen geschätzt.

Brandschutz-Mobil

Brandschutz-Mobil: Damian siegt in der Kiste des Gastgebervereins.

Quelle: Buddeke

Auf der Wiese leuchtet in knalligem Türkis der Rallye-Trabi der Ruppiner Rennsportgemeinschaft – Timo Gottschalk und Jan Gantikow. Mit dem Safety-Fahrzeug waren die beiden bei der 17. ADAC-Fontane-Rallye mit dabei. In Werder dient das Kult-Gefährt für einen Familien-Wettkampf. Es gilt, einen Radwechsel auf Zeit durchzuführen.

Rennpappe der Ruppiner Rennsportgemeinschaft

Rennpappe der Ruppiner Rennsportgemeinschaft.

Quelle: Buddeke

Am Abend kommen dann die Tanzlustigen auf ihre Kosten – DJ Frank Mauer legt auf, was in die Beine geht. Die Organisatoren sind mit dem Fest mehr als zufrieden: „Wir haben bis halb drei gefeiert“, sagt Tino Scholz am Tag danach.

Der Horror-Rückwärts-Parcours

Der Horror-Rückwärts-Parcours: Nico Poschmann lenkt sorgfältig

Quelle: Buddeke

Von Regine Buddeke

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