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Ostprignitz-Ruppin Beim Kränzliner Sommerfest ging es bewegt zu
Lokales Ostprignitz-Ruppin Beim Kränzliner Sommerfest ging es bewegt zu
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00:23 26.08.2015
Ich geb Gas, ich will Spaß: Die Eisenbahn ist beliebt – nicht nur bei den Kids. Quelle: Regine Buddeke
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Kränzlin

Dornröschen ist blau. Dornröschen ist ein alter Bollerwagen aus Neuruppin, der friedlich neben dem Walslebener Rotkäppchen, Schneewittchen aus Werder und König Drosselbart aus Darritz in der Sonne schlummert. Immerhin 13 alte Handwägelchen – oftmals Marke Eigenbau – hat Gastgeber Mathias Köppen zusammengetragen. Der Kränzliner, der in seinem Saal Musikveranstaltungen für gute Zwecke ausrichtet, hat am Sonnabend zum ersten Sommerfest, mit selbst gebackenem Kuchen und handgemachter Musik, auf den Go-Kart-Hof eingeladen. Dass dabei alles im Zeichen der Mobilität steht, liegt auf der Hand.

„Einsteigen, Türen schließen“, ruft Köppen und lässt die Trillerpfeife tönen. „Opas und Väter einsteigen, oder zurückbleiben. Es geht nach Netzeband.“ Die Kinder und auch etliche Erwachsene lassen sich das nicht zweimal sagen, schon tuckert die kleine Eisenbahn Santa Fe über die Gleise – ein Mordsspaß wird es, wenn Lokführer Köppen am Steuerpult noch einen Zahn zulegt. „Es war ein arges Problem, die zu reparieren und in Gang zu bringen“, erzählt der stolze Besitzer über die mehr als 30 Jahre alte Miniatur-Eisenbahn, die er in Frankreich gekauft hat. „Am Kindertag haben wir sie eingeweiht – das war der Hit. Einmal haben wir darin 26 Kinder gezählt.“

Für Eric hätte das Motorrad gern noch mehr PS haben dürfen. Quelle: Regine Buddeke

Auf das Schaukelmotorrad passen indes höchstens zwei. „Meine Neuanschaffung“, freut sich Köppen. „Selbst meine Frau war schon drauf und glücklich“, sagt er und schmunzelt. Gerade versucht Eric, dem Gefährt noch ein paar mehr PS abzuringen – Rodeo geht anders. Die Oldtimertouren im Enten-Cabrio werden durch einen gerissenen Baudenzug vereitelt. „Schade“, ärgert sich sein Besitzer, Bastler Karl-Heinz Podorf.

Für Köppen steht der Spaß der Kinder klar im Vordergrund. „Wir machen halt gern etwas in Familie für Familien“, erklärt er. Die Fahrkarten sind kostenlos – stattdessen bittet der Gastgeber um Spenden ins Gitarrenloch. Für dieses Projekt, Köppen will damit junge Musiker unterstützen, sammelt er auch bei seinen Open-Stage-Konzerten. Nicht von ungefähr, denn Köppens eigene Musikerkarriere begann recht spät, als er an seinem 50. Geburtstag eine Gitarre geschenkt bekam. Auf der hat er sich in drei Jahren soweit eingespielt, dass der Offene-Bühne-Gastgeber selber mitmischt. Und auch beim Sommerfest lässt er es sich nicht nehmen, seine Songs ins Publikum zu schmettern. Wer will, singt mit. Das gilt auch für den Abend, wo jeder, der will, mit Instrument oder Stimme brillieren darf.

Von Regine Buddeke

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