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Ostprignitz-Ruppin Beim Plattsnack blieb kein Auge trocken
Lokales Ostprignitz-Ruppin Beim Plattsnack blieb kein Auge trocken
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00:18 14.06.2017
Damit er nach der Show mit Präsenten übersäht wird, verteilte Jens Wagner zwischendurch schon mal Plüschtiere. Quelle: Fotos: (2) Christian Bark
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Wittstock

„Speken deit dat woll kum noch enner von ju, aver verstahn mögt ehr dat woll noch können“, führte der Komiker Jens Wagner am Freitagabend sein Publikum im Wittstocker Rathaus ins Programm. Der 55-Jährige stammt aus Kiebitzreihe in Schleswig-Holstein, ist eigentlich gelernter Landwirt und war an diesem Abend der Kulturbeitrag der Stadt Wittstock zum 6. Tag des Niederdeutschen.

Jens Wagner war verwandlungsfreudig und schlüpfte in die Rolle der „Alma Hoppe“. Quelle: Christian Bark

„Kiebitzreihe liegt ganz in der Nähe unserer Partnerstadt Uetersen“, erklärte die Kulturamtsmitarbeiterin Petra Fastenrath. Über die Uetersener Nachrichten sei sie auf den Komiker aufmerksam geworden. „Ein Comedybeitrag ist mal was erfrischend Anderes für diesen Aktionstag“, sagte sie. Und so war Jens Wagner dem Ruf an die Dosse gefolgt, um die Wittstocker mit norddeutschem Humor und einem recht leicht verständlichen Platt zu belustigen.

Ein Tag fürs Plattdeutsche

Zum sechsten Mal wurde in Wittstock der Tag des Niederdeutschen gefeiert. Initiiert wird der Aktionstag jedes Jahr von der Stadt Wittstock.

Neben Musikern und Kabarettisten waren beim Tag des Niederdeutschen schon Mitglieder des Dachverbands der Sorben in Brandenburg vertreten. Dieser hatte die Gründung des „Vereins für Niederdeutsch im Land Brandenburg“ maßgeblich mit unterstützt.

Der Künstler ist mit der Sprache seiner Eltern und Großeltern aufgewachsen, wie er berichtete. Irgendwann bei zwei Flaschen Whiskey und einer Cola sei ihm der Gedanke gekommen, mit einem niederdeutschen Programm auf die Bühne zu gehen. Heute mache er das Hauptberuflich, für die Landwirtschaft bleibe nur noch am Rande Zeit.

Das Publikum im Rathaussaal hatte seinen Spaß. Quelle: Christian Bark

In seinem Programm „Comedy op Platt“ berichtete Jens Wagner über sein Leben – immer mit einem Augenzwinkern aber nie unwahrheitsgemäß, wie er betonte. Er schlüpfte nebenher noch in die Rolle der „Alma Hoppe“. Die ältere Dame gebe es in seinem Dorf wirklich – doch statt im Laden einzukaufen, gehe sie dort lieber hin, um zu „sabbeln“. Als Altbauer „Wilhelm Wuttke“ berichtete er seinem Urologen am Telefon über Potenzprobleme. Doch selbst mit einer Familienpackung Viagra hatte dieser das Problem nicht in den Griff bekommen.

„Wilhelm Wuttke“ sprach mit seinem Urologen über Potenzprobleme. Quelle: Christian Bark

In seinem Programm erinnerte Jens Wagner immer wieder an die „Gemütlichkeit“ alter Zeiten. Als die ganze Familie noch in einer Wanne nacheinander badete, statt dreimal am Tag zu duschen. „Darüm harren wi domaals nich so veele Kranheedn“, sagte der Komiker. In der Suppe hätten Bakterien nämlich keine Chance gehabt. Jens Wagner kritisierte in seinem Programm aber auch den Trend, dass in Deutschland jeder studieren müsste und immer mehr Auszubildende fehlten.

Amüsiert zeigte sich auch Heidi Schäfer von den „Freunden der neiderdeutschen Sprache“ aus Sewekow. Sie verwies zudem auf den nächsten Höhepunkt „op Platt“, den niederdeutschen Gottesdienst in der Sewekower Kirche. Dieser finde am Sonntag, 18. Juni, ab 15 Uhr mit der Pastorin Ute Eise­nack statt.

Von Christian Bark

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