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Beinahe-Stillstand auf der Großbaustelle

Rheinsberg Beinahe-Stillstand auf der Großbaustelle

Auf der Rathaus-Baustelle in Rheinsberg herrscht seit Wochen Beinahe-Stillstand. Die Stadt überlegt, wie sie den 7,7-Millionen-Euro-Bau nach Kündigung des Architekten fortführt. Über Details schweigt sie sich aus. Der Architekt, der den Bau unter anderem wegen ausbleibender Zahlungen hingeschmissen hat, kritisiert die Funkstille, die jetzt herrscht.

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Auf der Rathaus-Baustelle in Rheinsberg ist im Moment nicht viel los.

Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. Hinter verschlossenen Türen hat der Rheinsberger Bauausschuss am Montag über die Probleme am neuen Rathaus beraten, bei dessen Bau der Architekt Peter Köster vor drei Wochen die weitere Betreuung verweigert hat (die MAZ berichtete). Sein Vorwurf: mangelnde Kooperationsbereitschaft seitens der Stadt und ausbleibende Honorarzahlungen. Um genug Zeit für die Debatte darüber zu haben, hat das Gremium sogar fast alle weiteren Themen von der Tagesordnung gestrichen. Was dabei herausgekommen ist, soll aber nicht an die Öffentlichkeit dringen: Sowohl die Verwaltung als auch der Ausschussvorsitzende Jörg Möller halten sich mit Auskünften zurück.

„Es gibt Gespräche und Verhandlungen, die darauf abzielen, dass es auf der Baustelle weitergeht“, sagt Vize-Bürgermeister Peter Böthig. Das Rathaus beschäftige sich täglich mit dem Thema, ergänzt Stadtentwicklungsreferent Thomas Lilienthal. Ob die Kommune dabei nach einem Kompromiss mit dem Architekten oder nach einem neuen Objektbetreuer sucht, darüber schweigt die Verwaltung. Lilienthal sagt nur, dass es auf der 7,7-Millionen-Euro-Baustelle keinen absoluten Stillstand gibt: An Stellen ohne Schäden seien Handwerker auch ohne die Bauüberwachung des Planers dran. Möller sagt, dass der Ausschuss über verschiedene Varianten diskutiert habe, wie das Projekt fortgeführt wird, und wer Schuld an Problemen mit dem Bauwerk in der Seestraße trägt. Er selbst geht davon aus, dass beide Seiten ein Stück Verantwortung dafür tragen. Für Möller ist aber die wichtigste Frage, wie ein Konsens mit dem Architekten hergestellt werden kann. Er erwartet, dass dieser schnell gefunden wird.

Peter Köster berichtet indes, dass es kurz nach dem Abbruch der Arbeiten ein Treffen mit der Stadt gegeben hat – auf sein Betreiben hin. Dieses sei „sehr konstruktiv“ gewesen. Die beiden Seiten haben sich darauf geeinigt, dass sie einen Kompromiss anstreben, den Anwälte beider Parteien erarbeiten sollen. Seitdem habe er allerdings nichts mehr von der Stadt gehört. Was den Architekten neben der Funkstille, die schon zur Zuspitzung des sich über Jahre anbahnenden Konflikts geführt hat, aber noch mehr ärgert: Er habe der Stadt vor dem Baustopp ein Papier mit Handlungsempfehlungen für die Baustelle überreicht. So sollte die Stadt beispielsweise offene Stellen mit Planen sichern, damit der Bau während des Stillstands keinen Schaden nimmt. Doch die Verwaltung habe die Hinweise einfach ignoriert.

Von Celina Aniol

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