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Beirat für mehr Kurtaxe in Rheinsberg

Mehr Kurtaxe Beirat für mehr Kurtaxe in Rheinsberg

Die Kurtaxe in Rheinsberg soll steigen. Das fordern die Mitglieder des städtischen Beirates für Tourismuswirtschaft. Zugleich soll den Besuchern der Stadt aber auch mehr geboten werden – so etwa attraktive Rad- und Wanderwege. Rheinsberg gibt in der Gästebranche seit Jahren mehr aus, als über die Kurtaxe eingenommen wird.

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Rad- und Wanderwege sollen attraktiver werden.

Quelle: Peter Geisler

Rheinsberg. Ein Loch in die Stadtkasse reißen, nur damit es den Touristen vor Ort möglichst gut geht? So handelte in den vergangenen Jahren die Stadt Rheinsberg. Mehr als 400 000 Euro im Jahr 2013 und knapp 300 000 Euro im Jahr 2014 mehr, als über die Kurtaxe eingenommen wurde, gab die Prinzenstadt für die Gästebranche aus. Selbst Fachleute sind dagegen, dass es so bleiben soll. So sprach sich jetzt der Tourismuswirtschaftsbeirat dafür aus, dass die Abgabe von derzeit 1,30 Euro auf 1,50 Euro ab dem kommenden Jahr steigt. Allerdings pocht das Gremium weiter darauf, dass mit der Erhöhung auch die Leistungen besser werden, die die Stadt im Bereich Fremdenverkehr anbietet. Das berichtet der Beiratsvorsitzende Steffen Jakuttek.

Damit das auch tatsächlich umgesetzt wird, hat der Beirat diese Bedingung auch in den Beschlusstext der Beitragsänderung aufnehmen lassen. Dieser wird den Stadtverordneten Ende Oktober vorgelegt, wenn sie über die Kurbeitragserhöhung entscheiden.

Was genau passieren soll, damit das Angebot für die Gäste der Stadt besser wird, das beschreibt das neue Tourismusentwicklungskonzept für Rheinsberg. Da dieses Papier den Beiratsmitgliedern nun nur im Entwurf und nicht in der Endfassung vorlag, hagelte es Kritik. Immerhin soll das Konzept zur entscheidenden Sitzung der Stadtverordneten im Oktober fertig sein.

Gästezahlen seit Jahren etwa konstant

In welche Richtung sich das Angebot bewegen muss, ist für Steffen Jakuttek indes klar. Die IFT Freizeit- und Tourismusberatungsgesellschaft aus Potsdam hat bei dem Konzept herausgearbeitet, dass in den meisten touristischen Orten der Mark sowohl die Gäste- als auch die Übernachtungszahlen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, während sie in Rheinsberg etwa konstant geblieben sind. Damit die Stadt auf diesem Gebiet weiter unter Brandenburgs Gästehochburgen bleibt, gebe es zwei Gebote, so Jakuttek: die Saisonzeit verlängern und die Auslastung der bestehenden Betriebe verbessern. Das kann zum einen durch die Verbesserung des Ortsbildes oder durch attraktivere Wander- und Radwegrouten erreicht werden. Zum anderen sei es notwendig, sogenannte Schlechtwetterangebote auszubauen. Sprich: interessante Beschäftigungen für Regenwetterzeiten.

Daneben sei es wichtig, dass so viele Bettenanbieter wie möglich weiter an der Qualitätsschraube drehen. Eine gute Möglichkeit dabei sei, sich Zertifizierungen zu unterziehen. „Wenn man die Anforderungen in der Hand hält, weiß man, worauf man achten muss“, sagt Jakuttek. „Das kann ein guter Anstoß für einen Betrieb sein, an der Qualität in Bereichen zu arbeiten, an die man früher vielleicht gar nicht gedacht hat.“ Davon gehe auch der Landestourismusverband aus. Was für große Häuser inzwischen fast selbstverständlich ist, könne kleine Ferienanbieter allerdings überfordern, da solche Zertifizierungen sehr aufwendig sind.

Beiratschef plädiert für Veranstaltungsmanager

Der Weg hin zu mehr Professionalisierung sei aber auf jeden Fall der richtige. Jakuttek setzt sich deshalb auch dafür ein, dass in Rheinsberg künftig ein Veranstaltungsmanager die Fäden in der Hand hält. Damit die Kosten den Rahmen nicht sprengen, könnte die Stadt dabei vorerst auf Fachleute aus Neuruppin zurückgreifen, die Rheinsbergs Veranstaltungen mitbetreuen.

Denn die Personalkosten im Tourismusbereich lasten schwer auf der Prinzenstadt. Ein Großteil der Kurtaxeneinnahmen fließen laut Jakuttek in die Bezahlung der Tourismusinformationsstellen-Mitarbeiter, die das ganze Jahr über im Einsatz sind. Zu viel sei das dennoch nicht, sagt Jakuttek. Das zeige auch die Analyse des aktuellen Tourismuskonzepts. Der Tourismusfachmann wünscht sich sogar noch mehr Mitarbeiter. Diese könnten zum Beispiel die Vermarktung der Stadt im Internet vorantreiben. „Das kann man nicht nebenher erledigen“, so Jakuttek. „Dafür brauchen wir einen Experten, der sich ganzjährig darum kümmert.“

Von Celina Aniol

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