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Ostprignitz-Ruppin Benzingespräche und Kult-Fahrzeuge
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00:18 16.08.2017
Zahlreiche Trikes waren ausgestellt. Quelle: Peter Lenz
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Alt Lutterow

Mehrere hundert Motorrad- und Autofans strömten am Wochenende nach Alt Lutterow, wo das 25. Biker-, Triker- und Trabitreffen gefeiert wurde. Eingeladen dazu hatten die Mitglieder des Biker-, Triker- und Trabi-Vereins (BTT). Die Gäste reisten mit ihren Fahrzeugen aus dem In- und Ausland an.

Mit einem Eröffnungs-Gottesdienst begann am Sonnabend die Veranstaltung. Pfarrer Jann Branding aus Flecken Zechlin sprach in seiner Predigt allen Bikern und auch den anderen Fahrern den Segen für das kommende Jahr aus. Zugleich gedachten sie zusammen all jenen, die verstorben sind.

Bei dem Treffen kamen die Teilnehmer, die sich oft aus den Vorjahren kannten, schnell untereinander ins Gespräch und tauschten sich über ihr Hobby aus. Der Vorsitzende des Biker-, Triker- und Trabi-Vereins, Peter Sinnreich, freute sich besonders über einen jungen Mann, der bereits seit nunmehr zehn Jahren immer wieder dieses Treffen besucht und seine eigene ungewöhnliche Geschichte zu erzählen hat.

Oldtimerfan Paul Beier vor seinem Trabi. Quelle: Peter Lenz

Gemeint war der 17-jährige Paul Beier aus Wutzetz bei Friesack (Havelland) – ein eingefleischter Oldtimerfan. Bereits im Kindergartenalter wurde er vom Alteisenvirus infiziert. „Schuld“ daran war seine Kindergärtnerin, welche einen Trabi fuhr. Paul wünschte sich bald nichts sehnlicher, als solch einen Wagen zu besitzen. Mit sieben Jahren wurde sein Wunsch dann Wirklichkeit, als seine Eltern ihm einen himmelblauen Trabant 601 zum Geburtstag schenkten. Eigentlich sollte Paul das Auto nur zum Spielen benutzen, der Wagen sollte also niemals zum Laufen gebracht werden. Doch Pauls Großvater hatte als gelernter Kfz-Mechaniker einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) andere Pläne. Er restaurierte das DDR-Kultauto und so kam anstelle eines Spielautos dieser blaue Trabant als Geburtstagsüberraschung vorgefahren.

Der Beginn einer Sammelleidenschaft

Damit begann die Sammelleidenschaft von Paul Beier. Nach weiteren Trabis kamen noch ein Wartburg und Motorräder aus DDR-Produktion hinzu. Neulich verwirklichte sich der 17-Jährige einen Traum und schaffte sich einen Trabant Kübel an. „Finanziert habe ich dies durch Ferienarbeit und Gelegenheitsjobs. An den Fahrzeugen mache ich heute schon vieles selbst, wobei ich dabei von meinem inzwischen 82-jährigen Opa unterstützt werde“, erzählte Paul Beier.

Dass die Begeisterung für den Trabant noch immer ungebrochen ist, zeigten in Alt Lutterow auch die zahlreichen weiteren Trabifans. So reiste Axel Rudolf mit seinem Trabant 601, Baujahr 1987, und dem dazugehörigem Wohnanhänger, Baujahr 1986, zum Treffen an. Aber nicht nur Liebhaber der „Rennpappe“ kamen auf ihre Kosten , sondern natürlich auch die Fans von Motorrädern und Trikes. Wie in den vergangenen Jahren gab es auch diesmal eine Ausfahrt in das mecklenburgische Sietow. Außerdem wurden Fahrzeuge nach Zustand und Originalität bewertet.

Im nächsten Jahr ist das Treffen in Alt Lutterow am 3. und 4. August.

Von Peter Lenz

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