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Bereits eine Woche Bauverzug in Kyritz

Gesperrte Bach-Straße Bereits eine Woche Bauverzug in Kyritz

Seit exakt einem Monat erst, seit dem 25. April, wird in der Kyritzer Bach-Straße gebaut. Und doch beläuft sich der Bauverzug auf schon sechs Tage. Halb so schlimm und wenig überraschend, sagen die Bauleute. Denn eine Ursache seien die Archäologen, mit denen von vornherein gerechnet wurde. Sie haben nun also offensichtlich gut zu tun und entdeckten bereits viel Spannendes.

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Vom Kirchturm aus hat man einen guten Überblick über die Baustelle in der Johann-Sebastian-Bach-Straße in Kyritz.

Quelle: André Reichel

Kyritz. Die aktuell größte Baustelle innerhalb von Kyritz, die gesperrte Bach-Straße, scheint die Anwohner nicht großartig umzutreiben. Zu einem Ortstermin der Stadt, bei dem am Dienstag Sorgen und Nöte kundgetan werden sollten, kam jedenfalls kaum einer. Dafür wurde bekannt, dass sich der Bauverzug wegen der Archäologen schon auf eine Woche summiert – obwohl exakt erst seit einem Monat gebaut wird. „Die Befundlage der Archäologen ist wesentlich größer und interessanter, als wir es uns je erträumt hätten“, sagte der von der Stadt Kyritz mit der Bauplanung beauftragte Volker Südmeier.

Knochenkammwerkstatt, Bohlenwege, mittelalterlicher Schmuck

Entlang der Trasse für den neuen Regenwasserkanal entdeckte das Grabungsteam eine Knochenkammwerkstatt, gut erhaltene Bohlenwege, mittelalterlichen Schmuck und jüngst eine Hausgrube aus der gleichen Zeit. Das Archäologenteam wurde indes verstärkt, um weiteren Verzug vorzubeugen. Volker Südmeier, der zusammen mit Holger Ebert, Tiefbauverantwortlicher bei der Stadtverwaltung, und Siegfried Wichert von der Wittstocker Tiefbaufirma bei dem Termin anwesend war, erläuterte den Anwohnern die Regenwasseranlage, die gerade im Entstehen ist. Diese besteht aus Betonschächten und Rigolenkästen, die das Wasser nach und nach wieder abgeben.

Volker Südmeier (2vr) erläuterte den Bauablauf

Volker Südmeier (2.v.r.) erläuterte den Bauablauf.

Quelle: André Reichel

Üblich wären eigentlich Betonrohre, doch der Kanal Bahnhofstraße erwies sich in der Vergangenheit bei Starkregen als Nadelöhr. „Die Rigolenkästen haben eine fünfmal höhere Speicherkapazität und bieten eine höhere Sicherheit als die Betonrohre“, erklärte Südmeier. Damit, so hofft der Bauplaner,werde es künftig nur noch alle fünf Jahre, statt wie sonst durchschnittlich einmal im Jahr, zu einer Havarie, also dem Überlaufen des Kanals, kommen.

Derzeit sind die Bauleute damit beschäftigt, die Hausanschlüsse der Regenwasserleitung zu installieren. Die Anwohner haben in dem Zuge die Möglichkeit, auch ihre Hofflächen mit anschließen zu lassen. Innerhalb der nächsten zwei Wochen sollen die Arbeiten an der neuen Trinkwasserleitung beginnen. Südmeier ist zuversichtlich, den Zeitverzug wieder aufholen zu können.

Von André Reichel

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