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Ostprignitz-Ruppin Dunkler Januar, heller Februar
Lokales Ostprignitz-Ruppin Dunkler Januar, heller Februar
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00:40 09.03.2018
Obelisk im Schlosspark Rheinsberg im Winterwetter mit Schloss Rheinsberg und Eis auf Grienericksee. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Eine Regel besagt: „Ist bis Dreikönig (6. Januar) kein Winter, so folgt auch keiner mehr dahinter“. In vier von fünf Fällen ist das statistisch so, nur nicht im diesjährigen Winter. Der meteorologische Winter 2017/18 startete am 1. Dezember wie die meisten Winter hierzulande, nämlich zu mild. Diese nicht enden wollende sehr milde Witterung einhergehend mit wenig Sonnenschein und reichlich Niederschlägen dauerte bis zum Anfang des Februars.

Schneemann bauen war auch in diesem Winter nicht möglich, entweder es gab keinen Schnee, oder die ein bis zwei Zentimeter Schnee waren, wie Ende Februar, wegen der tiefen Temperaturen zu trocken. Für die Berufspendler der Region ist die kalte Jahreszeit zum wiederholten Male gut verlaufen, denn typische Erscheinungen des Winters wie Schnee- und Eisglätte, schlechte Sicht oder auch das morgendliche Eis kratzen hielten sich in einem sehr erträglichen Rahmen.

Dunkelkammer des Winters

So ging schon am 1. März um 0 Uhr ein Winter zu Ende der wieder fast keiner war. Warum am 1. März? Bei der Berechnung machen es sich die Meteorologen hier einfach, einzelne Monate lassen sich statistisch besser auswerten und vergleichen als die astronomischen Jahreszeiten. Doch auch kalendarisch gesehen ist vom Winter nun nicht mehr allzu viel zu erwarten.

Die Wintersonne meinte es im Dezember und Januar überhaupt nicht gut mit der Region. Gerade einmal 24 Sonnenstunden pro Monat registrierten die Messgeräte im Ruppiner Land. Licht in die „Dunkelkammer“ des Winters kam mit dem Februar. Geradezu eine Befreiung war er mit seinen 136 Sonnenstunden. So viele gab es in einem Februar bei uns bisher noch nicht! Insgesamt kamen so doch noch rund 185 Wintersonnenstunden zusammen, normal wären lediglich 131 gewesen.

Temperaturen sackten weit unter Null

Um festzustellen dass der Winter zu warm war, musste man kein Wetterprofi sein. Eine Wetterlage, in der ein Skandinavien-Hoch die russische Kaltluft anzapfen kann, kam bis zum Ende des Winters nicht zu Stande. Daher sank an lediglich vier Tagen von Dezember bis Januar die Temperatur in der Region auf unter minus zehn Grad. Auf über zehn Grad plus stieg sie dagegen verbreitet an sieben Tagen dieser beiden Monate.

Anders das Bild im Februar. Zehn Grad plus gab es nun überhaupt nicht mehr, dafür aber vielerorts vier bis sechs Tage mit Werten von unter minus zehn Grad. Nachtfrost registrierte man nun täglich. Das schlug sich bei den Durchschnittstemperaturen nieder. Von Neuruppin über Kyritz bis nach Wittstock waren der Dezember und Januar mit drei bis dreieinhalb Grad um drei bis vier Grad zu warm. Der Februar brachte es auf durchschnittlich minus eineinhalb bis minus zwei Grad. Normal wären null Grad gewesen.

Überdurchschnittliche Temperaturspanne

Alles summierte sich letztendlich zu einer Winterdurchschnittstemperatur von rund plus 1,7 Grad Celsius. Der Unterschied zum Referenzwert der langjährigen Klimareihe, er liegt bei genau null Grad, war klimatologisch gesehen immer noch erheblich. Die Temperaturspanne des Winters war überdurchschnittlich. Den wärmsten Tag des Winters erlebte die Region ausgerechnet am Neujahrstag mit zehn Grad in Wittstock und bis zwölf Grad in Neuruppin.

Auch der 24. und 25. Januar waren noch einmal ähnlich warm. Bis auf minus 13 Grad sank die Temperatur in der Fontanestadt dagegen am Morgen des 28. Februars. „Kältepol“ der Region war jedoch wieder einmal Wittstock mit minus 16 Grad knapp gefolgt von Kyritz. Zur Erinnerung: Die „Winterrekorde“ für die Region liegen bei frühlingshaften plus 18 Grad (21.02.1990) und fast minus 25 Grad (27.02.1986).

Trockener Februar

Die vergangenen drei Monate waren in Neuruppin und Kyritz zusammen gesehen niederschlagsnormal, in Wittstock dagegen etwas zu nass. Im Dezember fielen von Neuruppin über Kyritz bis nach Wittstock meistens 38 bis 44 Liter Niederschlag, das entsprach nur etwa 80 bis 85 Prozent vom Normalen. Der Januar brachte mit 66 bis 83 Liter Regen und Schnee verbreitet 30 Liter zu viel Niederschlag. Im üblicherweise trockensten Monat des Jahres, dem Februar, gab es dann vielerorts nur fünf bis zehn Liter. Die höchsten Monatssummen gab es dabei immer in Wittstock.

Was erwartet uns im Frühling? Ein Rückblick: Die Monate März, April und Mai sind bekannt für ihre Ausschläge mal in Richtung Winter mal in Richtung Sommer. Minus 20 Grad im März, wie 1965, sind genauso möglich wie plus 30 Grad im April, geschehen 1968. Bis zu 28 Zentimeter Schnee lagen im März 1979. Frostige Nächte können sich bis in den Mai hinein ziehen.

Von Thomas Hinz

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