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Ostprignitz-Ruppin Berlinchen will das Dorfleben ankurbeln
Lokales Ostprignitz-Ruppin Berlinchen will das Dorfleben ankurbeln
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02:15 16.11.2015
Das Dorfhaus in Berlinchen könnte aus Sicht des Ortsbeirates einige Probleme lösen, wenn es entsprechend saniert werden würde. Quelle: Björn Wagener
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Berlinchen

Der Ortsbeirat von Berlinchen wünscht sich, dass das Dorfhaus im Ort umgebaut und saniert wird. Das wurde jüngst auf der Beiratssitzung betont, nachdem das Anliegen im September an Bürgermeister Jörg Gehrmann herangetragen wurde – samt Planentwurf und Kostenschätzung von Bauingenieurin Elke Meißner. Unterschrieben ist der Antrag von Ortsvorsteherin Dorit Kohsow und Beirat Dieter Welchering. Nach ihrer Ansicht sei der Umbau nötig, weil es in Berlinchen „keinen Raum gebe, in dem sich mehrere Dorfbewohner versammeln können.“ Diese Situation führe dazu, dass bei diversen Anlässen wie Filmabenden, Frauengymnastik, Bürgerversammlungen oder kulturellen Veranstaltungen die Einwohner „gezwungen sind, auf Räume in anderen Dörfern auszuweichen.“

Gerade älteren Einwohnern falle es schwer, notwendige Fahrten in Nachbardörfer zu organisieren, und jüngeren Menschen in Berlinchen fehle oftmals der Antrieb, nach einem anstrengenden Arbeitstag noch mit dem Fahrrad oder Auto in andere Dörfer zu fahren, um Veranstaltungen zu besuchen. Die Folge: Das Gemeinschaftsleben im Dorf leidet. Es wird sogar befürchtet, dass es ganz zum Erliegen kommen könnte.

Der Speiseraum der alten Schule könnte zum Festsaal werden

Das Dorfhaus könnte dabei aus Sicht des Beirates die Lösung sein. Denn die ehemalige Schule verfügt über einen großen Raum, dem einstigen Speisesaal. Die übrigen Räume würden als Jugendklub genutzt. Außerdem sei von Dorfbewohnern in Eigeninitiative eine Küche eingerichtet worden. Zwar stehen eine Toilette und ein Waschbecken für den Klub zur Verfügung, aber es gebe keine Toiletten, die während Veranstaltungen genutzt werden könnten, heißt es in dem Antrag zum Umbau. Deshalb wird der Einbau von Toiletten als wichtigste Maßnahme angesehen. Außerdem wird vorgeschlagen, Trennwände zu entfernen, um mehr Platz zu schaffen, ebenso die Erneuerung von Wand- und Bodenfliesen oder der Elektroinstallation, den Umbau der Küche und die Sanierung des Dachstuhles. Eine erste Kostenschätzung in dem Antrag geht von rund 100 000 Euro aus. „Die Jugendlichen sollen natürlich nicht vergessen werden“, sagt Dorit Kohsow. Laut Sanierungsentwurf könnten sie im Dachgeschoss ihren Treffpunkt einrichten. Denn dort gebe es einen zu früheren Zeiten ausgebauten Raum, der sich für diesen Zweck eignen würde, heißt es. Er könne mit verhältnismäßig wenig Aufwand (Wärmedämmung, neue Innentüren) entsprechend hergerichtet werden.

Der Stadt Wittstock liegt der schriftlich formulierte Wunsch aus Berlinchen vor, bestätigt der Vize-Bürgermeister Dieter Herm. Die Verwaltung beschäftige sich damit, allerdings sei noch nicht darüber entschieden worden, wie damit umgegangen werden soll.

Von Björn Wagener

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