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Ostprignitz-Ruppin Bronze für Bernd Haase aus Wittstock
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bronze für Bernd Haase aus Wittstock
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04:27 31.07.2015
Für die Gestaltung dieser Doppelgrabstelle bekam Wittstocks Friedhofsgärtner Bernd Haase zweimal Bronze auf der Buga. Quelle: Privat
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Witstock

Lila schlängelt sich die „Havel“ durchs blumige Bild auf dem Grab: Die optischen Anleihen an die Farbenpracht der Havelregion sind gewollt und brachten dem Wittstocker Friedhofsgärtner Bernd Haase jetzt auch Anerkennung ein. Zwei Bronzemedaillen gab es für ihn auf der Bundesgartenschau (Buga) im Havelland für die gelungene Gestaltung einer Doppelgrabstelle. Außerdem ist seine Friedhofsgärtnerei auf der Schau auch noch mit einem gestalteten Einzelgrab vertreten. Präsentiert werden beide auf dem Domfriedhof in Havelberg, der neben Rathenow, Stölln, Brandenburg und Premnitz noch bis zum 11. Oktober zum Schlendern, Schauen und Staunen einlädt.

Freut sich über den Erfolg auf der Buga: der Wittstocker Friedhofsgärtner Bernd Haase. Quelle: Björn Wagener

Wenn man komprimiert eine Blütenpracht erleben will, empfiehlt Haase ohnehin den Domfriedhof. Natürlich seien auch die anderen Standorte sehenswert, allein die durch ihre gewundene Architektur ins Auge fallende Weinbergbrücke in Rathenow, „aber nur für Rathenow braucht man etwa fünf Stunden. Danach ist man platt“, sagt Haase. Denn ein Buga-Besuch sei eben auch anstrengend. Der Friedhofsgärtner hat persönlich den Eindruck, dass die Buga gut besucht ist und mitunter auch viele Fachfragen zu gestalterischen Themen eine Rolle spielen.

Trotzdem kündigt Bernd Haase an, dass seine gärtnerische diesjährige Präsentation auf der Buga die letzte ihrer Art sein werde. Denn der Aufwand für Aufbau, Gestaltung und Pflege eines solchen optischen Highlights sei unverhältnismäßig hoch. Das Ganze müsse mit rund 20 000 Euro veranschlagt werden. Außerdem ist Bernd Haase als Fachmann und Vorsitzender der Friedhofsgärtner in Berlin/Brandenburg auch in der derzeitigen Vorbereitung Wittstocks auf die mögliche Ausrichtung der Landesgartenschau (Laga) in Jahr 2019 involviert. „Wenn die Schau tatsächlich nach Wittstock kommt, dann wird das mein Abschiedsgeschenk an die Stadt“, sagt er. Denn danach würde er seine Verkaufsstelle für Schnittblumen voraussichtlich schließen. Als Grund nennt er die Folgen der Mindestlohnregelungen. Sollte der Laga-Zuschlag an Wittstock vorbeigehen, könne die Schließung auch schon früher stattfinden. Die Friedhofsgärtnerei wäre davon aber nicht betroffen.

Von Björn Wagener

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