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Berühmte Söhne der Stadt kehren zurück

Wittstock Berühmte Söhne der Stadt kehren zurück

Die Ahnengalerie der Polthier-Familie ist am Mittwoch in der Wittstocker Bibliothek eröffnet worden. Nach dem berühmten Sohn der Stadt Dr. Wilhelm Polthier ist auch eine Schule und eine Straße benannt. Am Dienstag waren die Nachfahren zu Besuch.

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Die Polthier-Familie kam zur Eröffnung der Ahnengalerie.

Quelle: Gerd-Peter Diederich

Wittstock. Ein kleines buntes Buffet, Sekt und Säfte in Gläsern und Live-Musik von einem Saxophonisten empfingen die Besucher am mittwoch im Kontor in der Bibliothek in Wittstock. Die Ahnengalerie Polthier im Projektraum der Bibliothek wurde eröffnet. Zwar hatten schon viele Menschen dieser Stadt die 35 Porträtmalereien gesehen, die Dr. Wilhelm Polthier (1892-1965) zusammengetragen hatte und die sich im Besitz seines Sohnes Heinrich Polthier befand, bevor sie erst im Jahr 2012 an die Stadt Wittstock übergeben wurde. Damals war es eine provisorische Ausstellung bis zum Zeitpunkt einer umfassenden Restauration aller über 100 Jahre alten Gemälde.

Stadtsanierer Markus Hennen erklärt die Ahnengalerie

Stadtsanierer Markus Hennen erklärt die Ahnengalerie.

Quelle: Gerd-Peter Diederich

Dieser Prozess ist jetzt abgeschlossen, alle Bilder sind inzwischen von den Dresdner restauratoren nach Wittstock zurück gekehrt. Inzwischen hatte sich Markus Hennen, als Stadtsanierungsbeauftragter bei vielen Wittstockern bekannt geworden, um die Ausstellungsgestaltung unter fachlichen Aspekten verdient gemacht und eine Neuhängung der Gemälde konzipiert. So sind nun nicht mehr alle Bilder in diesem Projektraum zu sehen, dafür ist jetzt aber mit den an die Wände geschriebenen Ahnennamen wie ein roter Faden auch die Verwandtschaftslinie gezeichnet, in der stadtbekannte Größen aus Kommunalpolitik, Wirtschaft, Kunst, Kultur und Wissenschaft verbandelt sind. Das Ergebnis wurde gestern im Beisein von acht direkten Nachkommen, Kinder von Dr. Wilhelm Polthiers beiden Söhnen Heinrich und Eberhard Polthier, als Neueröffnung mit fast 50 weiteren Gästen gefeiert.

Dorothea Stüben, Stellvertreterin des Bürgermeisters, begrüßte die Besucher und erinnerte anfangs an den Weg und Werdegang, wie die Stadt Wittstock in den Besitz dieser umfassenden gemalten Ahnengalerie des anerkannten Ahnenforschers Dr. Wilhelm Polthier gelangt ist. Stüben dankte ausdrücklich Sabine Steinbach und ihrem Ehemann Gerd als die eigentlichen Initiatoren und Netzwerker, die für die enge neue Verbindung zu den Polthiers seit 1997 gesorgt hatten.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Ziegler (r) und die Wittstockerin Ina Muhß als Landtagsabgeordnete (2vr) waren dabei

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Ziegler (r.) und die Wittstockerin Ina Muhß als Landtagsabgeordnete (2.v.r.) waren dabei.

Quelle: Gerd-Peter Diederich

Ursprünglich wollte Sabine Steinbach, damals noch Schulleiterin der gesamtschule 5 ohne namen, nur das Einverständnis der Söhne des bereits 1965 gestorbenen Dr. Wilhelm Polthier,dass diese Schule den Namen des bedeutenden Genealogen als Oberschule führen darf. Daraus ist dann eine enge Beziehung der Eheleute zu den Polthiers entstanden und gemeinsam mit Eberhard Polthier konnten sie auch Dr. Heinrich Polthier überzeugen und bewegen, dass er die in seinem Besitz befindliche Ahnengalerie als wichtigen Teil der Wittstocker Stadtgeschichte der Stadt Wittstock überläßt. Eberhard Polthier wußte um den Zustand der Bilder und legte seinerseits auf diese Schenkung an die Stadt auch dreimal Geld mit dazu, mit dem die Restaurierung bewerkstelligt werden sollte.

Mitglieder der Großfamilie sind angereist

Zur Neueröffnung am Mittwoch äußerten die angereisten Mitglieder der Großfamilie nicht nur Zufriedenheit, sondern lobten ausdrücklich den sorgsamen Umgang der Stadtverantwortlichen und von Beauftragten markus hennen mit diesem Erbe. Wie aus ihren Kreisen heraus zu hören war, waren für die Restaurationskosten 20000 Euro aus der Spende in drei Tranchen des leider im Jahr 2016 verstorbenen Eberhard Polthier aufgewendet worden. Zusätzlich ist auch der Ausstellungsraum, als Projektraum in der Bibliothek bekannt, jetzt mit UV-Schutz versehen worden.

Die Galerie besteht nun als Dauerausstellung im Kontor und an der vorangegangenen Strukturierung der Bilderhängungen waren sogar Schüler von der Dr. Wilhelm-Polthier-Oberschule beteiligt.Der Fortgang der Galerieneugestaltung interessierte durchgängig besonders Enkel Robert Polthier, Sohn des Erblassers Dr. Heinrich Polthier, in der gesamten Zeit der Aufarbeitung.Er richtete zur Eröffnung mehr als zufrieden auch den besonderen dank der Familie an Markus Hennen, an die Restauratoren und an das Ehepaar Steinbach.Für die Besucher erklärte er, dass diese Ahnenreihe einst das Wohnzimmer in der Familienvilla in Berlin geziert hatte, in der oft Familientreffen stattgefunden haben.“Mit diesen vielen Porträts an allen Wänden waren wir auch von allen Seiten unter Beobachtung. Oft genug haben wir auch gerätselt, wer mit wem in der Ahnenreihe zusammen ging, bis wir das Puzzle gelöst hatten“, sagt Robert Polthier. Als es um die Schenkung gegangen sei, habe jedoch festgestanden, dass die Galerie nur komplett übereignet werden soll und dass sie nach Wittstock in die Geburtsstadt des Großvaters verschenkt werden sollte, sei ihnen dann nicht schwer gefallen.

Bibliotheksleiterin Georgia Arndt dankte allen Beteiligten für die Wahl im Kontor als Dauerausstellungsraum dieser Galerie: „Ich bin total stolz, dass die Bilder hier hängen dürfen und die nicht ausgestellten anderen Bilder in unserem Fundus gut für weitere und spannende Sonderausstellungen zur Verfügung stehen.“

Markus Hennen lud die Polthiers nach der festlichen Neueröffnung zu einem Stadtrundgang durch das historische und das moderne Wittstock ein.

Von Gerd-Peter Diederich

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