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Beruf und Hobby: Auto fahren!

Interview “Mein Beruf“ Beruf und Hobby: Auto fahren!

Gerald Schülke ist Inhaber der Fahrschule Kübeck in Kyritz. An seinem Job mag er besonders das Arbeiten mit jungen Menschen. In seiner Freizeit sitzt der Fahrlehrer lieber selbst hinterm Steuer. Wir stellen ihn im Interview vor.

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Fahrschülerin Luisa Sedlmeier und ihr Fahrlehrer Gerald Schülke kurz vor der Abfahrt zur nächsten Fahrstunde.

Quelle: Sandra Bels

Kyritz. Gerald Schülke ist seit 19 Jahren Fahrlehrer in Kyritz. Ihm gehört die Fahrschule Kübeck. Das Interview fand Anfang Februar im Büro der Fahrschule an einem Tisch statt, an dem er und seine Mitarbeiter auch oft zusammensitzen. Schülke hatte gerade eine Busfahrerschulung für den Tag abgeschlossen.

Kann jeder Autofahren lernen?

Eigentlich ja. Ich hatte bisher nur sehr wenige Fahrschüler, die nicht ans Ziel gekommen sind. Sie hatten Probleme, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Das Denken mit dem Lenken zu koordinieren ist nicht so einfach.


62 Jahre. Es war ein Mann, der aufs Land gezogen ist und nun einkaufen fahren musste. Ich werde ihn nie vergessen. Wir haben eine hervorragende Zeit verbracht und uns viel unterhalten.


Ja, die der 17-Jährigen. Je jünger man ist, umso lernfähiger ist man. Ich habe das große Glück, dass ich junge Menschen ausbilden darf. Sie kennen die Lernstrategien aus der Schule. In den großen Städten sind die Fahrschüler meist älter als hier bei uns auf dem Land.


Ich fahre sehr gern Auto. Vor allem selbst. Dann rollt mein Wagen ganz sanft über die Straße. Meine Fahrschüler bremsen ja doch einmal öfter.


Frauen können besser zuhören und nehmen Sachen besser auf. Bei Männern ist das räumliche Einschätzen von Natur aus besser ausgeprägt. Dennoch parken Frauen nicht schlechter ein als Männer. Sie suchen sich meist nur eine größere Lücke.


Nein, ich atme anders, wenn etwas ist (lacht). Ich beobachte alles. Sage aber nur etwas, wenn sie mich fragt. Das ist auch so, wenn ich bei Freunden oder Bekannten mitfahre. Sie wollen meist von mir wissen, wie sie gefahren sind. Nach Feierabend fahre ich am liebsten selbst.


Ich sag mal so zwei bis drei Monate von der Beantragung bis zur bestandenen Prüfung.


Da möchte ich mich nicht festlegen. Das kommt immer auf den einzelnen Fahrschüler an.

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Leider ja. Ein Motorradfahrschüler kam mit etwa 40 Stundenkilometern von der Straße ab, weil er eingeschlafen war. Er hat sich zum Glück nicht schwer verletzt.


Bevor es auf die Straße geht, müssen die Fahrschüler auf dem Fahrschulplatz üben. Sie müssen ihr Fahrzeug sicher bedienen können. Außerdem trainiere ich Kommandos mit ihnen, die später wichtig für die Verständigung per Funk zwischen mir und dem Schüler sind.

Haben Sie manchmal Angst, wenn Sie neben einem Fahrschüler sitzen?

Nein, nie.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?

Das Arbeiten mit Menschen, vor allem mit jungen. Sie erzählen mir von ihren Träumen und Zielen. Sie sind noch so unbefangen und fröhlich.

Wie schalten Sie ab?

Das kann ich von einer Minute zur anderen. Vor allem auch deshalb, weil ich mich immer darauf verlassen kann, dass alles perfekt weiterläuft, auch wenn ich einmal nicht da bin. Am liebsten schalte ich aber beim Spielen mit meinen Enkelkindern ab.

Familienbetrieb seit einem Vierteljahrhundert

Die Fahrschule Kübeck ist ein Familienunternehmen in Kyritz und hat ihren Sitz in der Innenstadt, Klosterstraße 16a. Sie wurde im Jahr 1991 von Fahrlehrer Ernst Kübeck gegründet. Zusammen mit seiner Ehefrau baute er die Fahrschule in den Folgejahren nach und nach auf.

Gerald Schülke ist Kübecks Schwiegersohn. Er stieg 1998 mit ins Geschäft ein. Seit dem Jahr 2007 leitet er die Geschicke der Fahrschule, die auch heute noch den Namen des Gründers trägt.

Heute sind fünf Mitarbeiter im Familienunternehmen beschäftigt.

Von Sandra Bels

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