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Ostprignitz-Ruppin Berufliche Schule Sport und Soziales wird 15
Lokales Ostprignitz-Ruppin Berufliche Schule Sport und Soziales wird 15
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17:21 05.07.2017
Blieb in Lindow: Nach seiner Ausbildung fing Tino Rölz (M.) ein duales Studium an. Schulleiterin Cornelia Christiansen und Fachbereichsleiter Jens Schwarzenberg ermunterten ihn dazu   Quelle: FraukeHerweg
Lindow

 Geschäftsführer eines Sportvereins, Leiter eines Fitnessstudios, Anleiterin auf dem Clubschiff Aida – die Absolventen der Beruflichen Schule Sport und Soziales Lindow haben ganz unterschiedliche Karrieren gewählt. Am morgigen Freitag wird Schulleiterin Cornelia Christiansen künftigen Sportassistenten und Erziehern die Zeugnisse überreichen und zugleich auch das 15-jährige Bestehen der Schule im Sport- und Bildungszentrum feiern. Für Christiansen eine Erfolgsgeschichte. Mehr als 100 Schüler lassen sich derzeit in Lindow zum Sportassistenten oder zum Erzieher mit dem Profil Bewegung und Sport ausbilden. „Ein ganz starkes Ergebnis“, findet sie.

Nicht immer war die Schule so gut besucht. 2008 etwa konnte nur eine Klasse zukünftiger Sportassistenten eingerichtet werden. In den Folgejahren gab es ebenfalls wenig Bewerber. Ein neues Ausbildungsangebot – die Ausbildung zum Erzieher mit dem Profil Bewegung und Sport – sicherte schließlich den Fortbestand der Schule. „Dieses Angebot ist einmalig in ganz Brandenburg“, sagt Christiansen.

Großer Bedarf an Erziehern

Seit 2012 können sich angehende Erzieher in Lindow in Teilzeit ausbilden lassen. Seit dem vergangenen Jahr bietet die Schule auch eine Vollzeitausbildung zum Erzieher an. „Der Fachkräftebedarf ist da“, sagt Christiansen. Nicht nur in den neun Kitas des Landessportbundes, auch anderswo würden Erzieher gebraucht, die die sportlichen Ressourcen von Kindern und Jugendlichen erkennen und fördern.

„Praxisbezug und regionale Verankerung sind uns in der Ausbildung sehr wichtig“, sagt Christiansen. Angehende Sportassistenten begleiten Projekte in der Lindower Kita, der Neuruppiner Gentz-Schule, der Menzer Grundschule oder sie unterstützen Angebote für Menschen mit Handicaps. Während ihrer Ausbildung können die künftigen Sportassistenten verschiedene Schwerpunkte setzen – und sich auf Fußball und Fitness oder auf Gesundheit und Fitness spezialisieren. Die Berufliche Schule will den Gesundheitsschwerpunkt in den kommenden Jahren weiter vertiefen. „Das ist eine Branche im Aufbau“, sagt Christiansen. Bei großen Unternehmen wachse das Interesse, Präventionsprogramme oder Gesundheitstage für die Mitarbeiter anzubieten.

Sportliche Spitzenleistungen sind nicht gefragt

Künftige Sportassistenten müssen keine sportlichen Spitzenleistungen abliefern. „Sie müssen aber ihre Begeisterung für den Sport auch auf andere übertragen können“, sagt der Fachbereichsleiter Sport Jens Schwarzenberg. „Und sie müssen sich auf ganz unterschiedliche Zielgruppen einstellen können.“

Damit sich die künftigen Sportassistenten ausprobieren können, machen Schwarzenberg und seine Kollegen ganz unterschiedliche Sportangebote. Klassische Ballsportarten, aber auch Surfen, Wasserski, Bogenschießen oder Klettern. Wer möchte, kann auch Trendsportarten wie Bubble-Fußball kennen lernen. Ausflüge sollen den Schülern zudem künftige Arbeitsmöglichkeiten aufzeigen und sie in Kontakt mit Arbeitgebern bringen.

Entwicklungsgespräche mit den Ausbildern

Einmal im halben Jahr werden die Schüler zu einem Entwicklungsgespräch eingeladen. Gemeinsam mit ihren Ausbildern beraten sie dann, wie ihre spätere berufliche Entwicklung aussehen könnte. „Niemand sollte hier die Schule verlassen, ohne dass er nicht weiß, was er später macht“, sagt Christiansen.

Sechs Schulklassen werden derzeit in Lindow unterrichtet. Kommen wie erwartet noch weitere hinzu, werden im kommenden Jahr etwa 160 Schüler die Berufliche Schule besuchen. „So viele wie noch nie.“

Schulleiterin wünscht sich weitere Stabilisierung

Für die kommenden Jahre würde Christiansen sich wünschen, diese Zahl halten zu können. Die Ausbildungsbedingungen zumindest – auf den Anlagen des angrenzenden Sport- und Bildungszentrums – seien ideal. „Neue Schüler sind meist beeindruckt, dass sie das alles nutzen dürfen.“

Von Frauke Herweg

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