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Ostprignitz-Ruppin Berufsmusiker aus Leidenschaft
Lokales Ostprignitz-Ruppin Berufsmusiker aus Leidenschaft
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00:17 11.07.2016
Die Band „Sirius“: Matthias Wille (v.r.), Jörg Michael, Guido Lachetzke und Heinz-Werner Wille. Quelle: Christamaria Ruch
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Heiligengrabe

Handgemachte Musik – das ist das Leben von Matthias Wille: „Ich wünsche mir auf jeder Bühne ein Klavier, denn Livemusik wirkt ganz anders auf das Publikum.“ Die Musik zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben des 56-Jährigen aus Heiligengrabe. Mit Gesang, Klavier und Gitarre stellte Matthias Wille schon frühzeitig die Weichen für seine musikalische Laufbahn.

„Meiner Mutter sei Dank, dass ich so geprägt wurde“, sagt er. Denn in der Familie Wille erlebten die fünf Kinder von klein auf, wie sehr Töne, Klänge und Instrumente das Leben bereichern. „Wir haben immer auch viel gesungen“, sagt Wille mit Blick auf die Kindheit und Jugend in Biesen. Dann lernte er von der 5. bis 10. Klasse das Klavierspiel beim damaligen Wittstocker Kantor Karl Herrmann.

Mit der Band „Orus“ erhielt er Konzertberechtigung

„Meine Mutter hätte gern gesehen, wenn ich den beruflichen Weg in Richtung Kirchenmusik gegangen wäre.“ Doch es kam anders: Von der ersten Schülerband „Kontrast“, der Lehre als Tischler über die Band „Regenten“, eine Gruppe der Oberstufe bis hin zu „Orus“ vergingen nur 13 Jahre. „Orus“ spielte in der Republik ganz oben mit und erlangte die Sonderstufe sowie Konzertberechtigung. „Das war schon das non plus ultra. Wir waren Ende der 1980er Jahre nur ganz knapp vom Profimusiker entfernt, doch dann kam die Wende und alles war anders“, erinnert er sich.

Als Tischler sattelte er Anfang der 1990er Jahre noch mal beruflich um und wurde Elektriker. 1994 markierte dann den erneuten Richtungswechsel: Matthias Wille startete als Profimusiker. Als DJ sorgt er bei Feiern zu verschiedensten Anlässen für gute Stimmung, tritt auch mit dem „Duo „Die zwei von nebenan“ aus Blandikow auf. Dazu gehören Programme mit humorvoller Unterhaltung. „Ich möchte dabei nicht die Tischkante verlassen“, lautet sein Anspruch.

Auftritte mit Programm sind nachgefragt

Denn billige Witze liegen ihm fern. Vielmehr sucht er hintergründige Pointen, wie etwa bei den so genannten Treppenwitzen. Da ist der Witz zunächst schwer zu erkennen und wird erst verstanden, wenn man sich schon sinnbildlich auf der Treppe nach draußen befindet. Seine Auftritte mit Programm erfreuen sich wachsender Beliebtheit. „Seit zehn Jahren wächst das sprunghaft, denn viele Feste werden mittlerweile als Brunch gefeiert und da passt so ein Programm gut dazu“, sagt Wille. Mit Fingerspitzengefühl ergründet er die jeweilige Stimmungslage. „Der Humor darf dabei nicht aus dem Rahmen fallen.“

Doch gleichzeitig setzt er in einer Band seine frühere Leidenschaft fort. Unter dem Namen „Sirius“ vereinen sich seit neun Jahren Musiker der Region. Jörg Michael, Guido Lachetzke und Heinz-Werner Wille greifen mit Matthias Wille zu Gitarre, Schlagzeug oder Mikrofon und bringen handgemachte Partymusik aus den 1970er Jahren bis hin zu aktuellen Titeln auf die Bühne. Zuvor trat die Band unter dem Namen „A 19“ auf. „Das spielt auf die Autobahn an, die an Wittstock vorbeiführt“, so Matthias Wille. Außer „Frischling“ Guido Lachetzke sind alle anderen Bandmitglieder auch als DJ unterwegs.

Musik zum Anfassen

„Wir würden gerne öfter als Band auftreten“, sagen sie einstimmig. Bei dem Wort Livemusik leuchten bei allen vier Männern die Augen: „Das ist Musik zum Anfassen und verbreitet eine ganz andere Atmosphäre.“ Leider hat Livemusik einen Haken. „Das wird vom Publikum oftmals nicht mehr so wie früher honoriert, wie viel Arbeit da drin steckt“, gibt Guido Lachetzke zu bedenken. Doch „Sirius“ lässt sich nicht entmutigen. Jeden Dienstag proben sie drei Stunden lang bei Jörg Michael in Neu Biesen. Werden sie gebucht, sind sie mit ganzem Herzen bei der Sache.

Von Christamaria Ruch

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