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Beschluss über Windpark bei Herzberg vertagt

Windräder im Bebauungsplan Beschluss über Windpark bei Herzberg vertagt

Zwischen Herzberg und Schönberg könnten sich bis zu acht neue Windräder drehen. Das sieht ein Bebauungsplan vor, mit dem die Herzberger Gemeindevertreter einen befürchteten Wildwuchs von Windrädern verhindern wollen. Am Dienstagabend vertagten sie den Beschluss über einen solchen Plan jedoch noch einmal.

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Bei Herzberg könnten sich noch mehr Windräder drehen.

Quelle: Peter Geisler

Herzberg. Lindows Amtsdirektor Danilo Lieske ist beim Thema Windkraftanlagen emotionslos. Wenn sich Anlagen schon nicht verhindern lassen, sollten Anwohner wenigstens mitreden können, wo und wie sie gebaut werden – so seine Position. Auf Lieskes Initiative diskutierten deshalb die Herzberger Gemeindevertreter am Dienstagabend darüber, ob sie einen Bebauungsplan für einen künftigen Windpark aufstellen lassen wollen. Zu einer Entscheidung konnten sich die Gemeindevertreter allerdings nicht durchringen. Sie verschoben den Beschluss und wollen sich ein weiteres Mal mit Experten beraten.

Sollte es einen Bebauungsplan geben, könnten auf einer etwa 100 Hektar großen Fläche zwischen Herzberg und Schönberg bis zu acht neue Windenergieanlagen entstehen. Eine einzelne Anlage dürfte bis zu 200 Meter hoch sein. Nach Einschätzung Lieskes hätte ein Plan den Vorteil, dass die Herzberger selbst festlegen können, wie hoch die Anlagen sind oder dass die nächtliche Beleuchtung nur anspringt, wenn tatsächlich eine Flugobjekt in der Nähe ist. Gäbe es keinen Plan, so argumentiert Lieske, könnten interessierte Unternehmen einfach nach eigenen Vorstellungen bauen.

Eine Firma aus Nietwerder würde gerne bauen

Ein Antrag für den Bau einer Windkraftanlage auf diesem Gebiet liegt bereits vor. Die Firma Windenergie Wenger-Rosenau aus Nietwerder würde laut Lieske gerne eine Anlage errichten. Interesse für fünf bis sechs weitere Anlagen soll es bereits geben.

Wird eine Windkraftanlage gebaut, muss der Erbauer Ausgleichsmaßnahmen im Naturschutz finanzieren. Mit einem Bebaungsplan könnten die Herzberger zudem festlegen, dass dieses Geld in Projekte auf ihrem Gemeindegebiet fließt. „Wenn etwa in der Gemeinde Flächen entsiegelt werden soll oder der Abriss der alten Schule ansteht“, so Lieske, könnte dieses Geld dafür verwendet werden.

Kritik aus der Gemeindevertretung

Gemeindevertreterin Petra Sandow glaubt nicht an die Vorteile eines Bebauungsplanes. Vorgaben für einen Windpark zu machen, wenn die Mehrheit der Herzberger eigentlich keine Anlagen will, sei gefährlich. „Was hat das denn für eine Sogwirkung?“, warnte sie. „Wenn wir anfangen zu planen, signalisieren wir doch, dass wir Interesse haben.“

Wann das Landesumweltamt über den bereits vorliegenden Antrag für die Einzelanlage entscheidet, sie nicht abzusehen, sagte Lieske.

Von Frauke Herweg

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