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Ostprignitz-Ruppin Bessere Aussichten für die Bahn
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bessere Aussichten für die Bahn
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00:17 12.11.2016
Bis mindestens 2028 sollen Züge durch Kyritz rollen. Quelle: Matthias Anke
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Kyritz

Entscheiden müssen natürlich die Stadtverordneten, doch geht es nach dem Wirtschaftsausschuss, wird Kyritz noch drei Jahre länger als bisher vereinbart seinen Zuschuss zum Bahnbetrieb zwischen Neustadt, Kyritz, Pritzwalk und Meyenburg zahlen. Der Ausschuss empfahl das Anfang der Woche jedenfalls einstimmig.

Der Personenverkehr auf den Strecken RB73/RB74 hatte 2014 auf der Kippe gestanden. Angesichts geringer Fahrgastzahlen hatte das Land seine finanzielle Unterstützung für den Betrieb bereits deutlich reduziert und plante sogar die Einstellung. Es hagelte Protest. Die Landkreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin sowie die Anliegerkommunen der Bahnlinie einigten sich mit der Landesregierung schließlich auf einen Kompromiss: Gemeinsam wollte man den Bahnbetrieb vorerst zumindest bis 2025 sicherstellen. Die Landkreise schießen seitdem jährlich 300 000 Euro zu, die Kommunen weitere 50 000 Euro. Von Kyritz kommen beispielsweise 15 000 Euro.

Diese Vereinbarung sollte endlich auch die längst überfälligen Investitionen in die Bahnanlagen ermöglichen. Doch dazu kam es bisher nicht. Wegen der unsicher erscheinenden Zuschüsse vom Bund (sogenannte Regionalisierungsmittel) schloss das Land Verträge über den Streckenbetrieb seit 2015 immer nur kurzfristig für zwei Jahre ab. Das machte Investitionen zum unkalkulierbaren Risiko.

Inzwischen ist es bei den Regionalisierungsmitteln aber zu einer Einigung gekommen, so dass das Land angekündigt hat, den schienengebundenen Personennahverkehr bis mindestens 2030 im gegenwärtigen Umfang aufrechtzuerhalten. Ab dem Fahrplanwechsel 2018/2019 soll der Bahnbetrieb auf der Strecke Neustadt – Pritzwalk – (Meyenburg) für volle zehn Jahre an ein Bahnunternehmen vergeben werden. Voraussetzung ist, dass die Kommunen ihre Zuschüsse ebenfalls für mindestens diese zehn Jahre leisten – also drei Jahre länger als bislang vereinbart. Entsprechende Willensbekundungen sind jetzt Gegenstand in allem Kommunal- und Kreisparlamenten entlang der Strecke. Der Kyritzer Wirtschaftsausschuss sprach sich vorbehaltlos für den Bahnverkehr aus – auch wenn es einige grundsätzliche Anmerkungen dazu gab. Denn schließlich zahle die Stadt für etwas, das prinzipiell Aufgabe des Landes sei, erklärte Wolfgang Salditt (CDU). „Das kann nicht Sinn der Sache sein. Aber wir haben natürlich Interesse daran, diese Strecke zu erhalten.“ Das konnte Franz Josef Conraths (Grüne) nur unterstreichen: „Wenn wir uns an der Stelle verweigern, sind wir die Strecke los – und zahlen über die Kreisumlage für den Busverkehr.“

Vor allem sieht man in Kyritz jetzt aber den Weg frei für Investitionen beispielsweise in die völlig veralteten Bahnübergänge oder den zusätzlichen Haltepunkt am Bürgerpark. Von rund sechs Millionen Euro, an denen sich Land und Streckeneigentümer beteiligen, ist die Rede. Auch in die Nutzung für den Güterverkehr setzt man nach wie vor Hoffnungen.

Von Alexander Beckmann

Nachdem sich die Kyritzer Nachbarn im Amt Neustadt und in der Gemeinde Wusterhausen weitgehend aus der Finanzierung des gemeinsamen Tourismusbüros in Kyritz zurückgezogen haben, plant die Stadt nun, auf eigene Faust weiterzumachen. Gebraucht werde so eine Einrichtung auf jeden Fall, heißt es.

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