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Ostprignitz-Ruppin Bessere Busverbindung in Sicht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bessere Busverbindung in Sicht
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00:18 20.11.2016
Uwe Ronneburg ist seit 1. November Schulleiter des Städtischen Gymnasiums Wittstock. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Schüler aus Meyenburg (Prignitz) könnten das Städtische Gymnasium in Wittstock schon bald leichter mit dem Bus erreichen. Denn der neue Winterfahrplan, der am 12. Dezember eingeführt wird, sieht voraussichtlich eine direkte Verbindung vor. „Der Plan steht noch nicht ganz fest. Wir befinden uns zurzeit in der heißen Phase“, sagt Bodo Libert, Leiter der Wittstocker Niederlassung der Ostprignitz-Ruppiner Nahverkehrsgesellschaft (ORP). Dennoch geht er mit ziemlicher Sicherheit davon aus, dass es so sein wird. Das hieße, dass um 7.15 Uhr der Bus in Meyenburg abfahren würde und um 7.42 Uhr am Gymnasium ankäme. Das würde sehr gut zum Schulbeginn um 8 Uhr passen. Eigentlich, so Bodo Libert, solle diese Anbindung in erster Linie der touristischen Erschließung im Hinblick auf den weiteren Anschluss zum Prignitz-Express dienen. Aber auch das Wittstocker Gymnasium würde von dieser Verbesserung profitieren.

Gymnasium muss an Attraktivität gewinnen

Denn den Schulstandort attraktiver zu machen, sieht Uwe Ronneburg, der neue Schulleiter, als einen wesentlichen Punkt, wenn es darum geht, das Gymnasium für die Zukunft zu stärken. Auch der Erfolg im Kampf um die Dreizügigkeit der 7. Klassen, der vor Beginn des jetzigen Schuljahres vergeblich geführt worden war, rücke dann womöglich in greifbare Nähe. „Wir haben nur dann eine Chance uns durchzusetzen, wenn das Gymnasium von mehr Schülern angewählt wird“, sagt Uwe Ronneburg.

Die höhere Bildungseinrichtung liegt mit ihren Schülerzahlen für die Bildung neuer 7. Klassen in einem Grenzbereich. 62 Kinder wollten im Schuljahr 2016/17 ans Gymnasium wechseln – das sind eigentlich knapp zu viele für die Zwei-, und zu wenige für die Dreizügigkeit. Deshalb ließ das Staatliche Schulamt Neuruppin nur eine Zweizügigkeit zu, nicht zuletzt auch deshalb, weil zwei Klassen mit weniger Lehrern und damit günstiger zu bestreiten sind als drei. Die bittere Pille: Die Klassenzimmer sind brechend voll, und wenn jemand eine Klassenstufe wiederholen muss, sei das platzmäßig kaum noch zu machen, wie Uwe Ronneburg zugibt. Deshalb brauche die Schule dringend mehr Bewerber für 7. Klassen, wenn dreizügig agiert werden soll. „Es ist ein Unterschied, ob man einen oder zwei Schüler aus Kapazitätsgründen ablehnen muss oder ob es sechs oder sieben sind.“ Denn dann bekomme das Thema Dreizügigkeit in der Argumentation gegenüber dem Schulamt mehr Gewicht.

Sanierung angestrebt

Eine bessere Busverbindung könne aber nur ein Detail auf dem Weg zur Attraktivitätssteigerung sein. Auch die Lehr- und Lernbedingungen müssten mit der Zeit gehen. Neben einer modernen technischen Ausstattung ist für Uwe Ronneburg auch der Zustand des Schulgebäudes wichtig. Die Sanierung des Gymnasiums liegt aus Kostengründen zwar auf Eis, aber im März 2017 sollen erneut mögliche Umbaupläne vorgestellt werden. Die Maximalvariante wäre die komplette Sanierung. Aber auch die teilweise Modernisierung zunächst einmal jener Bereiche, die den größten Publikumsverkehr aufnehmen müssen, ist aus Sicht des Schulleiters ein Gewinn. „Das Gymnasium soll eine Institution für Wittstock bleiben“, betont Uwe Ronneburg. Immerhin feiert die Einrichtung 2019 ihren 150. Geburtstag. Die Herausforderungen der Zukunft nimmt der neue Chef im Haus gern an: „Die Arbeit macht mir Spaß.“

Von Björn Wagener

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