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Besserer Schutz vor Windrädern

Ostprignitz-Ruppin präzisiert Landschaftsplan und fordert Wildbrücken Besserer Schutz vor Windrädern

Ostprignitz-Ruppin will mit seinen Mitteln dem Bau von weiteren Windkraftanlagen in der Region Einhalt gebieten. Auch deshalb wurde jetzt der Landschaftsrahmenplan überarbeitet. Der weist sieben Gebiete aus, in denen weder Windräder noch Solarparks entstehen sollen.

Neuruppin. "Das sind unzerschnittene Räume ohne Straßen und Siedlungen, in denen ein Artenspektrum beheimatet ist, dass dieser Ruhe bedarf", sagte am Donnerstag Vize-Landrat Werner Nüse (SPD).

Viele dieser Gebiete sind laut Nüse zudem miteinander vernetzt. Diese Korridore nutzten Tiere wie der Wolf, der in der Heide lebt, oder Wiesenbrüter, um von einem in ein anderes kaum besiedeltes Gebiet zu wechseln. Weil jedoch zwischen der Kyritz-Ruppiner Heide und dem Dosse-Temnitz-Gebiet die Autobahn A24 verläuft, fordert der Kreis den Bau von mindestens zwei Wildbrücken. Diese sollten im Bereich Netzeband sowie bei Fehrbellin entstehen. "Optimal wären sogar drei oder vier Wildbrücken", so Nüse. Doch müsse der Kreis erst mal Gehör beim Bund finden, dass in Ostprignitz-Ruppin überhaupt Wildbrücken über die A24 gebaut werden.

Kirsten Tackmann muss von dem Vorstoß nicht überzeugt werden. "Wildbrücken sind schon als Schutz für die Menschen sinnvoll", betonte die Bundestagsabgeordnete (Linke), die aus Tornow bei Kyritz kommt und Tierärztin ist. Die Brücken könnten helfen, dass es wenigstens an der A24 weniger Wildunfälle gibt. Zusammenstöße mit Wildtieren sind seit Jahren die häufigste Unfallursache im Landkreis. Allein 2014 registrierte die Neuruppiner Polizei 109Wildunfälle an der A24. Der Neuruppiner Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke (CDU) hat wegen der Wildbrücken bereits mehrfach mit dem Bundesverkehrsministerium gesprochen. Demnach sind solche Brücken vorstellbar ‒ nordwestlich von Fretzdorf und nördlich von Walsleben.

Mit den neuen Untersuchungen für den Landschaftsrahmenplan habe der Kreis jetzt das Material, um den Forderungen nach Wildbrücken "Nachdruck zu verleihen", zeigte sich Vize-Landrat Nüse kämpferisch. Ähnlich engagiert will sich der Kreis für den Schutz der unzerschnittenen Gebiete einsetzen, zu denen neben der Kyritz-Ruppiner Heide und dem Dosse-Temnitz-Gebiet die Wittstocker Heide, der Rheinsberger Wald, das Dreetzer Luch sowie das Rhinluch West und das Rhinluch Ost gehören. Immerhin soll es für mindestens zwei Gebiete ‒ die Wittstocker Heide und den Bereich Dosse-Temnitz ‒ schon Interessenten für den Bau von Windkraftanlagen geben. Diese Pläne könnten mit dem nun präzisierten Landschaftsrahmenplan scheitern. Denn sein überarbeitetes Papier will der Kreis bei der Anhörung für das Ausweisen neuer Windkrafteignungsgebiete einbringen. "Wir wollen noch mal ein Zeichen setzen", betonte Nüse.

Von Andreas Vogel

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