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Besucher stehen Kopf

Neuruppin Besucher stehen Kopf

Zum vierten Mal fand im Neuruppiner Klinikpark ein Blaulichttag statt. Feuerwehr, Polizei, Technisches Hilfswerk, Verkehrswacht und Bundeswehr waren am Sonnabend im Einsatz, um die Besucher aus Nah und Fern über ihre Arbeit zu informieren.

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Gefährlich, aber dennoch für viele Besucher interessant – die Waffen der Bundeswehr für große und kleine Einsätze.

Quelle: Cornelia Felsch

Neuruppin. Gespannt warten die Besucher des 4. Blaulichttages auf die Landung des Polizeihubschraubers auf dem Landeplatz der Ruppiner Kliniken. Noch drehen sich die Flügel, so dass niemand der Gäste das Areal betreten darf. Die Zuschauer warten an diesem Morgen jedoch erst einmal vergeblich, denn der Hubschrauber wird bereits zum nächsten Einsatz gerufen. Eine vermisste Person muss gesucht werden und das hat erst einmal Vorrang. So können die Wartenden nur dem Helikopter hinterherschauen, bis er schließlich verschwunden ist, während das Polizeiorchester den Fliegermarsch spielt.

Die Polizeidirektion Nord führte am Sonnabend zum vierten Mal einen „Tag der offenen Tür“ durch. Im Park vor den Ruppiner Kliniken erwarteten zahlreiche Vorführungen die Besucher, dazu Informationsstände von Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr, Technischem Hilfswerk sowie vom Rettungsdienst der Verkehrswacht.

Luftbilder für Minensuche

Frank Ritter vom Kampfmittelbeseitigungsdienst zeigt den Interessierten, wie an Hand von Luftbildaufnahmen nach Kampfmitteln gesucht wird. „Soll in einem kampfmittelbelasteten Gebiet gebaut werden, so müssen wir zunächst herausfinden, ob Kriegsluftbilder vorhanden sind. Dann werden Grafiken und Koordinaten erstellt“, erklärt der Luftbildauswerter. Historische Luftbilder spielen auch heute noch eine wichtige Rolle, geben sie doch Aufschluss über Flächenbombardements und Rüstungsstandorte. Obwohl mittlerweile mit hochauflösenden Laserscans gearbeitet wird, sind in vielen Fällen auch immer noch Zeitzeugen gefragt, denn Granaten, Minen und andere Munition sind immer noch zahlreich im Boden vorhanden. Die Besucher des Blaulichttages konnten sich Handgranaten, Panzerfäuste und Granaten aus nächster Nähe ansehen, allerdings ging von der verrosteten Munition keine Gefahr mehr aus. Russische Schriftzüge waren dennoch erkennbar. Informationen zum Waffenrecht konnte man sich an diesem Tag von den Experten der Waffenbehörde einholen. Sie überprüft Anträge und erteilt Genehmigungen, die allerdings alle drei Jahre überprüft werden müssen und jederzeit widerrufen werden können.

Vielen Besuchern aus eigener Erfahrung bekannt, sind der Videowagen und die Geschwindigkeitsmesstechnik der Verkehrspolizei. Prävention ist auch an diesem Tag gefragt. Christin Conrad wagt sich in einen Rettungssimulator der Polizeifachhochschule. Viele Unfälle enden schließlich damit, dass das Auto Kopf steht. Dann sollte man wissen, wie der Kopf geschützt wird. „Es ist ein irres Gefühl, keine Orientierung mehr zu haben, aber es ist gut zu wissen, was man in diesem Fall tun sollte“, sagt sie nach dem Test.

Von Cornelia Felsch

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