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Wittstocker Neujahrsspaziergang Besucher von allen Seiten

Jede Menge Spaziergänger umrundeten am Neujahrstag die Stadtmauer und erfuhren allerhand Interessantes über das altehrwürdige Bauwerk. Zum Neujahrsspaziergang waren so viele gekommen, dass sie gar nicht in eine Gruppe passten.

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Stadtführerin Renate Ecke im Gespräch mit Spaziergängern.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Wer zu spät kam, den bestrafte die Mauer: Um Mitternacht wurden die Tore dicht gemacht. Dann blieb Nachzüglern nur der Bleichwall, auch Bullenwiese genannt, als Nachtlager bis zum nächsten Morgen. Diese und viele andere Geschichten und Begebenheiten rund um Wittstocks markantestes Wahrzeichen erfuhren die vielen Besucher, die sich Neujahr am frühen Nachmittag aufmachten, das knapp zweieinhalb Kilometer lange Gemäuer zu umrunden. Denn die Stadtmauer stand beim diesjährigen Neujahrsspaziergang im Mittelpunkt. Grund: Die Baugenehmigung zur Sanierung des Südtores liegt vor.

Gut zu Fuß beim Neujahrsspaziergang in der Innenstadt

Gut zu Fuß beim Neujahrsspaziergang in der Innenstadt

Quelle: Björn Wagener

Es hatten sich so viele Spaziergänger an der Touristinformation am Bleichwall eingefunden, dass sie in drei Gruppen eingeteilt werden mussten, angeführt von den Stadtführern Peter Krause und Renate Ecke, beide jeweils passend in ein Ackerbürger-Kostüm gehüllt. Der Dritte im Bunde war Jürgen Pawlitta, der Vorsitzende des Fördervereins zum Erhalt der historischen Stadtmauer. „Wir wollten zuerst separat etwas anbieten, aber dann haben wir uns beim Neujahrsspaziergang mit reingehängt“, sagte er am Sammelpunkt der Besucher, wo auch Elke Baude, die Leiterin der Touristinformation, die Besucher begrüßte. Peter Krause freute sich, dass auch viele Stammgäste der alljährlichen Neujahrsspaziergänge durch die Wittstocker Altstadt mit von der Partie waren und wünschte allen Teilnehmern einen „ruhigen, geselligen Spaziergang“.

Dicht an dicht standen die Teilnehmer des Stadtspazierganges am Freitag

Dicht an dicht standen die Teilnehmer des Stadtspazierganges am Freitag

Quelle: Björn Wagener

Der Nebel, der sich auch bis zum frühen Nachmittag um 13 Uhr nicht recht auflösen wollte, störte die Spaziergänger, die zum Teil auch aus Nachbarstädten angereist waren, nicht. Peter Kaping fand sogar Gefallen daran. „Er gibt den Konturen der Stadt irgendwie eine weiche Note“, sagte er.

Alle drei Gruppen nahmen verschiedene Wege entlang der Stadtmauer. Gemeinsamer Treffpunkt war dann gegen 14.30 Uhr an der Fleischerei Lüdecke in der Kettenstraße. Dort konnten die Spaziergänger den Neujahrsnachmittag bei Glühwein, Bratwurst und einem kleinen Plausch ausklingen lassen.

Von Björn Wagener

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