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Ostprignitz-Ruppin Besuchermagnet Walkmühle bei Dranse
Lokales Ostprignitz-Ruppin Besuchermagnet Walkmühle bei Dranse
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00:17 20.05.2016
Walkmühle bei Dranse: Viele Ausflügler nutzten den Mühlentag für einen Blick hinter die Kulissen. Quelle: Christamaria Ruch
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Walkmühle

In der Walkmühle bei Dranse rumpelt, rattert und knarrt es. Die Lederriemen, Zahnräder und zwölf Siebe sind über drei Etagen verteilt. Alles läuft wie am Schnürchen und selbst der große Mühlstein dreht sich wieder.

Petra und Markus Habegger aus Dranse sind die Hausherren der Wassermühle. Vor fünf Jahren erwarb Petra Habegger das Anwesen und beide setzen die Mühle wieder in Gang. Nun empfingen sie Pfingstmontag zum dritten Mal Besucher am bundesweiten Mühlentag. „Das Einzigartige an dieser Mühle ist, dass alle Maschinen, Geräte und Werkzeuge original erhalten sind“, so Markus Habegger. Jahr für Jahr kann das Ehepaar Fortschritte präsentieren: Der schwere Mühlstein mit einem Durchmesser von 1,25 Metern sitzt jetzt endlich wieder an der richtigen Stelle: Bei der Bütte im Erdgeschoss handelt es sich um einen Holzrahmen, in dem Mahl- und Läuferstein sitzen. „Der Stein lag noch draußen und es hat nur drei Tage gedauert, bis er wieder lief“, so der Ingenieur. Zum ersten Mal drehen sich die beiden Steine vor Publikum – nur das Getreide zum Mahlen fehlt. „Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich noch gar nicht gemahlen“, räumt Markus Habegger ein. Denn das Putzen der gesamten Anlage dauert mehrere Tage und davor scheut er sich.

Markus Habegger führt durch die Walkmühle. Quelle: Christamaria Ruch

Das Ehepaar liebt diesen Flecken Erde. Markus Habegger sagt: „Mein Antrieb ist, die Technik und das elf Hektar große Grundstück zu erhalten.“ Das gepflegte Anwesen scheint die Gäste magisch anzuziehen. „Natürlich frischen wir hier Erinnerungen von früher auf“, sagt Horst Neumann aus Wittstock. Seit 1967 hat er mit seiner Familie einen Bungalow in der Nähe. Nun schaut er sich in der einstigen Gaststätte von Margarete Rossow um. Diese konnte über die Mühle betreten werden. Beim Anblick der vergilbten Tapete und alten Gardinen sieht Neumann die alte Zeit vor sich. „Frau Rossow war eine typische Wirtsfrau. Wenn wir Essen bestellt hatten, rief sie über den See, wenn alles fertig war.“ Sohn Ulf Neumann stromerte in der Mühle umher. „Wir sind auch mit dem Fahrstuhl gefahren.“ Das Hinweisschild mit der Aufschrift „Das Mitfahren ist nur dem Müller gestattet“ ließen sie links liegen.

Der Besucher schaut sich die Kirschentsteinermaschine von 1930 an. Quelle: Christamaria Ruch

Erstmals präsentierte Joost van der Velde einige seiner Schätze in der Walkmühle. Der 73-Jährige stellt im Handmühlenmuseum im benachbarten Kuhlmühle die Exponate aus. 618 Mühlen aller Art sowie 60 weitere im Lager gehören zum Inventar. „Ich wollte nie etwas sammeln, aber seit sechs Jahren bin ich infiziert und kann keine Mühle stehen lassen“, sagte er. Jährlich ergattert er 100 Handmühlen. Die Kirschentsteinermaschine von 1930 schafft zwei Kilogramm pro Minute, verrät er den Besuchern. Mit den Handmühlen können so gut wie alle Dinge zerkleinert werden. „Sogar einen mechanischen Papierschredder haben wir im Museum“, so van der Velde. Unterdessen verbreitet Hans-Norbert Gast mit seinem Leierkasten Stimmungsmusik beim Mühlentag. Natürlich erklingen auch die Müllerlieder „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“ oder „Das Wandern ist des Müllers Lust.“

Von Christamaria Ruch

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