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Betreute Jugendliche schaffen Wandbild

Heilbrunn Betreute Jugendliche schaffen Wandbild

Ein echtes Erfolgserlebnis hatten vergangene Woche die vier Jugendlichen, die aktuell im intensiv betreuten Wohnen der Stephanus-Stiftung in Heilbrunn untergebracht sind. Gemeinsam mit Fassadenmaler Mario Schuster schufen sie ein sehenswertes Wandbild für den entstehenden Jugendclub.

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Aus den Ideen junger Leute wurde in Heilbrunn richtige Kunst.

Quelle: Stephanus-Stiftung

Heilbrunn. Im gerade entstehenden Jugendklub der intensiv betreuten Wohngruppe der Stephanus-Stiftung in Heilbrunn fand in der vergangenen Woche eine besondere Aktion statt. Sechs jugendliche Bewohner im Alter von 15 bis 21 Jahren projizierten schöpferisch ihre Träume und Gedanken auf eine zehn Quadratmeter große Wand. Mit Hilfe von Spraydosen, Klebebändern und Filzstiften entstand in nur sechs intensiven Arbeitsstunden ein beeindruckendes Kunstwerk. Erlebnispädagogik nennen Fachleute so etwas.

Der Stahnsdorfer Fassadengestalter Mario Schuster stand den Jugendlichen bei ihrem Werk mit Rat und Tat zur Seite. Er zeigte ihnen die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten und erklärte den sachgerechten Umgang mit Spraydosen. Wie ein Entwurf von der Größe einer A-4-Seite auf eine große Wand übertragen wird, veranschaulichte Schuster mit Hilfe von unterschiedlichen Spraytechniken.

Die Motivgestaltung überließ der Experte allerdings den jungen Bewohnern selbst. Da ein Großteil von ihnen in Berlin aufgewachsen ist, wurden viele Wahrzeichen der Stadt in das Motiv mit einbezogen. So sind deutlich die Weltzeituhr am Alexanderplatz, der Fernsehturm, aber auch der Berliner Bär und ein Pkw Trabant zu erkennen. Ebenso sind der Reichstag, die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche sowie das Rote Rathaus zu sehen.

Fassadengestalter Mario Schuster zeigte sich positiv überrascht, mit welcher Leidenschaft und Freude die Jugendlichen dabei waren. „Es war mir wichtig, dass sich jeder Einzelne heute in diesem Kunstwerk verewigen konnte“, sagte Schuster.

Nachdem Mario Schuster die letzten Feinheiten ausgeführt hatte, waren alle Beteiligten hochzufrieden und stolz auf das Geleistete. Sie hatten erlebt, dass es tatsächlich möglich ist, eine kleine Idee von einem Blatt Papier auf eine große Wand zu übertragen. Den Bewohnern war anzumerken, dass dieser Tag ein ganz besonderer in ihrem Leben war.

Neben der Wohnstätte für Menschen mit Behinderung besteht bei der Stephanus-Stiftung in Heilbrunn seit 2010 auch eine intensiv betreute Wohngruppe für Jugendliche mit sozialen Verhaltensauffälligkeiten. Derzeit werden vier junge Menschen (vorwiegend aus Berlin) auf diese Weise in Heilbrunn betreut.

Von Marko Kelch

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