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Bewerbungsgespräche an der Oberschule

Wittstock Bewerbungsgespräche an der Oberschule

Die 68 Zehntklässler an der Polthier-Oberschule in Wittstock stellen jetzt die Weichen für ihre Zukunft. Bei der alljährlichen Berufsorientierungswoche lernten sie Unternehmen der Region kennen. Das alles gipfelte am Sonnabend in simulierte Bewerbungsgespräche. Dabei meisterten sie mit oder ohne Lampenfieber diese Herausforderung.

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Die Zehntklässler gingen mit und ohne Lampenfieber in die Bewerbungsgespräche.

Quelle: Fotos (4): Christamaria Ruch

Wittstock. David Schmidt geht mit klaren Vorstellungen in sein erstes Bewerbungsgespräch. Der Zehntklässler möchte in Neuruppin eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger absolvieren. Auf die Fragen von Gundula Heidenreich geht er ruhig, aber dennoch souverän ein. Auch in der Schichtarbeit oder beim Dienst zum Feiertag sieht er keine Hürden. David besucht die 10. Klasse der Polthier-Oberschule in Wittstock und absolviert gerade sein erstes Bewerbungsgespräch.

Schon mehr als zehn Jahre gehört die Berufsorientierungswoche zum Lehrplan für die Zehntklässler. Fünf Tage lang stehen dabei Gespräche mit Vertretern aus Unternehmen und Behörden der Region im Mittelpunkt. Neben Stammpartnern wie Swiss Krono, Polizei oder Agus und Gadat waren nun erstmals das Vertreter vom Hotel Neptun in Warnemünde, von Kingspan Gefinex und der Deutsche Bahn vertreten. Die Vorstellungsgespräche markierten am Sonnabend den Abschluss. Mehr als 60 Zehntklässler stellten sich dabei der Herausforderung, sowohl persönliche als auch fachliche Fragen zu beantworten. Auch wenn es sich dabei zunächst nur um eine Simulation des Ernstfalls handelt, stellen die Schüler dennoch erste Weichen für ihre Berufsausbildung.

Lampenfieber kommt dazwischen

So auch Marvin Kusch – er plant eine Laufbahn bei der Polizei. „Mein Opa war früher dort und er gehört zu meinen Vorbildern“, sagte er zu Dana Hefenbrock, Revierpolizeileiterin in Wittstock. Auch für Hefenbrock war das am Sonnabend das erste Bewerbungsgespräch in diesem Rahmen. Deutschlehrerin Sina Brigzinsky beobachtete das Geschehen. „Sie haben sehr schön den Blickkontakt gehalten“, wertete Hefenbrock das Gespräch mit Marvin aus. Schon im Laufe der Berufsorientierungswoche stellte sie fest, wie aufgeweckt und interessiert er ist. Doch am Sonnabend wurde Marvin vom Lampenfieber überwältigt, wie auch die Schulleiterin beobachtete. Dennoch ging er mit detaillierten und guten Hinweisen hinaus, um dann beim echten Bewerbungsgespräch davon zu profitieren.

Neben der Polizei absolvierten auch Vertreter von der Awo, Hotel Röbler Thor, Swiss Krono oder Autohaus Kipcke diese Bewerbungsgespräche. „Ende der 9. Klasse haben alle Schüler ihre Bewerbungsunterlagen bei uns eingereicht, dem ging ein ausführliches Training mit der Bildungsgesellschaft Pritzwalk und unseren Deutsch- und WAT-Lehrern voraus“, sagte Schulleiterin Eva-Maria Vanino. Jahr für Jahr stellt sie bei den Schülern „einen Reifeprozess beim Übergang in die 10. Klasse fest. Sie reflektieren dann ihre Stärken und Schwächen besser und wissen schon konkreter, welchen Beruf sie erlernen möchten.“ Somit wandeln sich mitunter die Berufswünsche im Laufe kurzer Zeit. „Das ist schon spannend zu beobachten, wie die Schüler sich entwickeln“, so Vanino. Sie räumte zugleich ein: „Die Schüler sind noch sehr jung und können noch gar nicht immer wissen, wohin die Reise geht.“ Über das Programm Initiative Sekundarstufe konnte die Bildungsgesellschaft Pritzwalk jahrelang die Schüler für das Bewerbungstraining fit machen. „Leider fällt ab diesem Schuljahr die Landesförderung weg. Jetzt müssen wir das konzeptionell umstellen und bei uns in der Schule durchführen“, sagte Eva-Maria Vanino.

Von Christamaria Ruch

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