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Ostprignitz-Ruppin Bewusstseinskongress kommt gut an
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bewusstseinskongress kommt gut an
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00:19 22.09.2017
Alexandra Stajkoski hatte beim Unterrichten viel Freude: auch Dank der Teilnehmer, für die Yoga nicht nur Sport sondern ein Lebensgefühl ist. Quelle: Buddeke
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Netzeband

Die Wiese in Netzebands Gutspark ist grün wie beim Theatersommer. Doch da, wo einst die Masken tanzten, sind am Wochenende ganz andere Szenen zu beobachten. Eine Frau entbietet mitten im Grün den Sonnengruß – zu einer Sonne, die auch wirklich scheint. Ein Mann liegt mit nacktem Oberkörper auf einer Bank und lässt die Strahlen auf seinem Bauch kitzeln. Unter einem Zeltdach versuchen sich ein paar Frauen an mehr oder minder schwer aussehenden Yoga-Asanas. Andere laben sich an den veganen Köstlichkeiten von den Caterern Thomas und Caitanya. In der Jurte duftet es nach Weihrauch – um die Kerzen sitzen 15 Menschen und meditieren. Andere sitzen in Grüppchen auf der Wiese und plaudern angeregt über die Erfahrungen, die sie bisher beim Bewusstseinskongress gemacht haben. Manche schlendern durch die Temnitzkirche und bestaunen die kleinen und großen Gold-Bilder des Künstlers Wolf Haussner, bevor sich auf dem Stuhlkreis die Interessenten für den Vortrag über Kreative Homöopathie einfinden.

Glück, Gesundheit, Gelassenheit: das waren Themen, die im Fokus des Kongresses unter dem Motto „Enrich Yourself, Enrich the World“ standen, der am Vergangenen Wochenende Premiere hatte. Etliche Interessierte besuchten die Vorträge, Workshops und Kurse zur Körperarbeit wie Yoga oder Meditation. Das Angebot war dank vieler Referenten und Trainer breit gefächert.

Allen gemeinsam ist: sie sind entspannt. Tragen bunte, fröhliche Kleidung, weite Pluderhosen oder bestickte Blusen, yogataugliche Klamotten. Ein Hauch Fernost weht über den Platz wie die Gebetsfähnchen am Zelt. Aber auch Reminiszenzen zu einem Hippie-Festival sind denkbar: „Peace, Leute. Seid glücklich“ könnte als Motto herhalten. Und das liegt auch nicht weit weg von dem, das eigentlich über dem ersten Bewusstseinskongress steht: „Enrich Yourself – Enrich the World“: bereichere dein Ich, bereichere die Welt.

Von Freitag bis Sonntag dauerte der Kongress – das Programm war mannigfaltig. Referenten aus verschiedensten Sparten boten Vorträge, Körperarbeit, Workshops zu den unterschiedlichesten Themen. „Ich hatte bei Michaele Kuhn ein tolles Aha-Erlebnis“, erzählt Jahnare, die mit ihrem Sonnengruß fertig ist. Eigentlich wollte sie gar nicht kommen. „Zu teuer“, erklärt sie. Aber dann habe sie ein Ticket zum Geburtstag geschenkt bekommen. „Das passte – in der letzten Woche hat sich in meinem Leben viel verschoben“, so die Neuruppinerin, die einige der angebotenen Veranstaltungen besucht hat. „Die Herzensmeditation war der Hammer“, schwärmt sie und widmet sich wieder dem Austausch mit Heidi aus Berlin. Die Naturfriseurin ist mit ihrem Stand in Netzeband dabei. „Haareschneiden auf der Wiese ist eine tolle Sache. So ganz ohne Spiegel – da ist viel Vertrauen da. Man muss loslassen“, sagt sie.

Veranstalterin Yasmin Dietl hat diverse Referenten eingeladen

Organisatorin Yasmin Dietl ist auch zufrieden. „Die Leute sind toll“, sagt sie. Manche hätten geweint vor Glück, hier etwas Wunderbares erfahren zu haben, hat sie beobachtet. Auch wenn sie sich etwas mehr Teilnehmer gewünscht hätte. Aber sie weiß: Gut Ding will Weile haben. Und steht bereits im Gespräch mit dem Amt Temnitz für den Termin im nächsten Jahr. „Ich werde das Konzept etwas anpassen“, sagt sie. „Mit Schnupperpreisen für die, die nur schauen wollen. Und die Finanzierung muss vorab über Sponsoren stehen. Wir wollen hier gute Arbeit leisten, mit guten Referenten.“ Zu voll dürfen die Kurse dann natürlich auch nicht sein. „Aber hundert Leute mehr verkraftet die Wiese schon.“ Sie selbst ist kaum dazu gekommen, das Angebot wahrzunehmen – hat sie doch zusätzlich zur Organisation Himalaya-Hatha-Yoga-Kurse geleitet.

Es gab Seminare, Workshops und Kurse zur Körperarbeit

Auch Yoga-Lehrerin Hannah aus Berlin hat in Netzeband viel gelernt. „Ich wollte eigentlich den GFK-Kommunikationskurs machen – bin dann aber über „das innere Kind“ gestolpert. Das passte total für mich.“ „Ja, ein Super-Kurs“, lobt auch Martina, Physiotherapeutin aus Neuruppin. Aber auch die „Sinnesreise“ sei inspirierend gewesen.

Michaele Kuhns Workshops waren gut besucht. „Ich fand es sehr berührend“, zieht sie Bilanz. „Es waren viele hier, die bisher kaum innere Arbeit gemacht haben. Die waren so dankbar.“

Von Regine Buddeke

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