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Ostprignitz-Ruppin Biber beschädigen Fontanewanderweg
Lokales Ostprignitz-Ruppin Biber beschädigen Fontanewanderweg
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00:18 24.06.2017
Die Biberbuddelei hat bundesweit für Aufsehen gesorgt. Quelle: Imago
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Wusterhausen/Neustadt

Erst vor wenigen Tagen wurde im Neustädter Amtsgebiet die Straße zwischen Goldbeck und Sieversdorf nach der Reparatur von Biberschäden wieder ihrer offiziellen Bestimmung übergeben. Der Fall, bei dem lange unklar war, wer ihn finanziell löst, hatte allein schon wegen der Debatte darüber, aber auch wegen des Ausmaßes der Biberbuddelelei via Presse und Fernsehen bundesweit für Aufsehen gesorgt.

Und jetzt das: Der bei Spaziergängern und Radfahrern beliebte Dosse-Deich zwischen Neustadt und Wusterhausen ist auf seiner gesamten Länge von mehr als zwei Kilometern nun ebenso gesperrt. Und die an beiden Enden aufgestellten Durchfahrt-Verboten-Schilder tragen unübersehbar die ergänzende Aufschrift „Biberschäden“.

Wer ihn jetzt noch nutzt, ist im Falle des Falles selber schuld: der gesperrte Deich entlang der Dosse zwischen Neustadt und Wusterhausen. Quelle: privat

Doch anders als bei der Straße, die unter anderem erst Dank der rettenden finanziellen Hilfe der Stiftung für den Landkreis Ostprignitz-Ruppin künftig vor dem Biber bewahrt wird, ist ohne längere Diskussion schon jetzt die Ausrüstung des Deiches mit Biberschutzgittern vorgesehen. „Für uns sind solche Schäden mittlerweile keine Besonderheit mehr. Allein in diesem Jahr gab es schon zwei solcher Baustellen an der Alten Jäglitz“, berichtet Sebastian Köppen. Der Bereichsingenieur von der Abteilung Gewässer- und Anlagenunterhaltung West der Landesumweltamt-Nebenstelle in Neustadt ist für das Gebiet der Unteren Havel, Dosse und Jäglitz zuständig und will auch von Fällen wissen, die bis nach Potsdam reichen. Nur bekomme die Öffentlichkeit von solchen Bereichen eben weniger mit, als wenn eine ganze Straße betroffen ist.

An der sogenannten Hochwasserschutzanlage „linker Dosse-Deich“, laut Landesumweltamt auch als Fontanewanderweg bekannt, sollen nun die Bauarbeiten in der kommenden Woche beginnen. Auch auf Bitten des Amtes für öffentliche Sicherheit und Verkehr des Landkreises solle schon jetzt auf die Sperrung des auf dem Deich befindlichen Rad- und Gehweges zwischen Wusterhausen und Neustadt hingewiesen werden. „Die verkehrsrechtliche Anordnung wurde vorerst vom 14. Juni bis zum 30. Juni beantragt und genehmigt. Je nach Schadensumfang und Baufortschritt kann der Verkehr auch wieder früher oder später freigegeben werden“, informiert Sebastian Köppen. Aber: „Aufgrund der langen Lieferzeiten für Biberschutzgitter ist ein spätere Freigabe der Strecke wahrscheinlich.“

Von Matthias Anke

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