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Ostprignitz-Ruppin Biber gräbt metertiefe Löcher in die Straße
Lokales Ostprignitz-Ruppin Biber gräbt metertiefe Löcher in die Straße
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18:54 03.03.2017
Sigrid Schumacher (l.) zeigt der Bundestagsabgeordneten Kirsten Tackmann die Schäden, die vom Biber verursacht wurden. Quelle: André Reichel
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Goldbeck

Lange galt der Biber in unseren Breiten als ausgerottet. Doch irgendwann kehrte der Nager zurück in sein angestammtes Revier. Nicht immer ist der Biber ein gern gesehener Nachbar, schon gar nicht, wenn er sich als Baumeister betätigt und dadurch Schäden verursacht.

In der Gemeinde Zernitz-Lohm zum Beispiel musste der Goldbecker Weg, der die beiden Dörfer Goldbeck und Sieversdorf mitein­ander verbindet, gesperrt werden, weil dort der Biber vom benachbarten, parallel verlaufenden Graben aus zahllose Bauten bis unter die Fahrbahn gegraben hat. Die dadurch entstandenen Absenkungen und Krater wurden zur Gefahr für den Straßenverkehr. In die Böschung neben der Fahrbahn eingelassene Stahlmatten sollen dort demnächst dem Treiben des Bibers Einhalt gebieten. Kirsten Tackmann, Bundestagsabgeordnete und agrarpolitische Sprecherin der Linken-Fraktion, ist mit solchen Problematiken auch schon anderenorts mehrfach konfrontiert worden. Die Agrargenossenschaft in Plänitz-Leddin konnte zum Beispiel einige Zeit einen ihrer Plattenwege nicht nutzen, weil dort der Biber die Trasse unterhöhlt hatte. „Ich staunte nicht schlecht, als ich das tiefe Loch im Weg sah“, sagte Kirsten Tackmann.

Die Bundestagsabgeordnete besuchte am Freitag Nachmittag die Bürgermeisterin von Zernitz-Lohm, Sigrid Schumacher (Bündnis 90/Die Grünen), um sich bei ihr über den Stand der Dinge zu informieren und sich selbst vor Ort ein Bild der Lage zu machen. Sigrid Schumacher holte einen dicken Aktenordner hervor und blätterte. „Ich hätte nie gedacht, dass ich den mal anlegen muss“, berichtet Sigrid Schumacher. Seit einigen Jahren schon untergräbt der Biber den Goldbecker Weg. Die unweigerlich auftretenden Schäden wurden beseitigt. „Das kostete um die 11000 Euro, doch der Biber machte weiter“, berichtete Sigrid Schumacher. Inzwischen musste die Straße gesperrt werden. Der geplante Böschungsschutz wird im Wesentlichen vom zuständigen Wasser- und Bodenverband und von der Stiftung für den Landkreis Ostprignitz-Ruppin finanziert. Kirsten Tackmann kritisiert, dass Gemeinden mit derartigen Problemen allein gelassen werden. „Wer Artenschutz will, darf nicht alle Verantwortung nach unten an die Länder und Gemeinden abladen. Zwar genießt der Biber den europäischen Schutzstatus, doch ich sehe da auch den Bund in der Pflicht“, so Tackmann.

Von André Reichel

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