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Biber werden ausgesperrt

Goldbeck/Sieversdorf Biber werden ausgesperrt

An der Straße zwischen Sieversdorf und Goldbeck beginnt demnächst der Bau einer Biber-Sperre. Stahlmatten im Boden sollen die Tiere daran hindern, weiterhin die Straße mit ihren Bauten zu untergraben.

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Der Goldbecker Weg musste letztes Jahr gesperrt werden.

Quelle: Fedders

Goldbeck/Sieversdorf. Für die Biber unterm Goldbecker Weg zwischen dem gleichnamigen Ortsteil von Zernitz-Lohm und Sieversdorf brechen demnächst unruhige Zeiten an. Nach monatelangen Verhandlungen konnte ein Weg zur Finanzierung der Böschungssicherung gefunden werden.

Die Hälfte der Kosten von knapp 45 000 Euro übernimmt demnach der für die Gewässerpflege zuständige Wasser- und Bodenverband Dosse-Jäglitz. Die von der Sparkasse und den Ruppiner Kliniken begründete „Stiftung für den Landkreis Ostprignitz-Ruppin“ steuert 20 000 Euro bei. Den Rest teilen sich die Gemeinde Zernitz-Lohm und die Stadt Neustadt, auf deren Gemarkungen der Weg liegt.

Er hatte in den vergangenen Jahren so sehr unter den Bauaktivitäten der Nagetiere gelitten, dass er im vorigen Sommer für Landwirtschaft und Durchgangsverkehr gesperrt werden musste. Die Biber hatten vom benachbarten Graben her immer wieder Bauten bis weit unter die Fahrbahn gegraben. Einbrüche und Absenkungen in der Fahrbahn wurden zur Gefahr.

Matten sollen jetzt bestellt werden

Der Wasser- und Bodenverband will nun demnächst damit beginnen, zwischen Fahrbahnrand und Böschung auf knapp einem Kilometer Länge Stahlmatten einzubauen. Sie sollen die Tiere am Untergraben der Straße hindern. „Wir bestellen jetzt die Matten. Wenn die da sind, fangen wir an“, sagt Verbandsgeschäftsführer Gernot Elftmann. Ein Bagger werde entlang des Weges einen gut zwei Meter tiefen Graben ausheben, in den die Matten senkrecht eingelassen werden. Wasser könnte dabei zum Problem werden. „Vor 14 Tagen haben wir eine Probeschachtung gemacht“, berichtet Elftmann. „Die hat funktioniert. Wir haben ja den Wasserstand großflächig abgesenkt.“ Er rechnet mit einer Bauzeit von einem Monat. „Wenn wir dabei auf Biberhöhlen stoßen, dann teilen wir das den Kommunen für die Straßenreparatur mit.“

Denn die steht nach der Böschungssicherung weiterhin aus. Insofern ist es auch noch unklar, wann die Straße wieder genutzt werden kann. Die betroffenen Kommunen hatten sich schon mit dem Zuschuss zur Böschungssicherung schwer getan. Sie fordern mehr Unterstützung vom Land bei Schäden durch die streng geschützten Biber. Auch Forderungen nach Fangaktionen oder Bejagung werden weiterhin laut.

Von Alexander Beckmann

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