Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Biesen: Großes Fest zur Landpartie
Lokales Ostprignitz-Ruppin Biesen: Großes Fest zur Landpartie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 15.06.2016
Bei der Landpartie in Biesen ließen es sich viele Gäste am Samstagnachmittag gut gehen. Quelle: Björn Wagener
Anzeige
Biesen

Tinka ist acht Jahre alt und Uckermärkerin, fühlt sich aber auch in der Ostprignitz pudelwohl. Am Sonnabend sah sie jedenfalls sehr entspannt aus, wie auch die anderen stattlichen Rinder der Rassen Uckermärker und Hereford der Agrar GmbH Biesen, einem Tochterunternehmen der Landwirtschaftlichen Produktions und Dienstleistungsgenossenschaft (LPDG). Sie lud am Sonnabend – wie viele landwirtschaftliche Betriebe in Brandenburg – einmal mehr zur Landpartie, bei der Groß und Klein die Landwirtschaft näher kennenlernen können. Zaungäste hatten Gelegenheit, preisgekrönten Tieren buchstäblich Auge in Auge gegenüber zu stehen und ihre Kraft und Masse zu erleben.

Hereford-Rinder sind besonders beliebt

80 Zuchtkühe der Rasse Hereford und 75 Uckermärker-Exemplare gebe es in der Agrar GmbH, sagt Zuchtmanager Manfred Knaut. Vor allem Hereford sei eine weltweit wegen ihrer Anpassungsfähigkeit sehr beliebte Rasse. Solche Tiere seien unter anderem bereits nach Polen oder Estland verkauft worden.

Landpartie bei der Landwirtschaftlichen Produktions- und Dienstleistungsgenossenschaft (LPDG) Biesen. Preisgekrönte Hereford- und Uckermärker-Rinder wurden präsentiert. Quelle: Björn Wagener

Die Uckermärker seien weniger für den Export bestimmt, weil sie an den Bekanntheitsgrad der Hereford-Rinder nicht heranreichen, aber Manfred Knaut berichtet, dass jüngst einige Tiere nach Usbekistan gingen.

Gleich hinter den Rindern konnten kleine Leute auf andere Weise Bekanntschaft mit etwas Großem machen. Denn auf Fahrzeugen wie Häckslern und Mähdreschern ging es buchstäblich hoch her. Kinder durften im Cockpit mitfahren. „Wann hat man denn sonst schon mal Gelegenheit dazu?“, sagt Burkhard Schultz, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft.

Auch auf Probleme hingewiesen

Er begrüßte die Gäste um 14 Uhr gemeinsam mit Bürgermeister Jörg Gehrmann und wies dabei auch auf ein ernstes Thema hin – nämlich den Milchpreisverfall, der auch der LPDG Biesen schwer zusetze. Dass es in der Milchproduktion mittlerweile längst ums Überleben geht, hatte Schultz bereits Anfang Juni gegenüber Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger deutlich gemacht. Dennoch sollte am Sonnabend der Spaß im Vordergrund stehen. Schließlich ist die Landpartie in Biesen traditionell auch gleichzeitig ein Dorffest. So hatte sich der Landwirtschaftshof denn auch in eine große Spielwiese verwandelt. Draußen unter einem Pavillon und drinnen in einer Halle ließen es sich die Gäste bei Gegrilltem und Kuchen gut gehen. Die Kinder konnten sich auf einer Springburg austoben oder sich von Klaus Doll schminken lassen.

Kaninchen zu erwürfeln

Die Kleintierzüchter vom Wittstocker Verein Cypria D 274 präsentierten Geflügel und Kaninchen – und mit etwas Glück konnten Gäste mit einem Einsatz von nur 50 Cent ein Langohr erwürfeln. Eher für Erwachsene gab es eine Laserschießanlage. Mit dem Fest zur Landpartie wolle die LPDG ihre Zusammengehörigkeit mit dem Dorf bekräftigen. „So lange wir irgendwie können, werden wir das auch weiterhin machen“, so Schultz

Von Björn Wagener

Die 23. Brandenburgische Seniorenwoche ist eröffnet. Landrat Ralf Reinhardt hob auf der Eröffnungsveranstaltung am Sonnabend in Wittstock die Leistungen der Senioren hervor und würdigte eine Reihe von besonders engagierten Menschen mit Urkunden.

15.06.2016

Bis zur Wende waren im Wald in der Region zwischen Beetz, Rüthnick, Grieben und Linde Soldaten unterwegs. Die NVA hat das Gelände als Übungsfläche genutzt. Inzwischen gehört es zum Naturerbe der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Im Wald soll bald experimentiert werden – mit den Bäumen und einem Hochmoor.

12.06.2016

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin droht auf hohen Kosten bei der Unterbringung von Flüchtlingen sitzenzubleiben. Grund: Das Land zahlt nur für belegte Plätze in Flüchtlingsunterkünften. Dem Kreis droht innerhalb von drei Jahren ein Fehlbetrag von 4,8 Millionen Euro.

14.06.2016
Anzeige