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Ostprignitz-Ruppin Bio-Wasser in der Rheinsberger Preussenquelle
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bio-Wasser in der Rheinsberger Preussenquelle
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00:18 05.02.2016
Bei der Produktion achtet die Preussenquelle darauf, alle Prozesse so umweltschonend wie möglich zu gestalten. Quelle: Geisler
Rheinsberg

Pestizide oder Arzneimittelrückstände im Leitungs- oder Mineralwasser? Hört sich zwar ekelhaft und unglaublich an, kommt aber vor, wie namhafte Warentester in den vergangenen Jahren immer wieder festgestellt haben. Umso mehr sei es an der Zeit, bei dem am meisten konsumierten Lebensmittel ein wirklich reines Produkt zu präsentieren, findet Frank Stieldorf, Geschäftsführer der Rheinsberger Preussenquelle.

Dass sein Unternehmen genau das tatsächlich schafft, steht seit Ende Januar fest. Denn da hat der Betrieb das Gütesiegel für Bio-Mineralwasser aus dem Brunnen unter der Prinzenstadt bekommen – als fünfter von insgesamt rund 500 Mineralbrunnen im Bundesgebiet und als erster überhaupt in den neuen Bundesländern.

Dabei ist es nicht leicht, die Zertifizierung zu bestehen. „Die Messlatte ist irrsinnig hoch“, sagt Stieldorf. Deshalb habe auch er richtig gebangt, als sein Unternehmen die strenge Analyse bei einem unabhängigen Institut in Auftrag gab. „Da denkt man schon mal: Welche schlafenden Hunde haben wir vielleicht bisher nicht gefunden und wecken sie jetzt?“ Als die Ergebnisse der Kontrolle von über 100 Substanzen eintrafen, glätteten sich die Sorgenfalten.

Rheinsbergs Bürgermeister Jan-Pieter Rau, Preussenquelle-Geschäftsführer Frank Stieldorf und Heiko Strobel, Mitarbeiter des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land, bei der Präsentation des Bio-Wassers am Dienstag in Rheinsberg. Quelle: Celina Aniol

Denn im Rheinsberger Brunnenwasser, das aus rund 170 Metern Tiefe befördert wird, sind die meisten Schadstoffe schlicht nicht nachweisbar. Und die wenigen, die es gibt, liegen weit unter gesetzlichen Grenzwerten. Auch die Verarbeitung ist im Vergleich zu anderen Standorten sehr schonend, haben die Experten attestiert. Aufnahmen im Elektromikroskop beweisen, dass sich die Kristallstruktur des Wassers vor und nach der Produktion kaum unterscheidet. „Bei stark verarbeiteten Produkten ist das nicht der Fall“, so Stieldorf. Durch UV-Bestrahlung oder Ozonierung, die häufig angewendet werden, seien sie weit entfernt von einem natürlichen Lebensmittel.

Preussenquelle

, die 2007 gegründet und 2014 vom Berliner Großhändler Terra Naturkost gekauft wurde, schafft mit 23 Mitarbeitern etwa eine Million Füllungen pro Jahr, die zu je 50 Prozent im Handel und in der Gastronomie angeboten werden.

wird von der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser nach eigenem Kontrollsystem durchgeführt. Der Bundesgerichtshof hat ihr Konzept 2012 für zulässig erklärt. Die insgesamt 45 Kriterien werden von einer unabhängigen Öko-Kontrollstelle in Nürnberg jährlich neu überprüft.

Was drin ist im Wasser, ist aber nur ein kleiner Teil der Bio-Prüfung. Unternehmen, die den Stoff aus ihren Brunnen mit dem Öko-Siegel anpreisen wollen, müssen noch weitere Bedingungen erfüllen, berichtet der Geschäftsführer. Die zwei wichtigsten Punkte sind Transparenz für die Verbraucher sowie Engagement für die Umwelt, damit die Ressource Wasser künftig weniger durch negative Einflüsse belastet wurd. Um ersteres zu erfüllen, hat die Preussenquelle jetzt eine Hotline eingerichtet, an die sich Kunden bei Fragen direkt wenden können. Außerdem will das Unternehmen demnächst die gesamten Ergebnisse der Analysen im Internet einstellen und die Deklaration auf den Flaschen vervollständigen. Beim Wasserschutz arbeitet die Firma schon länger eng mit dem Naturpark Stechlin-Ruppiner Land zusammen. Sie fördert außerdem den ökologischen Landbau, achtet stark auf die eigene Energiebilanz und ist bei der Umweltbildung von Schülern dabei. Hinzu kommt, dass das Mineralwasser in der Region bleibt: Die Marken „Preussenquelle“ und „Theodor“ werden nur in Berlin und Brandenburg vertrieben.

„Über den Begriff ,Bio’ für Wasser kann man sicherlich streiten“, gibt Frank Stieldorf zu. „Wichtig ist aber, dass er das Bewusstsein für bestimmte Probleme weckt, damit wir auch in 50 Jahren Wasser ohne Pestizide oder Hormone trinken können.“

Von Celina Aniol

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