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Bioessen wird in Neuruppins Kitas Pflicht

Ausschreibung beendet Bioessen wird in Neuruppins Kitas Pflicht

Neuruppins Schulessen kommt weiter vom bisherigen Anbieter Sodexo - das ist das Ergebnis der aktuellen Ausschreibung. Die Kitakinder hingegen bekommen nun Biomittagessen. Für sie wird künftig das Unternehmen Zuerbel und Lingk kochen.

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In den Neuruppiner Kitas gibt es bald Bioessen.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Schüler an Neurupiner Schulen werden ihr Essen wohl auch künftig vom bisherigen Anbieter bekommen. Darauf läuft die aktuelle Ausschreibung hinaus. Zweimal musste die Stadt nach geeigneten Firmen suchen. In einer ersten Ausschreibung hatte kein Bewerber alle angeforderten Unterlagen abgeliefert. Daraufhin wurde das Verfahren wiederholt. Das Ergebnis: Die Firma Sodexo wird auch künftig das Mittagessen an die städtischen Schulen liefern, das Neuruppiner Unternehmen Zuerbel und Lingk soll für die Kitas kochen.

Formal erfolgt der Zuschlag erst in zwei Wochen. Neuruppins Stadtsprecherin Michaela Ott äußerte sich deshalb auch nicht zu einzelnen Unternehmen. Die Abgeordneten im Hauptausschuss haben die Anbieter am Montag aber schon abgesegnet. Wie teuer das Essen wird, will die Stadt jedoch erst mitteilen, wenn die Aufträge offiziell vergeben sind.

Was Eltern künftig für eine Mahlzeit ihrer Sprösslinge bezahlen müssen, hängt allerdings nicht nur von der aktuellen Ausschreibung ab. Dafür dürfte auch ein Gerichtsverfahren wichtig sein, das Eltern gegen die Stadt Prenzlau führen.

Preise für Mittagessen steigen leicht

Im vergangenen Jahr kostete ein Mittagessen noch zwischen 1,91 Euro für Krippenkinder und 2,31 Euro in den Oberschulen und am Gymnasium. Geliefert wurde das Essen von Sodexo. Das Unternehmern hatte angekündigt, den Preis pro Mahlzeit auf 2,57 bis 2,95 Euro anzuheben und das unter anderem mit dem Mindestlohn begründet.

In einer Umfrage stimmte die Mehrzahl der Eltern daraufhin dafür, einen anderen Anbieter fürs Mittagessen zu suchen. Vor allem aus den Kitas kam die Forderung. Wenn das Essen schon teurer werden muss, dann wollten die Eltern dafür deutlich mehr Qualität.
Bisher essen etwa 1200 Kinder in den städtischen Schulen in Neuruppin regelmäßig Mittag, etwa 650 Kinder in den Kitas. Die Stadtverwaltung hatte sich entschieden, das Kita- und Schulessen getrennt auszuschreiben. Außerdem sollen künftig die Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gelten: Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker sind tabu, dafür muss mehr Obst, Gemüse, Milch und Fisch auf den Tisch, aber weniger Fleisch. „Weiterhin wird es einen hohen Anteil an regionalen und Bio-Lebensmitteln geben“, sagt Michaela Ott: „Das war bisher nicht der Fall.“

Weiter unklar, wer wie viel bezahlen muss

Dass das Essen teurer wird, war von Anfang an klar. Unklar ist aber weiter, wer für das Essen wie viel bezahlen muss. In Prenzlau hatten Eltern gegen die Stadt geklagt, weil sie nicht einsahen, dass sie mehr als drei Euro für ein Mittagessen bezahlen sollen. Das Verwaltungsgericht Potsdam gab ihnen 2014 Recht: Die Richter entschieden, dass Eltern eigentlich nicht mehr als 1,70 Euro bezahlen müssen. Das könnte für viele Kommunen in Brandenburg teuer werden. Noch ist die Entscheidung nicht rechtskräftig; Prenzlau hat im März Berufung beantragt.

Sollte Prenzlau endgültig zur Rückzahlung von Essengeld aus den vergangenen Jahren verurteilt werden, droht das wohl auch vielen anderen Städten im Land. Neuruppin hat sicherheitshalber schon 220 000 Euro zurückgelegt.
Aber auch ohne das Urteil muss die Stadt schon jetzt für die Pausenversorgung in Schulen und Kitas tief in die Tasche greifen. Für rund 60 000 Euro muss Neuruppin zum neuen Schuljahr neue Möbel für die Speiseräume kaufen; die bisherigen gehören zum große Teil der Firma Sodexo und sind außerdem oft alt. Zudem seien Umbauarbeiten für geschätzte 80 000 Euro nötig, heißt es aus dem Rathaus; welche genau, teilte Michaela Ott nicht mit.

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