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Ostprignitz-Ruppin Biologie-Stunde im Kyritzer Kulturhaus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Biologie-Stunde im Kyritzer Kulturhaus
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00:25 18.01.2016
Schautafeln und Modelle – ein bisschen wie das Biologie-Lehrbuch in 3D. Quelle: Alexander Beckmann
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Kyritz

Den einen mag es enttäuscht haben. Der andere mag erleichtert gewesen sein. Aufbereitete Leichen à la Gunther von Hagens gab es am Freitag bei der Ausstellung „Pathologikon“ im Kyritzer Kulturhaus jedenfalls nicht zu sehen. Trotzdem: Ein Novum war das Ganze für das Haus und wohl auch für die Stadt allemal. Wer kommt schon auf die Idee, in einer kommerziellen Wanderausstellung ausgerechnet anatomische Schaubilder und Modelle zu zeigen?

Eine Portion Zufall war sicherlich dabei. „Man sieht, wie andere so was machen und denkt, dass das eine gute Sache ist“, erklärt Hilmer Korf als Pressesprecher des Veranstalters. Außerdem habe der vorherige Betreiber die Sammlung gerade abgegeben. Vom Konzept ist Korf jedenfalls überzeugt: „Von Hagens ,Körperwelten’ waren vielleicht doch etwas zu provokant.“

Ein bisschen etwas von Schaustellergeschäft hat das „Pathologikon“ aber durchaus. Seit dem vergangenen Herbst tingelt die Schau von Stadt zu Stadt: vorigen Sonntag Grevesmühlen, am Freitag Kyritz, am Sonnabend Wittenberge, am Sonntag Ratzeburg und so weiter. Korf versichert aber, dass man sich bemühe, mit der Ausstellung wirklich aktuelle Erkenntnisse zu Anatomie und Medizin zu vermitteln. Regelmäßig sollen die Darstellungen mit Unterstützung von Experten an den aktuellen Forschungsstand angepasst werden. „Die Erkenntnisse wechseln ja“, so Korf. Bildung sei ein wichtiges Anliegen. „Der Gedanke ist auch, das Bewusstsein für die Gesundheit etwas zu sensibilisieren.“

Eine Schulklasse besuchte die Ausstellung

Die erste größere Besuchergruppe, offenbar eine Schulklasse aus der Stadt, ließ sich im Kyritzer Kulturhaus wenig von solchen Ideen beeindrucken. Innerhalb weniger Minuten durcheilten die Teenager die Reihen der Exponate und brachten kaum einem davon größere Aufmerksamkeit entgegen. Vielleicht erinnerten die Plastiken und Bildtafeln doch zu sehr an den Biologieunterricht. Vielleicht erschien die schiere Masse an Information auch einfach zu gewaltig. Auf jeden Fall fehlte jemand, der Erklärungen lieferte und Hinweise auf Besonderheiten gab.

Zahlreiche andere Besucher widmeten der Schau durchaus mehr Zeit – und bestimmt nicht nur, weil sich ihnen eine prima Gelegenheit bot, noch mal nachzusehen, wo die Milz denn nun wirklich liegt. Geboten wurden auch kompakte Übersichten zu Themen wie Allergien, Hautkrebs, Diabetes oder Alzheimer. Über eine Videoleinwand flimmerten Dokumentationen über Infektionskrankheiten und ähnliches.

So geballt bekommt der Laie medizinische Information sicherlich nur selten vorgesetzt. Die thematische Breite und auch ein gewisser Mangel an Systematik machten den Besuch aber recht anspruchsvoll. Bunt und manchmal sogar ein kleines bisschen gruselig war das Ganze durchaus.

Von Alexander Beckmann

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