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Blasorchester gibt zwei Konzerte in Polen

Wittstock Blasorchester gibt zwei Konzerte in Polen

Die Sprache der Musik überwindet immer wieder Grenzen. So plant es auch das Wittstocker Blasorchester mit seiner Reise Anfang Juni ins polnische Krapkowic. Dank einer Förderung aus Lottomitteln können alle 38 Mitglieder mitfahren. Extra fürs Stadtfest in Krapkowic haben die Musiker eine eigene Komposition im Gepäck.

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Musik ist grenzenlos: Das Blasorchester Wittstock bereitet sich auf die Auftritte im polnischen Krapkowic vor.

Quelle: Christamaria Ruch

Wittstock. Vor dem Blasorchester Wittstock liegt ein mehrtägiges Gastspiel in Polen. Von Freitag, 9. Juni, bis Montag, 12. Juni, reisen alle 38 Mitglieder nach Krapkowic. In der 550 Kilometer von Wittstock entfernten Stadt gibt das Ensemble zwei Konzerte.

Doch mit der Reise betreten die Musiker kein Neuland: „Wir waren genau vor 30 Jahren schon einmal in Krapkowic“, erinnert sich Gerald Mittelstädt, der seit zwölf Jahren Vorstandsvorsitzender im Orchester ist.

Die Gesamtkosten in Höhe von 7300 Euro werden mit 5500 Euro Förderung aus Lottomitteln der Potsdamer Staatskanzlei und dem Brandenburger Ministerium für Justiz und Europa unterstützt. Die restlichen Kosten in Höhe von 1800 Euro sind Eigenmittel des Ensembles.

„Wir unternehmen ja immer wieder Auslandsreisen mit dem Orchester“, sagt Mittelstädt. Gemeinsam mit Sören Weber als musikalischer Leiter bereitet er die Auftritte vor.

„Die Reise ist zugleich ein Beitrag zum deutsch-polnischen Kulturaustausch“, so Mittelstädt. Hinter diesen fast abgedroschen wirkenden Worten steht aber ein echtes Bedürfnis. Denn Brandenburg als Nachbarland zu Polen pflegt dorthin regelmäßig die Kontakte. Ministerpräsident Dietmar Woidke ist zugleich Polenbeauftragter der Bundesregierung. In der Potsdamer Staatskanzlei laufen die Fäden für die grenznahe Zusammenarbeit mit Polen zusammen. Doch davon allein kommt noch keine Reise des Wittstocker Blasorchesters zustande.

Vielmehr regte Jan Redmann, CDU-Landtagsabgeordneter, diese Fahrt an. Er ist zugleich Vorsitzender des Fördervereins Blasorchester Wittstock. „Er suchte für uns das Gespräch in der Staatskanzlei und bahnte die Fördermittel an“, sagt Gerald Mittelstädt.

Krapkowicer Bürgermeister lädt ein

Parallel zum Antrag auf Fördermittel nahm Gerald Mittelstädt Kontakt mit Pawel Wiencek aus Krapkowic auf. Er ist Leiter des dortigen Blasorchesters. Die Antwort folgte postwendend und schnell fanden beide einen Reisetermin. Vergangene Woche folgte die offizielle Einladung des Bürgermeisters. Darin lädt er die Wittstocker Musiker zu den „Krapkowicer Tagen“, dem Stadtfest, am 10. und 11. Juni ein.

„Die Reise wird uns auch als Musiker weiter zusammenschweißen“, berichtet Gerald Mittelstädt aus Erffahrung von früheren Reisen. „Damit lernen wir uns auf andere Art als sonst bei den wöchentlichen Proben kennen.“ Zum Repertoire bei dem Gastspiel in Krapkowic gehört das Programm vom diesjährigen Frühlingskonzert in Wittstock. Mehr als 20 Stücke gibt das Orchester zum Besten. Märsche, Filmmusik bis hin zum Udo-Jürgens-Medley werden angestimmt.

Das Stück „Erinnerung an die Beskiden“ aus der Feder des früheren Leiters Kurt-Karl Mucha wird eigens für die Reise aufgefrischt. Bei den Beskiden handelt es sich um eine eher traditionelle Bezeichnung für Gebirge in den West- und Ostkarpaten in Polen.

Von Christamaria Ruch

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