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Blick hinter verschlossene Türen

Industriekultur in Wittenberge Blick hinter verschlossene Türen

Am Tag des offenen Denkmals am 13. September gibt es auch in der Prignitz jede Menge zu sehen und zu erleben. Im Mittelpunkt steht diesmal Wittenberge mit seiner Industriekultur. Besucher können sich Führungen durch die ehemaligen Großbetriebe Nähmaschine und Ölmühle anschließen. Besichtigungen stehen aber auch auf dem historischen Bahngelände und durch den sanierten Kornspeicher auf dem Programm.

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Den herrlichen Ausblick vom Kornspeicher an der Elbe stellen Ortrud Effenberger, Edelgard Schimko, Geschäftsbereichsleiterin für Bau, und der Wittenberger Bürgermeister Oliver Hermann (vl..) vor. Am Denkmaltag werden die Besucher ihn ebenfalls genießen können.

Quelle: Foto: Michael Beeskow

Wittenberge. Wie keine andere Stadt steht Wittenberge für die Industriekultur in der Prignitz. Auch wenn nach der Wende Großbetriebe wie die Ölmühle oder das Nähmaschinenwerk aufhörten zu produzieren, beim Tag des offenen Denkmal am Sonntag, 13. September, können noch viele historische Industriegebäude und Anlagen in der Elbestadt besichtigt werden. Die Besucher erhalten aber auch Einblick, was sich heute auf den alten Werksgeländen tut.

Nicht von Ungefähr hat der Landkreis Prignitz seine zentrale Eröffnungsveranstaltung auf das Bahngelände Wittenberge gelegt. Mit der Bahn setzte der industrielle Aufschwung Wittenberges ein, aber auch heute ist die Bahnanbindung von größter Wichtigkeit.

Die Bahnstrecke Berlin – Hamburg ging 1846 in Betrieb. Der Berliner Kaufmann Salomon Herz, seit 1823 mit dem Aufbau der Ölmühle an der Elbe beschäftigt, hatte seinen Einfluss spielen lassen, um die Bahn nach Wittenberge zu holen. Noch im Eröffnungsjahr der Strecke entstand der erste Lokschuppen, der heute als Lokschuppen III bezeichnet wird. Es handelt sich hierbei nicht um den historischen Lokschuppen, wie man vielleicht meinen könnte. Die Schienenfahrzeugbau Wittenberge, ein Unternehmen der Potsdamer Eisenbahn Gesellschaft (PEG), arbeitet hier Schienenfahrzeuge auf. Das Unternehmen ist nicht zu verwechseln mit dem Fahrzeuginstandhaltungswerk der Deutschen Bahn, das ebenfalls auf dem Bahngelände ansässig ist.

Der älteste Lokschuppen mit seiner heutigen, modernen Fertigung ist nur an diesem Tag zugänglich. Um 12, 14 und 16 Uhr dürfen sich Neugierige der Führung anschließen. Auch der Jahrzehnte später errichtete heutige historische Lokschuppen, den die Dampflokfreunde Salzwedel mit einer großen Technikschau betreiben, wird zu besichtigen sein.

Die Besucher erhalten zudem die Chance, hinter die Kulissen der Ölmühle zu schauen. Der große Speicher wird gerade zu einem Hotel umgebaut. „Bei der Besichtigung sieht man erst die Dimension dieses Vorhabens und die Probleme, die mit der Umsetzung verbunden sind“, erklärt Ortrud Effenberger, Sachbereichsleiterin Denkmalschutz in der Kreisverwaltung. Auch über die Umnutzung der beiden alten Oktaeder zu einem Tauchturm beziehungsweise zu einem Kletterturm soll es einige Informationen geben. Führungen sind für 12 und 15 Uhr angesetzt. Die Kunsthistorikerin Jessica Hänsel spricht um 14 Uhr in ihrem Vortrag über „Unser industrielles Erbe.“ Auf eine große Werksführung über das Veritas-Gelände wird diesmal verzichtet. Doch gibt es um 11 Uhr und 15 Uhr Führungen durch den Uhren- und Wasserturm. Ein neuer Ausstellungsraum zu Gas, Wasser, Strom wird an diesem Tag zugänglich gemacht.

Historische Filmaufnahmen sind um 13 Uhr zu sehen. Einmalig ist auch die Öffnung des alten Kornspeichers an der neuen Elbuferpromenade bei Führungen um 14, 15 und 16 Uhr. Die drei unter Denkmalschutz stehenden Getreidesilos wurden kürzlich saniert, zumindest die äußere Hülle. Bei der Nutzung der denkmalgeschützten Industriegebäude will sich die Stadt ohne Zeitdruck eine Lösung finden, wie Bürgermeister Oliver Hermann erklärt. Wichtig sei, dass deren Bestand gesichert sei. Die Besucher können das noch bis vor wenigen Jahren intakte Innenleben des Kornspeichers kennenlernen, und vom Dach aus eine Förderbrücke treten, von der eine einzigartige Aussicht auf die Stadt und die Elbtalaue möglich ist.

Orte und Veranstaltungen in Prignitz und Ostprignitz-Ruppin

www.tag-des-offenen-denkmals.de

Alt Krüssow, Wallfahrtskirche, Dorfstraße: Kirchenbau, 1520 Weihe, Saalbau mit quadratischer Kapelle; 10-16 Uhr, Führungen  03391/ 7 51 50

Blüthen , Dorfkirche, Lindenstraße: 16. Jahrhundert, Feldsteinbau; 11-17 Uhr

Blüthen , Landpfarrhaus, Museum, Lindenstraße 20: siebenachsiger Sichtziegelbau mit Feldsteinsockel und Satteldach 19. Jahrhundert, Leben auf einer Landpfarrstelle; 11-17 Uhr

Darsikow , Kirche: Neubau 1832, neugotischer Spitzbogenfenster mit klassizistischen Emporensäulen, 10-18 Uhr, Führungen: 0178/7 86 07 08

Dranse , Dorfkirche, Dranser Dorfstraße: Klinkerbau 1861, neuromanisch, baugleich mit Kirchen in Gadow, Teetz und Zempow; 10.30-12 Uhr, Führungen unter 033966/6 03 50; 10.05 Uhr Bus-Shuttle ab Bahnhof Wittstock

Dranse , Walkmühle, Walkmühler Straße 1: 1705 erbaut, um 1855 Kornmühle, Neuaufbau 1880, Müllereimaschinen von 1906–1955; 10-17 Uhr, Führungen unter 033966/ 6 03 63, 10.05 Uhr Bus-Shuttle ab Bahnhof Wittstock

Freyenstein , Archäologischer Park,

Altstadt 11: Altstadt in Form von etwa 100 Feldsteinkellern unter der Erde, Zeugnis einer planmäßig angelegten Stadt im Mittelalter; 10-17 Uhr, Führungen 10 Uhr und unter 033967/ 6 03 33, 10.05 Uhr Bus-Shuttle ab Bahnhof Wittstock

Freyenstein , Marienkirche, Marktstraße: dreischiffige frühgotische Hallenkirche um 1300; 11-17 Uhr, Führungen unter 0174/3 75 82 70, 10.05 Uhr Bus-Shuttle ab Bahnhof Wittstock

Freyenstein , Schloss, Marktstraße: Wohnsitz märkischer Landadliger der Renaissance, Bautypus Festes Haus; 10-17 Uhr, Führungen unter

03394/42 92 00, 10.05 Uhr Bus-Shuttle ab Bahnhof Wittstock

Gadow , Dorfkirche Gadow, Dorfstraße 44: 1860-63 erbaut, spätbarock, Altar und Kanzel des Bildhauers Koch; 10-17 Uhr, Führungen 033964/

5 03 65, 10.05 und 14.05 Uhr Bus-Shuttle ab Bahnhof Wittstock

Glienicke , Schinkelkirche, Schinkelplatz: achteckige Dorfkirche, 1815 nach Entwurf von Schinkel erbaut; 10- 17 Uhr, Führungen 11 und 13 Uhr

Grabow , Dorfkirche, Blumenthaler Straße: Fachwerkkirche 1595 erbaut, 800 Kilogramm schweres Kreuz sowie ein Altar aus Eiche; 9-12 und 13-17 Uhr

Groß Breese, Heimaotschüün, Groß Breeser Allee 38/39: Scheune mit Stallnutzung um 1840, bäuerliche Landwirtschaft und Handwerk, 15-17 Uhr;

Groß Breese , Schulhaus, Heimatstube, Groß Breeser Allee 42: Fachwerk, um 1846, bäuerliche Hauswirtschaft, Dorf- und Siedlungsgeschichte, Schule und Vereinsleben; 15-17 Uhr

Heiligengrabe , Heiligengraber Krug, Wittstocker Straße 31: um 1850 als Gaststätte mit Kolonialwarenladen, Saalanbau um 1900, Biergarten, Poststation; 11-17 Uhr, Führungen, Zimmermannsarbeiten, Nagelwettbewerb, Fahrparcours, Malecke, Diskussion

Heiligengrabe , Kloster Stift zum Heiligengrabe, Stiftgelände 1: Zisterzienserinnenkloster, Gründung 1287, 1742 Damenstift; 11- 17 Uhr, Orgelführung 14 Uhr, Kräutergarten

Herzsprung , Dorfkirche, Herzsprunger Dorfstraße: spätgotischer Feldsteinbau um 1500, 8-18 Uhr; Führungen 10-16 Uhr

Hohenofen , Patent-Papierfabrik, Neustädter Straße 25: komplett erhaltene historische Produktionsanlage – vom Lumpen bis zur Papierrolle; 11-17 Uhr, Führungen 11 und 14 Uhr

Horst (bei Heiligengrabe), Gutskapelle Horst, Zum Burghof: Fachwerkbau mit Ziegeldach von 1688; 10-16 Uhr

J abel, Doppelhirtenkate, Jabeler Dorfstraße 20: Bauernhaus 1850; Sonntagscafé mit Erlebnisgarten; 11-18 Uhr

Jabel , Dorfkirche, Dorfstraße: 1803 wieder erbaute Dorfkirche mit Bohlensparrendach; 10-12, 13-18 Uhr, alte christliche Schriften

Kletzke , Dorfkirche, Kletzker Dorfstraße: Feldsteinkirche 13. Jahrhundert, reiche Innenausstattung; 10-17 Uhr, Führungen, Kaffee und Kuchen

Köpernitz , Gutshaus: restauriertes Herrenhaus, ab 13 Uhr Führungen, Besichtigung, 14.30 Uhr Vernissage

Lenzen , Burg, Burgstraße 3: Burganlage 11. Jahrhundert, Diorama Schlacht bei Lenzen – 800 Zinnfiguren; 10- 18 Uhr, Führungen  038792/ 12 21, Markt, Bühnen- und Kinderprogramm

Lenzen , Stadtkern, Ackerbürgerhaus mit Gehöft, Seetorstraße 7: gemischte Fachwerkbauweise mit Satteldach, Stall und Scheune in Backstein ca. 1790; 13-18 Uhr, Führungen stündlich, 14 Uhr Infos zur Sanierung des Hauses, Lesung aus den landwirtschaftlichen Tagebüchern der Familie Wiese, 15 Uhr Klaviermusik, Handwerk, Stadtbauern

Mödlich , Pfarrhaus, Lenzener Straße 23: 1865 auf Warft errichtet, verputzter Backsteinbau mit Merkmalen des späten Biedermeier; 13-18 Uhr, Führungen unter 0151/14 80 74 87

Neuhausen , Schloss, Neuhofer Straße 20: 1396 markgräfliche Grenzfeste, heutiger Bau von 1738, alte Burganlage, Schlosspark; 14-18 Uhr, Führungen nach Bedarf ( 038785/9 01 62)

Neuruppin , Dorfkirche Bechlin, Dorfstraße 52a: frühgotischer Feldsteinbau 13. Jahrhundert, Grabmale des 19. Jahrhunderts; 14-18 Uhr, Führungen unter ☎ 0177/4 66 80 23, 18 Uhr Konzert mit Streichensemble „Ad libitum“, Lesung lokaler Sagen, Kaffee und Kuchen,

Neuruppin , Kunsthandwerkersiedlung Gildenhall, Hermsdorfer Straße 7: Mutz’sches Wohn- und Werkstatthaus, 1921-29 Freiland-Siedlung Gildenhall; 10-18 Uhr, Führungen 10 und 16 Uhr, 12-14 Uhr Echt oder nachgemacht – Einschätzung von Experte Hendrik Schink zum Gildenhaller Kunsthandwerk, Eigenes kann mitgebracht werden, 14 Uhr Vortrag, Kaffee und Kuchen

Papenbruch , Dorfkirche, Papenbrucher Dorfstraße: Kirche 1832-34, Ausstattung aus der Bauzeit, Hollenbach-Orgel, Schaugarten, Pfarrhaus von 1819; 14-17 Uhr, Führungen, 17 Uhr Andacht mit Orgelmusik, Kaffee, Kuchen

Postlin , Kirche, Petrus-Kregenow-Straße: 15. Jahrhundert spätgotischer Flügelaltar; 9-12, 13- 17 Uhr, Führungen unter 0173/6 10 65 55

Pritzwalk , Sankt-Nikolai-Stadtpfarrkirche, Kirchstraße: dreischiffige Hallenkirche mit Hallenumgangschor, Mitte 13. Jahrhundert; 10-17 Uhr

Quitzöbel, Kirche, Am Rundling: Fachwerkbau in Saalform; ab 14 Uhr, 14 Uhr Benefizkonzert

Rambow (bei Kleinow), Hauptstraße 17: 300 Jahre altes Fachwerkhaus, offner Garten; 10 bis 17 Uhr, 11, 14 und 17 Uhr Führungen durchs Wohnhaus

Sieversdorf , Mitteldeutsches Ernhaus, Dorfstraße 4: Wohnstallhaus, Fachwerk 18. Jahrhundert; 14-17 Uhr, Führungen 14 Uhr und nach Bedarf durch Bodo Knaak, 033970/1 46 62

Triglitz , Koebemühle, Zur Wassermühle 1: Wassermühle 1704, Hofanlage, Fachwerk, offener Herd, Kuppelbackofen, Schrotmühle; 11-18 Uhr, Führungen unter 033981/5 08 40, Landtechnik, alte Bäume, Musik, hausgebrautes Bier, Heilkräuterschnäpse

Unbesandten , Hof Heinecke, Am Elbdeich 17: niederdeutsches Hallenhaus 1727, Wohnhaus 1856, Wirtschaftsgebäude 1719 und 1908; 11-19 Uhr; Führungen unter 0177/6 50 17 18

Unbesandten , Niederdeutsches Hallenhaus, Am Elbdeich 4: 1755 in Zweiständerfachwerk mit Vorscheuer, Biobauernhof; 13-18 Uhr, Führungen durch Familie Pauli ( 038758/ 2 01 94), Ausstellungen, Bildervortrag zur Sanierung, Tee, Kaffee und Kuchen

Wernikow , Feldsteinkirche, Wernikower Dorfstraße: erbaut 1245-53, älteste datierte Feldsteinkirche in der historischen Prignitz: 10-17 Uhr

Wittstock , Bischofsburg, Amtshof 1-5: Ober- und Unterburg, polygonale Backsteinmauer mit Strebepfeilern, Museum des 30-jährigen Kriegs; 11-16.30 Uhr, Führungen unter 03372/43 32 44)

Wittstock , Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald, Belower Damm 1: über 16 000 Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen mussten im April 1945 tagelang im Belower Wald campieren, historisches Gelände; 10-18 Uhr, Führung 10 Uhr oder unter 039925/ 24 78, 12 Uhr Dokumentarfilm, 14 Uhr Zeitzeugengespräch, 10.05 Uhr Bus-Shuttle ab Bahnhof Wittstock

Wittstock , Sankt-Marien-Kirche, Kirchplatz 1: dreischiffige gotische Backsteinhallenkirche, Wehrturm um 1230, bemerkenswerte Innenausstattung; 11-18 Uhr, Orgelführung 15 Uhr

Wittstock , Telschowsches Haus, Auf der Freiheit 8: 1566 erwähnt, eines der repräsentativsten Häusern der alten Amtsfreiheit; 11-17 Uhr, Kaffee, Kuchen

Wittenberge , Alte Ölmühle, Bad Wilsnacker Straße 52: Industriedenkmal 19. Jahrhundert; 11-17 Uhr, Führungen unter 03876/71 31 23

Von Michael Beeskow

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