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Blitzeralarm für Rägelin und Katerbow

Warntafeln sollen Brummifahrer zum Bremsen bringen Blitzeralarm für Rägelin und Katerbow

Der Landkreis will jetzt doch auf die Proteste der Anwohner wegen des zunehmenden Lkw-Verkehrs in Katerbow und Schweinrich reagieren. In beiden Orten soll die Tempo-30-Zone verlängert werden, sagte Mathias Wittmoser, Chef des Verkehrsamtes. "Dann können wir mit unserem Wagen dort auch lasern."

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Quelle: Markus Kniebeler

Neuruppin. Bisher fehlt es laut Wittmoser in beiden Orten an einer ausreichend langen Geraden, um die Einhaltung des Tempolimits für Brummifahrer kontrollieren zu können. Die Anwohner der zwei Landesstraßen beklagen seit Jahren einen zunehmenden Schwerlastverkehr und kämpfen in Bürgerinitiativen gegen den Lärm. "Wir wollen keinen Verkehr verhindern", betont Johannes Oblaski, Sprecher der Initiative gegen den Mautausweichverkehr. Die Zahl der Schwerlasttransporter, die durch die Dörfer rollen, solle aber auf einen Stand zurück, wie er vor der Mauteinführung üblich war.

Wie das gehen soll, ist umstritten. Der Kreis hält nichts von einem Durchfahrtsverbot für Brummis auf den Landesstraßen in Katerbow und Schweinrich. "Jedes Verbot führt nur zu einer Verlagerung des Verkehrs", sagt Amtsleiter Wittmoser. Zu Schweinrich gebe es aber nicht mal eine Alternativstrecke, und Neuruppin sollte auch nicht noch mehr Verkehr aufnehmen müssen, so Wittmoser. Der Kreis setzt deshalb auf Abschreckung. So sollen in Schweinrich, Katerbow und Rägelin Schilder aufgestellt werden, die die Autofahrer darauf aufmerksam machen, dass in diesen Orten häufig geblitzt wird. Viele Kraftfahrer gehen bei diesen Warntafel vorsichtshalber auf die Bremse. Das zeigten Erfahrungen in anderen Städten, sagte Wittmoser. Zudem will der Kreis mit den Warntafeln dem Vorwurf der Autofahrer entgehen, dass er mit dem Lasern Abzocke betreibt. Weil es sich um Landesstraßen handelt, muss das Land jedoch dem Aufstellen der Schilder zustimmen. Mit dem sei man aber bereits im Gespräch, so der Amtsleiter.

"Ein stationärer Blitzer wäre besser", sagte Christine Lackmann, Ortsvorsteherin von Katerbow. Dann würden die Brummifahrer im Dorf auch abbremsen. Ratlos ist Lackmann, was sie von den geplanten Warntafeln halten soll. "Ich weiß nicht, ob das was bringt." BI-Sprecher Oblaski ist indes überzeugt, dass das "Kokolores" ist. "Die Berufskraftfahrer wissen innerhalb von zwei Tagen, dass das nur blinde Schilder sind. Damit schreckt man nur Sonntagsfahrer ab." Die Bürgerinitiative fordert weiter ein Nachtfahrverbot für Brummis zwischen 22 und 6 Uhr zwischen Kuhburgsberg, Katerbow, Rägelin, Rossow und Fretzdorf. Andrea Stelmecke, Sprecherin der Initiative "Leben ohne Beben" in Schweinrich, hält ebenfalls nichts von den Warnschildern. "Es ist ein Irrwitz, damit den Lkw-Verkehr besänftigen zu wollen."

Die Bürgerinitiative im Amt Temnitz beriet am Montag mit ihrem Anwalt, wie sie den Druck auf die Behörden erhöhen kann. Bisher haben die Anwohner ihre Autos auf den Straßen geparkt. Nun sind neue Protestformen im Gespräch.

Von Andreas Vogel

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