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Ostprignitz-Ruppin Blumen aus Neustadt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Blumen aus Neustadt
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00:30 27.08.2015
Marita Winter präsentiert vor der „Skyline“ Quelle: Renate Zunke
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Neustadt

Dass die Stadt Havelberg nicht nur dank der Bundesgartenschau besonders bunt ist, dafür sorgt derzeit auch eine Neustädterin. Marita Winter präsentiert im Rathaus 80 Bilder in Acryl und Öl sowie Aquarelle. Im ehrwürdigen Gebäude sind alle Flure und Treppenaufgänge mit ihrer Malkunst farbenfroh ausgestaltet. Organisiert hat diese Exposition der örtliche Kulturverein.

Auf wunderbare Weise ergänzen die auf Leinwand festgehaltenen Blumen, Landschaften und Stillleben die bunte Buga in der Natur rund um den Dom. Die Kunstwerke finden viele Bewunderer. So schrieb zum Beispiel eine Besucherin aus Berlin ins Gästebuch: „Aquarell ist die Königin der Malerei. Dafür, dass Sie erst seit 2007 aquarellieren, liefern Sie gute Arbeiten ab. Besonders gelungen sind die architektonischen Ansichten“. Kinder der Havelberger Förderschule gefielen die Sonnenblumen- und Ostseebilder sehr gut. Ihre Lehrerinnen lobten die „farbenfrohe und abwechslungsreiche Schau.“

Ihre Motive findet Marita Winter hauptsächlich in der Natur. Sie experimentiert aber auch gern, zum Beispiel mit Marmormehl, verwendet unter anderem Sackleinen sowie Wellpappe und lässt sich von den entstehenden Strukturen und dreidimensionalen Effekten überraschen. Bestes Beispiel dafür ist das Bild „Die Skyline“, das in Erdfarben die Silhouette einer Stadt zeigt.

1951 geboren, wurde das Maltalent von Marita Winter schon in der Schulzeit gefördert. Doch während der Lehre zur Bankkauffrau und Studium an der Finanzfachschule Gotha blieb wenig Zeit für die Kunst, ebenfalls nach der Heirat. Die beiden Söhne wurden 1976 und 1980 geboren. Ab 1976 arbeitete Marita Winter als Abteilungsleiterin für Finanzen im Neustädter Rathaus, dann als Kämmerin in der Amtsverwaltung der Pferdestadt. 1999 belegte sie einen Malkurs in der Volkshochschule unter Regie des Grafikers Werner Großmann. Auf Workshops und im Austausch mit Malfreunden vervollkommnete sie ihre Fertigkeiten. Die Ergebnisse konnte man auf mehreren Gemeinschaftsausstellungen ihrer Malgruppe besichtigen. Eine Einzelausstellung gab es im Jahr 2013 in der Neustädter Amtsverwaltung und jetzt also im Havelberger Rathaus.

Im Jahr 2013 musste Marita Winter krankheitsbedingt ihren Arbeitsplatz aufgeben. War die Malerei für die 64-Jährige vorher ein Ausgleich zur stressigen Arbeit, bedeutet sie jetzt vor allem Entspannung. Sie sagt: „Malen ist die beste Therapie für mich“. Dass sie sehr produktiv ist, zeigen die 80 ausgestellten Bilder in Havelberg. Die meisten davon entstanden in jüngster Zeit. 14 der Bilder sind mit einem roten Punkt versehen. Sie werden zukünftig Gästezimmer im Schloss Kampehl schmücken.

Hinweis: Zu besichtigen ist die Ausstellung noch bis zum 30. September im Havelberger Rathaus, Markt 1.

Von Renate Zunke

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