Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Blumen für die Liebhaberin der Blüten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Blumen für die Liebhaberin der Blüten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 10.02.2016
Blumen gab es reichlich für die Dichterin. Quelle: Foto: Reyk Grunow
Anzeige
Neuruppin

Fast scheint Jakob Strittmatter seine Mutter noch immer für ihre Jugend und die Jahrzehnte danach zu bedauern. Ausgerechnet sie, die Blumen doch so sehr liebte, musste im Winter Geburtstag haben. Zu einer Zeit, in der schöne Blumen lange Zeit so schwer zu bekommen waren. An diesem Montag wäre die vielleicht meistgelesene deutsche Lyrikerin 86 Jahre alt geworden. In Neuruppin erinnerten am Sonntag gut 60 Strittmatter-Verehrer an die Frau, die 1930 in der Fontanestadt geboren wurde.

Blumen spielen in Eva Strittmatters Werk eine wichtige Rolle. An vielen Stellen kommen sie in ihren Gedichten vor. Auf den Geburtstagstischen ihrer Kinder hat sie immer für frische Sträuße gesorgt. Morgens ging sie selbst durch den Garten in Schulzenhof bei Rheinsberg und wählte Blüten aus. Davon erzählte Jakob Strittmatter bei der Gedenkfeier am Neuruppiner Eva-Strittmatter-Platz.

Von ihrem Mann gab es immer einen frischen Strauß

Sie selbst dürfte als Kind kaum welche geschenkt bekommen haben. Geboren wurde Eva Strittmatter 1930 als Tochter der Eheleute Braun. Die Familie war arm, für Blumen war kaum Geld übrig. Nicht einmal zum Geburtstag, falls man in Eva Strittmatters Kindheit des Winters denn überhaupt welche in Neuruppin zu kaufen bekommen hätte. Ihr Mann Erwin hat ihr allerdings auch zu DDR-Zeiten gegen alle Widrigkeiten jedes Jahr einen schönen Geburtstagsstrauß organisiert. Auch daran erinnerte sich Jakob Strittmatter am Sonntag. Viele der Gäste hatten zu der Gedenkfeier am Ende der Straße des Friedens Blumen für die Dichterin mitgebracht.

Eva Strittmatters Sprache war es, die den Maler Hans-Jürgen Gaudeck gleich faszinierte, als er vor Jahren in Neuruppin zum ersten Mal auf ihre Gedichte stieß. Wie viele ihrer Leser war auch er sofort begeistert „von den glasklaren Worten“, die sie für ihre Heimat fand. Die Gedichte haben ihn so beeindruckt, dass er versuchen wollte, in einen Dialog mit ihnen zu treten.

Im Museum in Neuruppin sind zurzeit 19 Aquarelle zu sehen, in denen sich der Berliner mit der Lyrik Eva Strittmatters auseinandersetzt. Nach der Gedenkfeier am Sonntag führte Hans-Jürgen Gaudeck selbst durch die Schau. Die Bilder sollen keine Illustrationen der Gedichte sein, sagt Gaudeck. Er habe vielmehr versucht, die Stimmung einzufangen, die Eva Strittmatter mit ihrer Dichtung erzeugt hat. Die Bilder sind bis 28. Februar zu sehen. Die Neuruppinerin Christel Weimar hat dazu vier Gedichte eingesprochen, die in der Ausstellung zu hören sind.

Von Reyk Grunow

Mit Schmelz, Charme und Schmackes eroberten die „12 Tenöre“ ihr Neuruppiner Publikum im Sturm. Mehr als 600 Gäste ließen sich das breitgefächerte Repertoire der Goldkehlen nicht entgehen. Mit Klassik, Pop und Rock verzauberten die Sänger aus aller Welt von der ersten Minute an. Und lieferten darüber hinaus noch Tanz- und sogar Strip-Einlagen.

07.02.2016
Ostprignitz-Ruppin Rheinsberger Carneval Club feiert Premiere - Feuertanz im Spritzenhaus

Zum 140jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr in Rheinsberg haben die Karnevalisten vom RCC den Brandbekämpfern zugeschaut und allerlei Närrisches vorgefunden. Kein Wunder, denn mit dem Prinzenpaar Katharina I. und Andreas II. – beide sind aktive Feuerwehrleute – hatten sie schließlich beste Informanten vor Ort.

07.02.2016
Ostprignitz-Ruppin Streetworker stellt sich in Ortsteilen vor - Jugendarbeit um Kyritz herum

Seit 2015 ist Michael Herbst als Streetworker speziell in den Kyritzer Ortsteilen unterwegs, um Kindern und Jugendlichen etwas Betreuung zu bieten. Das reicht von Besuchen an typischen Treffpunkten über spezielle Veranstaltungen bis hin zur Beratung von Eltern und Jugendlichen bei Problemen.

10.02.2016
Anzeige