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Blumen für die Liebhaberin der Blüten

Neuruppin erinnert an Eva Strittmatter Blumen für die Liebhaberin der Blüten

Am 8. Februar vor 86 Jahren wurde Eva Strittmatter in Neuruppin geboren. Damals hieß sie Eva Braun und natürlich ahnte niemand, das sie einmal die wohl meistgelesene deutsche Dichterin unserer Zeit werden würde. Zur Gedenkfeier am Sonntag kam auch ihr Sohn Jakob Strittmatter nach Neuruppin.

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Blumen gab es reichlich für die Dichterin.

Quelle: Foto: Reyk Grunow

Neuruppin. Fast scheint Jakob Strittmatter seine Mutter noch immer für ihre Jugend und die Jahrzehnte danach zu bedauern. Ausgerechnet sie, die Blumen doch so sehr liebte, musste im Winter Geburtstag haben. Zu einer Zeit, in der schöne Blumen lange Zeit so schwer zu bekommen waren. An diesem Montag wäre die vielleicht meistgelesene deutsche Lyrikerin 86 Jahre alt geworden. In Neuruppin erinnerten am Sonntag gut 60 Strittmatter-Verehrer an die Frau, die 1930 in der Fontanestadt geboren wurde.

Blumen spielen in Eva Strittmatters Werk eine wichtige Rolle. An vielen Stellen kommen sie in ihren Gedichten vor. Auf den Geburtstagstischen ihrer Kinder hat sie immer für frische Sträuße gesorgt. Morgens ging sie selbst durch den Garten in Schulzenhof bei Rheinsberg und wählte Blüten aus. Davon erzählte Jakob Strittmatter bei der Gedenkfeier am Neuruppiner Eva-Strittmatter-Platz.

Von ihrem Mann gab es immer einen frischen Strauß

Sie selbst dürfte als Kind kaum welche geschenkt bekommen haben. Geboren wurde Eva Strittmatter 1930 als Tochter der Eheleute Braun. Die Familie war arm, für Blumen war kaum Geld übrig. Nicht einmal zum Geburtstag, falls man in Eva Strittmatters Kindheit des Winters denn überhaupt welche in Neuruppin zu kaufen bekommen hätte. Ihr Mann Erwin hat ihr allerdings auch zu DDR-Zeiten gegen alle Widrigkeiten jedes Jahr einen schönen Geburtstagsstrauß organisiert. Auch daran erinnerte sich Jakob Strittmatter am Sonntag. Viele der Gäste hatten zu der Gedenkfeier am Ende der Straße des Friedens Blumen für die Dichterin mitgebracht.

Eva Strittmatters Sprache war es, die den Maler Hans-Jürgen Gaudeck gleich faszinierte, als er vor Jahren in Neuruppin zum ersten Mal auf ihre Gedichte stieß. Wie viele ihrer Leser war auch er sofort begeistert „von den glasklaren Worten“, die sie für ihre Heimat fand. Die Gedichte haben ihn so beeindruckt, dass er versuchen wollte, in einen Dialog mit ihnen zu treten.

Im Museum in Neuruppin sind zurzeit 19 Aquarelle zu sehen, in denen sich der Berliner mit der Lyrik Eva Strittmatters auseinandersetzt. Nach der Gedenkfeier am Sonntag führte Hans-Jürgen Gaudeck selbst durch die Schau. Die Bilder sollen keine Illustrationen der Gedichte sein, sagt Gaudeck. Er habe vielmehr versucht, die Stimmung einzufangen, die Eva Strittmatter mit ihrer Dichtung erzeugt hat. Die Bilder sind bis 28. Februar zu sehen. Die Neuruppinerin Christel Weimar hat dazu vier Gedichte eingesprochen, die in der Ausstellung zu hören sind.

Von Reyk Grunow

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