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Blutspender treffen sich an neuem Ort

Wittstock Blutspender treffen sich an neuem Ort

In Wittstock hat der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes neue Räume gefunden. Am Mittwoch zapfte das DRK dort erstmals Blut ab. Der Andrang war groß. Ein Wittstocker spendete bereits zum 108. Mal seinen Lebenssaft – er war selbst schon einmal auf Blutkonserven angewiesen.

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Das Ehepaar Vera und Axel Lagansky aus Wittstock spendet schon Jahrzehnte regelmäßig Blut.

Quelle: Gerd-Peter Diederich

Wittstock. Am Mittwoch hatte der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Ostprignitz die Blutspender in Wittstock zum Termin eingeladen. Mancher war irritiert noch zum alten Treffpunkt gegangen und stand vor verschlossener Tür. Denn für die Blutspende in Wittstock gibt es nun die neue Adresse in der Clara-Zetkin-Straße, in der Röbeler Vorstadt. Das aber hatte mancher bei der Veröffentlichung übersehen.

Trotzdem sind die Organisatorinnen und Beteiligten mit der Resonanz zufrieden. Zeitweise standen die Blutspender sogar Schlange, wie die Leiterin Manuela Sterna vom Blutspendedienst in Neuruppin sichtlich erfreut beobachtete.

Wittstocker Bürgermeister halt bei der Suche

Dabei sind auch die neuen Räume sehr kurzfristig gefunden worden. Die betreuende Wittstocker Ärztin Ute Menzel hatte den Wittstocker Bürgermeister Jörg Gehrmann um Hilfe bei der Suche nach geeigneten Räumen für künftige Blutspenden in Wittstock gebeten. Die bisherigen Räume waren zu eng für alle Beteiligten, seit der Blutspendedienst in Wittstock nicht mehr die ursprünglichen Räume im Wittstocker DRK-Sitz in der Ackerstraße mitnutzen konnte. Bürgermeister Jörg Gehrmann kam darauf schnell mit dem Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft GWV, Hans-Jörg Löther, überein, dass der neu eröffnete GWV-Mietertreff im Wohngebiet „Röbeler Vorstadt“ dafür ein geeigneter Treffpunkt sein könnte. So besichtigten Mitarbeiter des DRK kurzfristig diese Räume und befanden sie für geeignet.

Nach dem Abzapfen ein Imbiss

Am Mittwoch nun kam die Stunde der Wahrheit: von 15 bis 18.30 Uhr waren die Wittstocker Blutspender dorthin eingeladen, um sich etwas von dem lebenswichtigen Saft abzapfen zu lassen. Auch für die Mitarbeiterinnen vom Blutspendedienst erwies sich diese Raumlösung als ausreichend gut. Fünf Liegen haben dort nebeneinander Platz, und auch die medizinische Aufsicht während der Blutabnahmen hat noch Platz und einen guten Überblick. Räumlich davon gut abgetrennt ist der Warte- und Anmeldebereich eingerichtet worden. Extra unterzubringen war auch der Bereich für den anschließenden Spenderimbiss in einem Erholungsbereich. „Das ist schon ganz gut so und deutlich besser, als die bisherige Variante“, quittiert Ute Menzel den Entschluss zum Umzug für die neuen Blutspendetermine – zumal es auch bei der Vorbereitung nun für die Veranstalter und Mitarbeiterinnen leichter ist, alles Notwendige zum Termin bereitzustellen und aufzubauen.

Fast eine Tonne Material müssen die Mitarbeiter schleppen

Das Material wird zwar mit einem DRK-Lastwagen bis zum Ort transportiert. Aber dann folgt handfeste Arbeit. „Immerhin fast eine Tonne an Gerätschaften und Einrichtungsgegenständen müssen zu jedem Termin rangeschleppt, aufgebaut und hinterher wieder zusammengepackt und abgefahren werden“, macht die Ärztin den Kraftaufwand deutlich. Der habe sich durch die ebenerdigen Wege bis in die Räume vereinfacht. Auch wenn die Teile dadurch nicht leichter werden.

Die Atmosphäre war für alle, für die Mitarbeiterinnen und für die Spender deutlich entspannter, als im bisherigen Treffpunkt. Von der GWV gibt es die feste Zusicherung, den Treffpunkt auch weiter dafür zu nutzen.

Sondertermin zum Blutspenden in Heiligengrabe

Der nächste und diesjährig letzte Termin zum Blutspenden in Wittstock ist bereits für Mittwoch, den 30.November, von 15 bis 18.30 Uhr festgemacht, wieder in der Clara-zetkin-Straße im Mietertreff der GWV. Einen Sondertermin gibt es am Freitag, 7. Oktober 2016, in Heiligengrabe. Der Blutspendedienst des DRK Nord-Ost wartet von 15 bis 18.30 Uhr in der Grundschule Heiligengrabe, Wittstocker Straße 63, auf Spender. Wie bei jeder Blutspende besteht auch die Möglichkeit, sich als Stammzellenspender registrieren zu lassen. Blutspender müssen mindestens 18 Jahre alt und gesund sein. Bei der ersten Spende sollte ein Alter von 65 nicht überschritten werden. Bis zum 73. Geburtstag ist eine Blutspende möglich, vorausgesetzt, der Gesundheitszustand lässt dies zu. Ein Arzt überprüft das vor Ort. Spender werden gebeten, zu dem Termin ihren Personalausweis mitzubringen. Wie immer hoffen die Mitarbeiter vom Blutspendedienst Neuruppin, auch dann wieder neue Blutspender begrüßen zu dürfen.

Axel Lagansky spendete zum 108. Mal

Schon ganz lange dabei ist das Ehepaar Lagansky. Axel Lagansky hatte sich in am Mittwoch bereits die 108. Blutspende abzapfen lassen. Er hat selbst schon erfahren, wie lebensrettend und wichtig vorrätige Blutkonserven sind, denn auch Axel lagensky hat selbst Spenderblut nach Operationen für sich benötigt. Deshalb ist es für ihn selbstverständlich, diese Art Schulden abzutragen, solange er dazu in der Lage ist. Seine Frau Vera spendete zum 57. Mal Blut. Auch Achim Masuhr hatte sich eingefunden. Er spendete nach längerer Pause zum 15. Mal Blut. Hinterher trafen sich die Drei gemeinsam beim Imbiss und lobten die neuen Räume.

Von Gerd-Peter Diederich

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