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Ostprignitz-Ruppin Börse lässt Sammlerherzen höher schlagen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Börse lässt Sammlerherzen höher schlagen
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18:15 19.02.2017
Viel Interesse gab es für alte Postkarten. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Zufrieden streift Frank Wilcke durch die gut besuchte Wittstocker Stadthalle. „So voll war es lange nicht mehr“, sagt der Vorsitzende der Fachgruppe Numismatik. Die Münzsammler sind seit einigen Jahren der Volkssolidarität angegliedert und organisieren jedes Jahr die Sammlerbörse in der Stadthalle. Bis zur Mittagszeit waren mehr als 430 Karten an Besucher verkauft worden, wie Wilckes Mitnumismatiker informieren. „In der Regel kommen bis zu 700 Besucher zur Veranstaltung“, berichtet Wilcke. Mit fast 70 Ausstellern ist die Börse in diesem Jahr besonders gut bestückt, stellt der Chefnumismatiker zufrieden fest.

Wer kommt, das hängt nicht selten mit dem Zufall zusammen. So ist in diesem Jahr auch mal wieder Heinz Johnen dabei. Der Däne war zuvor auf einer Börse in Dresden. „Wittstock liegt auf dem Rückweg“, erklärt er. Und wenn es sich nicht lohnen würde, wäre er auch gar nicht erst in die Dossestadt gekommen. Während Johnen an seinem Tisch alte Feldpostbriefe, Geldscheine und Briefmarken anbietet, schaut Frank Wilcke bei Andreas Polster vorbei. Der Hamburger organisiert Sammlerbörsen in ganz Deutschland, wie er sagt. In Wittstock sei er diesmal nicht nur, weil sein Bruder in der Stadt wohne, sondern auch, um weitere Kontakte zu Sammlern zu knüpfen. „Außerdem ist das hier eine tolle Atmosphäre“, schwärmt er. Frank Wilcke nickt bestätigend. „Der Besuch ist mitunter ein Ausflug für die ganze Familie“, sagt er.

Die Gedenkmünzen der Numismatiker-Fachgruppe waren eher im Voraus unter Liebhabern begehrt. Bei der Sammlerbörse wurden nur wenige verkauft. Quelle: Christian Bark

Einen Ausflug nach Wittstock haben sich auch Ulrich Schulz und Partnerin Brigitte Großmann aus Kyritz gegönnt. „Eigentlich wollte ich meine DDR-Briefmarkensammlung an den Mann bringen“, erklärt Schulz. Die wolle aber keiner haben. Trotzdem lohne sich der Besuch, auch wenn sie nur zum „Gucken“ gekommen seien. Anderes hatte Ralf Kluth aus Wittenberge ebenfalls nicht im Sinn. Er habe mal Münzen gesammelt, sich aber über deren raschen Wertverfall geärgert.

Ein Mekka für Sammler aus ganz Deutschland

Seit 1980 findet die Sammlerbörse in Wittstock statt. Organisiert wird sie von der Fachgruppe Numismatik, die der Volkssolidarität angehört. Die Gruppe feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen und wartete deshalb mit einer Gedenkmünze aus Silber und Kupfer für echte Liebhaber auf.

Bis zu 700 Besucher aus ganz Deutschland verzeichnet die Messe jedes Jahr. An die 70 Aussteller präsentierten diesmal Briefmarken, Münzen, Postkarten und Abzeichen.

„Das hängt immer mit dem aktuellen Materialwert zusammen“, erklärt Frank Wilcke. Aber natürlich auch mit der Anzahl der geprägten Exemplare und der Nachfrage. So sei die aktuelle Gedenkmünze zum 50-jährigen Bestehen der Numismatiker-Fachgruppe heiß begehrt. 50 der bislang geprägten 60 Silbermünzen seien schon weg. Von den 100 Kupfermünzen gebe es hingegen noch einige. „Bei solchen Liebhaberstücken darf es gerne mal die teurere Silbervariante sein“, sagt Wilcke. Die sei aber schon im Voraus an die Münzsammler, meist aus der eigenen Fachgruppe, ausgegeben worden. Während der Sammlerbörse hatte Fachgruppenmitglied Gerhard Dammasch nur wenige verkauft, wie er berichtet.

Heinz Johnen aus Dänemark war zum dritten Mal dabei in Wittstock. Quelle: Christian Bark

Zuweilen tummeln sich aber nicht nur Sammler und Schaulustige auf der Börse. Denn die historischen Stücke ziehen auch einige Wissenschaftler und Forscher an, wie Arno Mader bestätigt. Er kommt aus der Nähe von Gadebusch in Mecklenburg und bietet neben alten Postkarten auch Militärorden und Spielzeugsoldaten an. „Manchmal geben die Karten Auskunft über Gebäude, die heute gar nicht mehr stehen“, sagt er. Der Vorteil der Börse sei das direkte Prüfen der Sammlerstücke und das Gespräch mit den Ausstellern. Zwar sei die Vielzahl an Stücken, die mittlerweile im Internet angeboten werden, nicht zu verachten, doch im Netz gebe es eben nicht die Möglichkeit, Dinge zu berühren oder auf Augenhöhe zu feilschen. „Und das kann man hier in Wittstock besonders gut“, sagt er.

Von Christian Bark

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