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Böse Überraschung in der Heide

Vermutlich mehr Munition zwischen Lutterow und Schweinrich als erwartet Böse Überraschung in der Heide

Der Norden der Kyritz-Ruppiner Heide ist vermutlich stärker mit Munition belastet als bisher gedacht. Dort wurden bei geomagnetischen Untersuchungen des Bodens mehr sogenannte Störkörper gefunden, als die Experten der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) erwartet haben.

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Quelle: Daniel Baumeier

Neuruppin. Bei weiteren Untersuchungen in der Kyritz-Ruppiner Heide sind Fachleute auf mehr Störkörper gestoßen, als zunächst gedacht war. Allerdings ist unklar, worum es sich bei den Störkörpern handelt. Das können Steine mit hohem Eisenerzanteil sein, alter Munitionsschrott oder aber scharfe Munition. „Das Gefahrpotenzial ist noch offen“, sagte Rainer Entrup am Freitag von der Bima, die  Eigentümerin der Heideist.

Die Bima geht davon aus, dass es nördlich der Straße zwischen Neu Lutterow und Schweinrich keine scharfen Schießübungen gegeben hat. Dort lagen Kasernen und Fahrzeughallen, aber auch eine Artilleriestellung. „Wo viel geübt wird, finden sich auch viele Hülsen, Bolzen und Verpackungsmaterial“, sagt Entrup. Zudem ist bekannt, dass die russischen Soldaten vor ihrem Abzug viele Dinge in der Heide vergraben haben. Dazu kann neben Schrott auch Munition gehören. Und: In der Nähe von Orten findet sich häufig auch illegal entsorgter Hausmüll.

Um Klarheit über den Gefährdungsgrad zu bekommen, plant die Bima umfangreiche Testfeldräumungen. Das bedeutet, dass in den nächsten Jahren auf etwa fünf Prozent der Untersuchungsfläche Störkörper ausgegraben werden sollen. Insgesamt sind bis zu 260 Testfelder in den Ortsrandlagen sowie bis zu 230 Testfelder auf den Betriebswegen der Bima und den Brandschutzstreifen der Heide geplant. Das wird wohl deutlich mehr als eine Million Euro kosten.

Gleichwohl soll mit den Testfeldräumungen bereits im nächsten Jahr begonnen werden. „Wir müssen sauber dokumentierte Erkenntnisse haben, wie gefährlich die Heide dort ist“, sagte Entrup. Das erleichtere sowohl die geplante touristische Nutzung als auch die Pflege der Heide.

Von Andreas Vogel

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