Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Bombendroher hat langes Strafregister
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bombendroher hat langes Strafregister
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:52 19.12.2018
Mit Spürhunden suchte die Polizei Anfang Juli auch die Autoraststätte Linumer Bruch an der A 24 ab. Quelle: Andreas Vogel
Neuruppin/Berlin

Der 28-jährige Berliner, der verdächtigt wird, im Sommer Bombendrohungen gegen drei Autobahnraststätten in Brandenburg ausgesprochen zu haben, hat ein langes Strafregister. Das ist wohl auch ein Grund dafür, dass es noch keinen Verhandlungstermin für den Verdächtigen gibt, obwohl die Berliner Staatsanwaltschaft bereits Ende Oktober Anklage erhoben hat.

Elf weitere Verfahren

Aufgrund der vielen Taten, die dem Mann vorgeworfen werden, soll zudem zunächst seine Schuldfähigkeit geprüft werden, sagte am Dienstag eine Berliner Gerichtssprecherin. Demnach sind gegen den Verdächtigen derzeit elf Verfahren anhängig – neben den Bombendrohungen. So soll er sich Sozialleistungen erschlichen, Diebstähle begangen und pornografische Schriften verbreitet haben. Deshalb soll ein Gutachter prüfen, ob der Mann in ein psychiatrische Klinik untergebracht werden sollte.

Der 28-Jährige soll Ende Juni mit einer Bombendrohung zunächst für Aufregung in einer Förderschule in Berlin-Wittenau gesorgt haben. Am 2. Juli ging dann per Telefon bei der Autobahnraststätte Stolper Heide an der A 111 eine Bombendrohung ein sowie tags darauf beim Autohof Oberkrämer an der A 10. Am 10. Juli wurde an der Raststätte Linumer Bruch an der A 24 telefonisch angekündigt, dass dort gegen 7.40 Uhr eine Bombe hochgehen werde. Daraufhin war die Raststätte sofort gesperrt, geräumt und mit speziell ausgebildeten Hunden nach Sprengstoff abgesucht worden. Dabei wurde aber nichts Verdächtiges gefunden, ähnlich wie bei den anderen zwei Raststätten und an der Berliner Schule.

Dem Mann droht eine Freiheitsstrafe

Das Amtsgericht in Berlin-Tiergarten will prüfen, ob die Verfahren gegen den Verdächtigen zusammengefasst werden können. Laut Sprecherin Lisa Jani könnte Mitte Januar feststehen, ob das möglich ist und wann die Verhandlung gegen den Verdächtigen beginnt. Allein wegen der Bombendrohungen muss der Mann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe rechnen.

Von Andreas Vogel

Sie sollen grundlos in Neuruppin Leute verprügelt haben. Dafür sollten sich zwei junge Männer und eine Frau vor dem Neuruppiner Amtsgericht verantworten. Doch der Prozess musste vertagt werden.

14.12.2018

Haben Sie am Wochenende schon was vor? Wenn nicht, findet sich hier sicher das Passende – im Veranstaltungsprogramm für Ostprignitz-Ruppin von Freitag, 14. Dezember, bis Sonntag, 16. Dezember.

14.12.2018

Seit 2010 versucht Neuruppin, die Konzession für die Lieferung von Strom in den Ortsteilen und damit das Leitungsnetz neu zu vergeben – am liebsten an die eigenen Stadtwerke. Zum zweiten Mal ist das jetzt geplatzt.

13.12.2018