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Ostprignitz-Ruppin Vier Bombendrohungen in Brandenburg: Verdächtiger ist polizeibekannt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Vier Bombendrohungen in Brandenburg: Verdächtiger ist polizeibekannt
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01:16 15.07.2018
Auch die Autoraststätte Linumer Bruch an der A 24 war abgesucht worden. Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin/Berlin

Der 28-jährige Berliner, der wegen der Bombendrohungen an drei Autobahnraststätten in Brandenburg sowie an einer Schule in Berlin-Wittenau am Mittwoch kurzzeitig festgenommen wurde, ist bei der Polizei kein Unbekannter. Vielmehr soll der Mann, der die vier Bombendrohungen eingeräumt hat, derzeit unter Bewährung stehen, wie die MAZ am Donnerstag aus Ermittlerkreisen erfuhr. Allerdings wollte das Henning Baller, der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft nicht bestätigen.

„Wir müssen erst weiter ermitteln“

„Mit Rücksicht auf die Ermittlungen“ könne die Staatsanwaltschaft derzeit keine weiteren Angaben machen, so Baller. „Wir müssen erst weiter ermitteln.“ Damit bleibt vorerst unklar, warum der Berliner die Drohungen erhoben hat. Hinweise auf politische oder andere Motive gebe es nicht, so Baller. Offen ist ebenfalls, warum der Verdächtige am 2. Juli die Autobahnraststätte Stolper Heide, einen Tag darauf den Autohof Vehlefanz in Oberkrämer sowie am Dienstag, 10. Juli, die Tankstelle an der Raststätte Linumer Bruch bedroht hat. Zuvor hatte er am 29. Juni per Telefon eine Bombendrohung gegen die Schule am Park in Berlin-Wittenau ausgesprochen.

Die Wohnung duchsucht

Nach MAZ-Informationen waren die Ermittler in Berlin und Brandenburg unabhängig vonein­ander auf den Verdächtigen gestoßen. Daraufhin war am Dienstag die Wohnung des 28-Jährigen in Berlin durchsucht worden. Weil keinerlei Materialien gefunden wurden, die auf den Bau von Bomben oder entsprechende Vorbereitungen hindeuten, wurde der Verdächtige nach seiner Vernehmung wieder entlassen. Gegen den Berliner läuft aber weiter ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts, den öffentlichen Frieden durch Androhung von Straftaten gestört zu haben.

Allerdings wird es wohl noch etwas dauern, bis die Berliner Staatsanwaltschaft über Ergebnisse der Ermittlungen informieren wird. Damit sei frühestens Mitte August zu rechnen, sagte gestern Sprecher Baller.

Von Andreas Vogel

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