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„Boot-Taniker“ gewinnen bei Benefiz-Regatta

Neuruppin „Boot-Taniker“ gewinnen bei Benefiz-Regatta

Am Samstag hat am Neuruppiner Bollwerk die neunte Auflage von „Rudern gegen Krebs“ stattgefunden. Insgesamt 69 Teams sind bei bestem Sommerwetter an den Start gegangen. Der Erlös der Regatta kommt der Stiftung „Leben mit Krebs“ zugute, die damit unter anderem Sportprojekte fördert. Auch die Vorbereitungen für das Jubiläum im kommenden Jahr laufen bereits.

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Vereins- und Kreisschützenfest gefeiert

Die „Boot-Taniker“ waren sichtlich erfreut über ihren Sieg im Finale A. Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. „Und der erste Platz im Finale A, mit einer Zeit von 1:32,6, geht an das Team ’Boot-Taniker’!“, tönt es vom Moderator, der den Teamnamen ähnlich wie ein Ringrichter beim Boxen extra in die Länge zieht. Das Publikum antwortet mit Applaus und Jubelrufen. Bei der neunten Auflage von Rudern gegen Krebs am Sonnabend in Neuruppin haben sich die Ehepaare Dieter und Claudia aus Lindow sowie Angela und Reinhard aus Neuruppin gegen alle anderen Teams durchgesetzt.

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Bei der neunten Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ auf dem Ruppiner See in Neuruppin wetteiferten 69 Teams um die besten Zeiten. Mit den Erlösen der Regatta werden Sportprojekte für Krebspatienten in der Region unterstützt.

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„Das hätten wir niemals geglaubt“, sagt Angela. Sie seien in dieser Formation zum dritten Mal bei der Benefiz-Regatta dabei gewesen, erzählen sie. Aber ursprünglich habe Rudern gegen Krebs sie überhaupt erst zu diesem Sport gebracht. „Wir sind eigentlich Wanderruderer beim Neuruppiner Ruder-Club“, erzählt Dieter. Vier Wochen lang hätten sie jeweils zweimal pro Woche für die Benefiz-Regatta trainiert. Den Lohn dafür hält Dieter jetzt in den Händen: Der große Wanderpokal – die „Boot-Taniker“ schätzen ihn auf fünf bis sechs Kilo – bekomme einen Ehrenplatz im Vereinsheim, versichern die Vier.

Auch ARD-Meteorologe Donald Bäcker ist an den Start gegangen

Insgesamt sind am Sonnabend 69 Teams auf dem Ruppiner See am Bollwerk an den Start gegangen. Die Erlöse der Regatta kommen der Stiftung „Leben mit Krebs“ zugute. Mit dem Geld wird das Projekt „Sport und Krebs“ unterstützt, das seit 2011 im Neuruppiner Rehazentrum Alte Schwimmhalle angeboten wird. Susanne von Schellenberg, Projektmanagerin der Stiftung, ist schon nach den ersten Durchläufen zufrieden mit dem Verlauf des Tages. „Das Wetter spielt mit und alle sind gut drauf“, sagt sie. „Und wir freuen uns, dass wir sogar Prominenz dabei haben.“ Der Meteorologe Donald Bäcker, bekannt aus dem ARD-Morgenmagazin, sei in einem Team dabei gewesen.

Die Sieger bei „Rudern gegen Krebs“

Finale C

1. Konservengaleere – 1:36,9
2. Rotaryclub Neuruppin – 1:40,2
3. Sparkasse OPR1 – 1:41,1

Finale B

1. Heizungsbau Herrmann – 1:33,7
2. Love Boat – 1:34,8
3. Dr. Pieper – 1:36,8

Finale Frauen

1. Fit im Schritt – 1:33,5
2. 4 flotte Schrauben – 1:43,9
3. Nursy’s – 1:44,8

Finale A

1. BOOT-TANIKer – 1:32,6
2. Prignitz-Express Cockpit – 1:33,5
3. Kreissportbund OPR – 1:33,7

Finale Sport

1. Holz – 1:22,0
2. Kau-Boy’s – 1:26,2
3. Die BKK VBU Krebse – 1:29,1

Patienten

1. Ruderkrebse 2 – 1:45,27
2. Ruderkrebse 1 – 1:52,54
3. Sport zum Leben 3 – 2:21,46

Grundschulen

1. Die Alt Ruppiner Kids - 1:43,46
2. Montessori 2 – 1:49,79
3. Monte - Rosa – 1:50,27

Mit dem Finaldurchgang „Sport“ wollte der Ruderclub der Tatsache gerecht werden, dass Profis neben Laien antreten.

Gleich zu Beginn der Regatta sind die Schülerboote an den Start gegangen. Das beste Team kommt von der Alt Ruppiner Grundschule „Am Weinberg“ – „Die Alt Ruppiner Kids“. Zwei Mal hätten die Jungs zusammen trainiert, erzählt der zehnjährige Max, der selbst seit zwei Jahren im Alt Ruppiner Ruderclub aktiv ist. Im Vergleich zum vergangenen Jahr konnten sich die vier Jungs noch mal steigern. Denn bei ihrer ersten Teilnahme 2015 habe es nur zu Platz Zwei gereicht, erzählt Max’ Vater. „Das hat total viel Spaß gemacht“, sagt Max. „Wir wollen nächstes Jahr auf jeden Fall wieder mitmachen.“

Manche Teams hatten ihren eigenen Fanclub dabei

Manche Teams hatten ihren eigenen Fanclub dabei.

Quelle: Peter Geisler

Entlang der Neuruppiner Seepromenade flanieren am Sonnabend zahlreiche Besucher. Einige verweilen auf den Treppen am Ufer und sehen den Teams zu, wenn sie auf der rund 430 Meter langen Rennstrecke vollen Einsatz zeigen. Ringsrum ist mit Getränken, Grillgut und dem Kuchenbuffet der Lionsclub-Damen „Effi Briest“ für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt. Die Kleinen können sich auf der Hüpfburg austoben und sich anschließend mit einem Eis der „Eiszauberei Rheinsberg“ wieder abkühlen.

Vorbereitungen für Regatta in 2017 laufen bereits

„Das war ein super toller Tag“, sagt Antje Schulz, Vorsitzende des Neuruppiner Ruder-Clubs, nach der Siegerehrung. „Die Organisation im Vorfeld war toll, unsere Mitglieder wissen nach den bisherigen Regatten super Bescheid und alles ist fast automatisch gelaufen.“ Einziger Wermutstropfen sei, dass es vor den Finaldurchläufen ein paar kleine Technikprobleme gegeben habe, die den Zeitplan durcheinander gebracht haben. „Das ist schade, wenn vorher alles reibungslos geklappt hat“, sagt Antje Schulz. Aber der Stimmung habe die Pause keinen Abbruch getan. Stiftungsvorstand Klaus Möller habe ihr zudem gesagt, dass die Regatta in Neuruppin für ihn immer etwas Besonderes sei, erzählt Schulz.

Teilnehmer und Organisatoren freuen sich über einen gelungenen Tag

Teilnehmer und Organisatoren freuen sich über einen gelungenen Tag.

Quelle: Peter Geisler

Aktuell würden bereits Vorbereitungen für Rudern gegen Krebs im kommenden Jahr laufen. Da feiert die Regatta ihr zehnjähriges Bestehen. „Wir überlegen natürlich schon, wann wir das Rennen machen, damit es nicht wieder mit dem Einschulungswochenende kollidiert“, sagt Schulz. Auch der Zeitraum der Ferien spiele eine Rolle. „Es muss für Helfer und Teilnehmer passen.“ Der Termin solle dennoch zügig festgelegt werden, damit jeder sich darauf einstellen könne. Überlegt werde auch, die Regatta entsprechend des Jubiläums etwas größer zu gestalten, mit mehr Programm drumherum, sagt Schulz.

Von Josephine Mühln

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