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Ostprignitz-Ruppin Brandserie in Neuruppins Norden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Brandserie in Neuruppins Norden
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02:16 08.08.2015
Insgesamt 110 Feuerwehrleute waren am Dienstag und gestern im Einsatz, um das Feuer bei Gühlen-Glienicke zu löschen. Quelle: Peter Geisler
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Gühlen-Glienicke

Nirgendwo im Landkreis Ostprignitz-Ruppin brennt der Wald so häufig wie bei Gühlen-Glienicke. Das Feuer am Dienstag (die MAZ berichtete) war nur der vorläufige Höhepunkt einer Brandserie rund um den nördlichsten Ortsteil von Neuruppin. „Wir hatten seit Juni sieben Brände rund um Gühlen-Glienicke“, sagt Vera Preuße von der Oberförsterei Neuruppin. Allein in der vergangenen Woche brannte es dreimal in der Gegend. Vera Preuße: „Die Häufung ist schon sehr ungewöhnlich.“

Am Dienstagnachmittag war etwa einen Kilometer westlich von Gühlen-Glienicke an der südlichen Grenze zum einstigen Gelände des Bombodroms ein Feuer ausgebrochen. Per Kamera hatte das automatische Waldbrand-Warnsystem aus Kyritz die Rauchwolke entdeckt und fast zeitgleich mit einer Anwohnerin aus Gühlen-Glienicke die Feuerwehr alarmiert. Die rückte sofort mit Löschzügen aus mehreren Orten an. Bis in die Nacht hinein brauchte sie, um den Brand zu löschen. Immer wieder mussten die Tanklöschfahrzeuge Wasser vom Kalksee in Binenwalde holen. 110 Feuerwehrleute waren im Einsatz, sagt Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald. Erst gegen 23 Uhr war der Einsatz beendet. Am Mittwoch mussten die Feuerwehren noch kleinere Nachbrände dort löschen. Rund vier Hektar Wald wurden durch das Feuer zerstört.

Wenige Tage zuvor musste die Feuerwehr schon einmal an nahezu derselben Stelle löschen. „Das war am Sonntag“, bestätigt Heiko Moldenhauer von der Feuerwehr in Neuruppin. Da hatte sich ein Feuer auf rund 200 Quadratmeter ausgebreitet; die Wehren aus Gühlen-Glienicke und Binenwalde konnten es allein löschen.

Einen Brand am Sonntag löschte der Förster selbst

Ebenfalls am Sonntag entdeckte ein Förster ein Feuer zwischen Rheinsberg-Glienicke und Kunsterspring. Es war noch so klein, dass er es selbst löschen konnte. Vera Preuße erinnert sich, dass es in den vergangenen zehn Jahren immer wieder in der Gegend brannte. Wer dafür verantwortlich ist, darüber können sie und ihre Kollegen aber nur spekulieren.

„Natürlich vermuten auch wir Brandstiftung“, sagt Polizeisprecher Stefan Rannefeld. Bei einer solchen Häufung dränge sich der Verdacht nicht nur bei Anwohnern und Forstbehörden auf. „Aber die Ermittlungen sind sehr schwierig“, sagt Rannefeld.

Von Januar bis jetzt wurden im Land Brandenburg schon doppelt so viele Feuer gezählt wie im gesamten Jahr 2014, sagt Raimund Engel, der Waldbrandbeauftragte des Landesforstbetriebes. 117 Feuer waren es im vergangenen, 240 schon in diesem Jahr. Im Kreis Ostprignitz-Ruppin sieht der Trend ähnlich aus. Im gesamten Jahr 2014 wurden hier insgesamt neun Waldbrände registriert. In diesem Jahr waren es bis gestern schon 15, zehn Feuer allein im Wald bei Gühlen-Glienicke oder in den Nachbarorten.

Nur bei einigen Bränden konnte die Ursache sicher geklärt werden, sagt Raimund Engel: „Fünfmal handelte es sich um vorsätzliche Brandstiftung.“ Zu dieser Einschätzung sind Förster, Feuerwehr und Polizei gemeinsam gekommen. In vier weiteren Fällen ist die Ursache unklar. In der Regel bedeutet das: Brandstiftung nicht ausgeschlossen.

Von Reyk Grunow

Bis zu 150 Teilnehmer werden zum Langstreckenschwimmen am Sonnabend in Neuruppin erwartet, das die MAZ präsentiert. Zur Feier der 15. Auflage des Ereignisses beginnt um 10 Uhr ein kunterbuntes Familienfest am Bollwerk – mit Malstrecke, Kinderschminken, Hüpfburg und Glücksrad.

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